Der „klicksafe Preis für Sicherheit im Internet“ zeichnet seit 2006 Webangebote und Projekte aus, die sich in besonderer Weise um das Thema Internetsicherheit verdient machen. Unter der Leitung der Stiftung Digitale Chancen sichtete das Expertengremium, dem ich in diesem Jahr angehörte, die zahlreichen Beiträge. Projekte und Initiativen stellten ihre Arbeit anhand umfassender Materialen und mit zum Teil beeindruckenden Produkten vor.
Aus über 107 Einreichungen wurden sechs Angebote nominiert, von denen zwei am 21. Juni im Rahmen der Preisverleihung des bekannten Grimme Online Award den begehrten klicksafe Preis erhalten werden. Ein besonderer inhaltlicher Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf dem Thema Rechtsextremismus, sodass Präventionsangeboten in diesem Bereich eine besondere Aufmerksamkeit zuteil wurde. Aufgrund des Themenschwerpunktes wurde das Expertengremium durch entsprechende Fachkompetenz verstärkt.
Ausgelobt wird der Preis von der EU-Initiative klicksafe, die zum Safer Internet Programm der Europäischen Union gehört und auch in anderen europäischen Ländern aktiv ist. In Deutschland wird das Programm von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) durchgeführt.
klicksafe Preis 2013: zu den Nominierten
Gesendet von Marion Brüggemann
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Das ifib war am 16.5.2013 gleich zweimal auf der 1. Bildungsmediale vertreten, die vom Bündnis für Bildung e.V., der Initiative D21 e.V., der Initiative Keine Bildung ohne Medien! und DER TAGESSPIEGEL in Berlin veranstaltet wurde.
Prof. Breiter hat dabei gemeinsam mit Prof. Igel vom CelTech (DFKI Saarbrücken) eine Keynote zum Thema "Innovative Bildungstechnologien in Schulen. Adaptive Lern- und Lehrsysteme zur lernerindividuellen Förderung" gehalten. Dabei wurde auf der einen Seite deutlich herausgestellt, welches Potenzial lernerbezogene Bildungstechnologien auch für den Schulbereich besitzen aber andererseits die Prozesse und Strukturen im deutschen Schulsystem (Governance) dem (noch) entgegenstehen.
Ich selber habe im Forum „IT-Infrastrukturen für die Bildung: weg von Insellösungen - hin zu integrierten Systemen“ ein Impulsreferat gehalten, in dem ich die These aufgestellt habe, dass die neuen kleinen und smarten mobilen Endgeräte auch neue Inhalte und Infrastrukturen benötigen, deren Entwicklung und Aufbau die Schulträger jetzt strategisch planen müssen.
Im Kern war man sich in der Diskussion dann auch einig, dass die Schul-IT mobiler werden muss. Die vereinzelt geäußerte Hoffnung, dass durch Einbeziehung privater Endgeräte auch Kosten für die Schulträger reduziert werden können, hat sich jedoch schnell als Trugschluss herausgestellt, denn für solche Lernszenarien müssen einerseits die Bandbreiten in den Schulen massiv ausgebaut werden und andererseits künftig intelligente internetbasierte Lösungen vorhanden sein, um Daten und Lerninhalte auf die unterschiedlichen Endgeräte zu bekommen.
Es bleibt abzuwarten, welcher kommunale Schulträger als erster konsequent diesen Weg beschreiten wird!
Gesendet von B. E. Stolpmann
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Gestern fand in Berlin die zweite jährliche Open Government D-A-CH-LI Konferenz statt, auf der Akteure im Bereich Open Government Data aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Lichtenstein über Ihre Aktivitäten berichten und Erfahrungen austauschen.
Ich habe in einem Forum einen Vorschlag zur besseren Nutzerorientierung und konkreteren Bestimmung von Transparenz fördernden Angeboten vorgetragen.
Denn zur Zeit klaffen Angebot und Nachfrage in inhaltlicher Hinsicht enorm auseinander. Nach einer von TSN Emnid im Auftrag des Arbeitskreises Open Government Partnership Deutschland 2012 durchgeführten Befragung liegen auf der Wunschliste der Bürgerinnen und Bürger Veröffentlichungen der Ergebnisse von amtlichen Lebensmittel- und Hygienekontrollen (94%), Daten zu Umweltbelastungen (89%) und Veröffentlichungen von Einnahmen und Ausgaben der Verwaltung (82%) noch vor den Nebeneinkünften der Politiker (73%).
Eine Zählung der Datensätze auf den Datenportalen von Berlin, Bremen, Hamburg und Baden-Württemberg alleine nach Schlagworten führt nur zu wenigen Treffern bei diesen Themengebieten:

Bei den entsprechenden Datensätzen es sich fast ausschließlich um Bestandsdaten und nicht um die begehrten Messwerte (dynamische Daten).
Insofern ist im Sinne einer stärkeren Nutzerorientierung und Qualitätsverbesserung noch einiges zu tun.
Auf einen konkreten Schritt auf diesem Weg im Bremer Daten-Portal konnte ich in einem Diskussionsbeitrag in einem anderen Forum hinweisen, wo es darum ging, wie man Anreize für einzelne Dienststellen schaffen kann, Datensätze bereitzustellen.
Im Zusammenhang mit dem Apps4Bremen Wettbewerb im November 2011 wurde die Möglichkeit geboten, Datensätze für diesen Wettbewerb vorzuschlagen. Sie wurde anschließend auf http://www.daten.bremen.de fortgeführt, um Ideen für weitere Datenbestände zu sammeln, die Bremen bisher noch nicht anbietet. Das zuständige Referat für E-Government bei der Senatorin für Finanzen leitet diese Vorschläge an die Daten haltende Stelle weiter und veröffentlicht die Anfrage gleichzeitig mit dem Datum des Eingangs und einem Ampelsymbol. Diese steht zunächst auf „Rot“ und springt erst auf „Grün“, wenn die Daten bereit gestellt worden sind.

So sehen nicht nur die Vorschlagenden, was aus Ihrer Anfrage wird, sondern die für das Portal zuständige Stelle hat gegenüber der Datenhaltenden Stelle auch ein stärkeres Argument. Bisher sind dort 45 Vorschläge registriert. Bei 29 steht die Ampel Grün und bei 16 auf Rot.
Die Liste insgesamt zeigt auch anderen Datenportalen, woran konkretes Interesse besteht. In Bremen sieht man, welche Behörden wie schnell und wie positiv auf solche Anfragen reagieren und welche (noch) nicht. Eine entsprechende Rangliste der Offenheit einzelner Behörden kann man leicht aus dieser Liste erstellen.
Gesendet von Herbert Kubicek
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Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat beschlossen, einen Medienentwicklungsplan für den Einsatz digitaler Medien im pädagogischen Bereich für die allgemein bildenden Schulen in Hannover zu erarbeiten. Die ifib consult wurde beauftragt, den Schulträger bei diesem Prozess der Medienentwicklungsplanung zu unterstützen.
An der Erstellung des Medienentwicklungsplans sollen auch Vertreterinnen und Vertreter der Schulen aktiv beteiligt werden, um die Anforderungen der Schulen und der Lehrkräfte an die künftige Ausstattung mit digitalen Medien, insbesondere auch in Hinblick auf pädagogische Inhalte, die Förderung von Medienkompetenz und den Einsatz von Software und Lernmedien einzubeziehen.
Dafür haben wir diese Woche eine Online-Befragung aller Hannoveraner Schulen gestartet, um zu erfahren, wie die derzeitige IT-Ausstattung der Schulen aussieht, wie der Support dafür geregelt ist und welche Schwerpunkte die Schulen künftig setzen wollen. Desweiteren interviewen wir in einer zweiten Online-Befragung alle Lehrkräfte dazu, wie sie digitale Medien aktuell nutzen, wie sie die Rahmenbedingungen für den Medieneinsatz bewerten und welche Anforderungen und Bedarfe sie für die künftige Ausrichtung der IT-Ausstattung haben.
Heute haben wir dann zusammen mit 25 Lehrkräften einen halbtägigen Workshop durchgeführt. Dazu haben wir in drei parallelen Themenblöcken (1) die pädagogischen Anforderungen, (2) die Festlegung der technischen Ausstattung sowie (3) die künftige Bereitstellung von Software und Content gemeinsam mit den Lehrkräften aufgenommen und diskutiert. Anschließend haben wir die Themenblöcke in neuer Besetzung wiederholt, so dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit hatten, sich jeweils in zwei Themenbereiche einzubringen.
Wir haben dabei engagierte und motivierte Lehrkräfte erlebt, die ein starkes Interesse daran haben, die künftige Ausrichtung des Medieneinsatzes an ihren Schulen aktiv mitzugestalten. Dafür bedanken wir uns bei allen Beteiligten!
Gesendet von B. E. Stolpmann
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In meinem Vortrag auf der 9. iMedia des Rheinland-Pfälzischen Landesinstituts für Pädagogik in Mainz habe ich unter dem Titel "Medienintegration und Inklusion im alltäglichen Prozess der Mediatisierung" versucht deutlich zu machen, welche Herausforderungen auf die Schule nicht nur durch den Medien- und Kommunikationswandel, sondern auch durch bildungspolitische Veränderungen zukommt. Dahinter verbirgt sich die doppelte These, dass (a) bei der Inklusion die Medien vergessen werden (was ist "inklusive Medienbildung"?) und (b) Inklusion ohne Medien nicht möglich sein wird und damit (c) die Medienbildung durch die Inklusion zu einem neuen Auftrieb verholfen wird - sofern sich die bisherigen Silos (Inklusion und Medienbildung) in Wissenschaft und Praxis miteinander verbinden.
Gesendet von Andreas Breiter
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