Auf dem Workshop des GMDS/GI Arbeitskreis "Methoden und Werkzeuge für das Management von Krankenhausinformationssystemen" habe ich die Potenziale eines prozessorientierten IT-Service Managements nach ITIL für die klinische IT-Versorgung dargestellt. Ausgehend von der durch individuelle Leistungen Einzelner und nur teil-strukturierten Prozessen geprägten IT-Aufbauorganisation, wurden die Elemente der IT Infrastructure Library kurz erläutert und dann diskutiert. Dabei stand die Frage nach dem Zusammenspiel zwischen Informationsmanagement, Krankenhaus-Informationssystemen und IT-Service Management im Vordergrund.
Insgesamt ist deutlich geworden, dass die Krankenhaus-IT auch spezifische Anforderungen hat, die sich in Form eines branchenbezogenen ITIL-Rahmenwerks sehr gut umsetzen ließen. Hieran soll auf der nächsten GMDS/GI-Tagung im September in Braunschweig weiter gearbeitet werden.
Gesendet von Andreas Breiter
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Auch in diesem Jahr hat die DeLFI beschlossen, den Workshop Lerninfrastrukturen anzubieten, den das ifib wie schon im letzten Jahr wieder mitgestalten wird. Neben Beiträgen, die als Artikel auch im Tagungsband erscheinen sollen, haben wir in diesem Jahr auch Praxisberichte von Lehrkräften vorgesehen. Wir wünschen uns zahlreiche Einreichungen zu dem beigefügten Call, würden uns freuen, wenn Sie den Call weiter verbreiten und hoffen auf eine rege Beteiligung an dem Workshop in Hagen.
DeLFI 2012, Fernuni Hagen, 24.9.2012
Programmkomitee
Breiter, A., Döbeli Honegger, B., Heinen, R., Herber, E., Kerres, M., Moser, S., Schiefner-Rohs, M., Schulz-Zander, R., Stolpmann, B.E., Vaupel, W., Wedekind, J., Welling, S.
Abstract: Kinder und Jugendliche verfügen in zunehmendem Maße über persönliche mobile Geräte, die jedoch aktuell noch kaum in schulischen Kontexten genutzt werden. Gleichzeitig wird der Einsatz von Tablets dort in zunehmendem Maße erprobt. Der Workshop bietet ein Forum, um Chancen, Perspektiven, Herausforderungen und Grenzen der Arbeit mit persönlichen, mobilen Geräten in der Schule zu diskutieren. Im Zentrum der Diskussion sollen pädagogische, didaktische, organisatorische und rechtliche Aspekte stehen.
1 Hintergrund und Ziele des Workshops
Wirft man einen Blick in die Schule und auf die Geräteausstattung von Schülerinnen und Schülern, so sind zwei Tendenzen sichtbar: Zum einen besitzen immer mehr Jugendliche inzwischen Smartphones (vgl. auch JIM-Studie 2011). Mit dem Mobiltelefon im klassischen Sinn haben diese Geräte nur noch insofern eine Gemeinsamkeit, dass man damit auch telefonieren kann. Ansonsten handelt es sich um mobile Kleinstcomputer, die sich prinzipiell auch in Lern- und Lehrkontexten einsetzen lassen. In der Schule fallen solche Geräte aber zumeist noch unter das oft vorherrschende „Handyverbot“. Zum anderen erfreuen sich auch Tablets zunehmender Beliebtheit in schulischen Bildungskontexten. So gibt es beispielsweise immer mehr “iPad-Klassen”, die aber meist in Form von schulisch organisierten Einzelprojekten durchgeführt werden. Es stellt sich die Frage, warum Smartphones, Notebooks, Netbooks, Tablets, Handhelds und andere Geräte, die die Schülerinnen und Schüler schon heute besitzen, nicht systematisch im Unterricht Verwendung finden. Diese Entwicklung wird inzwischen unter dem Titel „Bring your own device“ (BYOD) diskutiert und gewinnt kontinuierlich an Aufmerksamkeit.
Aber auch auf der Seite der Anbieter von schulischen Bildungsangeboten kommt es zu Veränderungen: Mit der zunehmenden Verfügbarkeit von webbasiertem Content, Bildungs-Apps und künftig wohl auch digitalen Schulbüchern über die Online-Marktplätze der marktführenden Plattformanbieter kommt möglicherweise auch Bewegung in den Schulbuchmarkt mit entsprechend neuen Angeboten, Nutzungs- und Distributionsmodellen. Entwickeln sich Apps, von unterschiedlichen Geräten und Gerätetypen nutzbar, zum kleinsten gemeinsamen Nenner heterogener Lerninfrastrukturen? Die verstärkte Nutzung dieser Medien führt damit auch zu einer neuen Betrachtung der Frage, wie Daten in der Schule zukünftig gespeichert und weiterverarbeitet werden sollen. Verschwinden z.B. serverbasierte dezentrale Infrastrukturen aus den Schulen künftig alle in der so genannten Cloud und welche Rolle spielen klassische Lern-Management-Systeme in diesem Kontext?
Der Workshop bietet ein Forum, um sich fachlich fundiert auf der Basis vorhandener (Praxis-)Erfahrungen über die Perspektiven, Chancen und Grenzen des schulischen Lernens mit privaten, mobilen Geräten auszutauschen und erste Einschätzungen zu wagen, welche pädagogischen, technischen, organisatorischen, didaktischen und rechtlichen Konsequenzen diese Entwicklungen für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien in der Schule haben.
Wir wünschen uns daher neben wissenschaftlich fundierten Beiträgen auch Beiträge, die auf der Basis praktischer und praxisnaher Erfahrungen über absehbare und mögliche Konsequenzen der skizzierten Entwicklungen berichten.
2 Themenschwerpunkte
2.1 Medienausstattung und -nutzung Jugendlicher
Kinder und Jugendliche sind insgesamt gut bis sehr gut mit digitalen Endgeräten ausgestattet. Zu fragen ist aber, ob diese gute Ausstattung auch alle sozialen Gruppen betrifft oder ob es etwa schicht- oder bildungsabhängige Unterschiede gibt. Auch kann hier der Frage nachgegangen werden, in wie weit Jugendliche bereit und / oder in der Lage sind, die privat vorhandene Ausstattung auch in formalen Bildungskontexten der Schule zu nutzen.
2.2 Chancen und Herausforderungen heterogener Umgebungen
Die Nutzung privater Hardware in Schule wirft eine Reihe von Fragen auf, die im Workshop diskutiert werden können: Wie können verschiedene, private Endgeräte sicher in eine schulische Infrastruktur eingebunden werden? Welche Konsequenzen haben unterschiedliche Geräte, Betriebssysteme und Programme für die Gestaltung eines medienbasierten Unterrichts? Wie kann in heterogenen Umgebungen Support geleistet werden, bzw. wie kann Schule davon entlastet werden? Welche rechtlichen Implikationen sind mit der Nutzung privater Hardware verbunden?
2.3 Private Hardware in der Schule - Konsequenzen für digitale Schulbücher und Bildungs-Apps
In heterogenen Umgebungen müssen auch inhaltliche Angebote so gestaltet sein, dass sie unabhängig von Geräten und Betriebsystemen genutzt werden können. Welche Mindeststandards sind daher für digitale Schulbücher und Bildungs-Apps erforderlich? Welche Konsequenzen hat dies auch für die didaktische Konzeption der Angebote?
2.4 Überall verfügbar - Die Cloud in der Schule
Müssen Schulen oder Schulträger in Zukunft noch umfangreiche Serverlösungen für den schulischen IT-Betrieb betreiben oder sind diese zukünftig zu Gunsten so genannter Cloud-Lösungen verzichtbar? Welche Vor- und Nachteile gehen damit einher und wie müssen Cloud-Lösungen gestaltet sein, damit sie an Schulen einsetzbar sind?
3 Einreichung von Beiträgen
Beiträge können in Form von Aufsätzen (ca. 8 Seiten ) eingereicht werden. Ausgewählte Beiträge werden im Workshop-Band der Tagung veröffentlicht. Beiträge im LNI-Format sind bis zum 18.06.2012 einzureichen bei richard.heinen@uni-due.de.
Praxisberichte können in Form von einseitigen Abstracts eingereicht werden. Sie werden als Kurzreferate in den Workshop eingebracht. Abstracts sind bis zum 18.06.2012 einzureichen bei richard.heinen@uni-due.de.
Die Auswahl der Beiträge erfolgt bis zum 10.07.2012.
Die Endfassung der Beiträge muss für die Veröffentlichung im Online-Tagungsband mit ISSN-Nummer bis zum 15.07.2012 vorliegen
Gesendet von B. E. Stolpmann
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Vor zwei Wochen nahmen acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ifib an einer hausinternen ITIL-Vorbereitung teil. Ziel war die Zertifikatsprüfung ITIL v3 Foundation abzulegen. Einen ganzen Tag lang wurden ITIL-Prozesse, Begriffe und Zusammenhänge erklärt und aufgefrischt. Dem Lernen im Team folgten eine individuelle Vorbereitungsphase und schließlich die Prüfung am 5.3.2012 abgenommen von der ITSM Consulting AG. Die Zeit des Wartens auf die Ergebnisse war gestern nun vorbei, und wir können vermelden, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Hürden des Multiple-Choice-Tests mit Bravour genommen haben. Herzlichen Glückwunsch und viele ITIL-konforme Prozesse für die zukünftigen Projekte wünschen wir den nunmehr zertifizierten Kolleginnen und Kollegen.
Gesendet von Emese Stauke
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Am 29. November 2011 fand die vom ifib in Zusammenarbeit mit dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) organisierte bundesweite Tagung IT-Innovationswerkstatt für Schulträger in Karlsruhe statt. An der Veranstaltung haben ca. 140 Entscheidungsträger aus dem öffentlichen Bereich, vor allem aus den Schulverwaltungen, teilgenommen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf Zukunftsthemen, die in den nächsten Jahren auf Schulträger zukommen und die IT-Systemlandschaft sowie die dazugehörigen IT-Services verändern werden. So befassten sich die Referentinnen und Referenten mit Themen zur Integration von Smartphones und Tablets in die IT-Infrastrukturen der Schulen, mit Cloudlösungen oder dem Mehrwert der IT für Lehrkräfte.
Wie viel IT-Infrastruktur braucht eine Schule überhaupt und welche Herausforderung stellt der Medienwandel für Betrieb und Support? Das waren zentrale Fragen, für die Antworten und Lösungsansätze aufgezeigt wurden.
Im Verlauf der Veranstaltung hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zudem die Gelegenheit, sich mit anderen Schulträgern, Landesinitiativen und Anbietern auszutauschen.
Die Beiträge der Referentinnen und Referenten bietet das LMZ zum Download an:
http://www.support-netz.de/newsletter-artikel/it-innovationswerkstatt.html
Gesendet von B. E. Stolpmann
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Der erfolgreiche Einsatz von Informationstechnik erfordert die angemessene Berücksichtigung jeweils spezifischer sozialer, politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen im Anwendungsfeld. Doch noch immer scheitern IT-Projekte auch an einer Verkürzung auf technische Sachverhalte. Die Beiträge in vorliegendem Sammelband setzen sich mit unterschiedlichen Varianten solcher Organisationslücken die Bezeichnung geht auf Arbeiten von Herbert Kubicek zurück auseinander.
Aus Anlass des Wechsels in der Leitung des ifib haben Andreas Breiter und Martin Wind einen aktuellen Sammelband mit zahlreichen Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis zu den sozialen, politischen und rechtlichen Dimensionen des IT-Einsatzes zusammengestellt.
Aus dem Inhalt:
Erscheinungsformen der Organisationslücke: Perspektiven auf die Einbettung der Informationstechnik
Martin Wind & Andreas Breiter
Teil I
Organisationen und ihre IT
Treffpunkt Kooperationsplattform
Ralf Armbruster & Reinhard Jonas
Von freien Informationen und transparenten Organisationen
Claas Hanken
Die Organisatorische Brücke Ein Ansatz zur Bewältigung or-ganisatorischer Lücken in IT-Projekten am Beispiel des Elektronischen Gerichts- und Verwaltungspostfachs
Stephan Klein & Jan Windheuser
Organisation der IT-Unterstützung schulischer Bildungsprozesse dargestellt am Beispiel eines großen Schulträgers
Horst Tahetl-Matheis
Web 2.0-Technologien und Organisationsarbeit: wird die Lücke größer?
Marianne Wulff
Teil II
Politische Initiativen und ihre Umsetzung
Anschluss oder Ausschluss?
Jutta Croll
Medien- und IT-Management in Schulen am Scheideweg
Rudolf Peschke
eLearning: Vision und Wirklichkeit.
Ulrich Schmid
Teil III
Die Rolle der Wissenschaft für die Praxis
Was hat die Wissenschaft für E-Government getan?
Martin Hagen
Hypothesengeleitete Technikgestaltung als Grundlage einer kontextuellen Informatik
Reinhard Keil
Informationstechnik, Beratung und Innovation
Alfred Kieser
Learning Communities und Praktiksonden als Instrumente der Analyse und Entwicklung IndustrieweiterInformationsinfrastrukturen
Kai Reimers
Über das Bauen von Brücken und das Füllen von Lücken
Arno Rolf
Pilotierungsforschung
Gerhard Schwabe
Teil IV
Die Organisationslücke und der Datenschutz
Zukunftsfähiges Datenschutzrecht für Deutschland und Europa
Alexander Roßnagel
Informationstechnik und Privacy by Design: Eine Win-Win-Situation
Peter Schaar
Datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit Anspruch und Wirklichkeit
Thilo Weigert
Verlagsinformationen und Bestellmöglichkeit
Gesendet von M. Wind
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