Das ifib veranstaltet gemeinsam mit dem IT Service Management Forum Deutschland e.V. (itSMF) im Rahmen des Forum für ITSM in der öffentlichen Verwaltung (FIT-ÖV) am
23. September 2010
im
Haus der Wissenschaft in Bremen
eine eintägige Fachveranstaltung zum Thema „IT Service Management für Schulträger und Bildungsorganisationen aus dem öffentlichen Bereich“.
In verschiedenen Fachvorträgen wird Ihnen sowohl aus Sicht von Praxis und Forschung durch
• die Landeshauptstadt München,
• die Senatorin für Bildung und Wissenschaft Bremen,
• die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin und
• die Universität Bremen (ifib),
als auch aus Sicht von Expert/innen von verschiedenen Hersteller-, Beratungs- und Serviceorganisationen wie
• dem Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO),
• dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg,
• der Univention GmbH und
• der ITSM Consulting GmbH,
der Stellenwert und die Herausforderungen des IT Service Managements für Schulträger und Bildungsorganisationen dargestellt und diese Ansätze mit Ihnen diskutiert. Erfolgversprechende Lösungsansätze von Herstellern können Sie neben den Fachvorträgen auch in Gesprächen an den Ständen der begleitenden Fachausstellung vertiefen. Darüber hinaus bietet das Format genügend Raum, um mit Vertreter/innen von anderen Schulträgern und Bildungsorganisationen ins Gespräch zu kommen.
Die Veranstaltung ist für Mitarbeiter/innen aus Einrichtungen der Öffentlichen Verwaltung kostenfrei.
Details zur Veranstaltung, zum Programm und Anmeldung finden Sie unter http://www.fit-oev.de/bremen.html.
Wir würden uns freuen, Sie am 23.09.2010 in Bremen begrüßen zu können.
Auf Basis eines Senatsbeschlusses aus dem Jahr 2009 sollen die Büroarbeitsplätze der bremischen Verwaltung mit einem standardisierten Verwaltungs-PC ausgestattet werden.
Am 12. März 2010 wurde zur Umsetzung dieses Vorhabens ein Pilotprojekt mit drei senatorischen Behörden, dem IT-Dienstleister Dataport und dem ifib gestartet. Zunächst sollen mit drei Pilotbehörden die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen für die Umstellung auf den Verwaltungs-PC festgestellt und Migrationskonzepte erarbeitet werden. Auf Grundlage dieser Konzepte will die Freie Hansestadt Bremen eine Entscheidung über die Umsetzung der Migration in den Pilotbehörden sowie die Übertragbarkeit auf die mehr als 8.000 Verwaltungsarbeitsplätze der bremischen Verwaltung treffen.
Das Institut für Informationsmanagement Bremen war an der vorausgehenden Untersuchung und Konzeptualisierung beteiligt. In der Hauptuntersuchungsphase unterstützt das ifib in erster Linie das Referat ”Zentrales IT-Management und E-Government” bei der Senatorin für Finanzen und begleitet das Projekt wissenschaftlich. Zu den ifib-Arbeitsbereichen zählen hierbei insbesondere Wirtschaftlichkeit, nachhaltige IT-Personalentwicklung und IT-Management.
An der Auftakt-Sitzung des Projektes ("Kickoff") nahmen u. a. die Staatsräte Henning Lühr und Wolfgang Golasowski, die IT-Direktorin Gisela Schwellach, die Dataport-Vorstände Matthias Kammer und Andreas Reichel sowie die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Dr. Imke Sommer teil.
In ihren Vorträgen wurde deutlich, dass die Einsparpotenziale der IT am Arbeitsplatz noch nicht komplett erschlossen sind und durch eine länderübergreifende Zusammenarbeit mit einem gemeinsamen IT-Dienstleister Synergien geschaffen werden können. Ebenso deutlich wurde herausgestellt, dass die Auslagerung von IT-Aufgaben auf einen zentralen Dienstleister umfangreiche Personalentwicklungskonzepte für die IT-Mitarbeiter der bremischen Verwaltung erfordern.
Der standardisierte Verwaltungs-PC Bremen soll auf dem BASIS-Standard (BASIS: Büroarbeitsplatz Standard Infrastruktur Service) der Freien und Hansestadt Hamburg aufbauen. Durch diesen Standard wird eine gemeinsame Ausgangsplattform für die bremische Verwaltung ermöglicht.
Quelle: Bild ifib (ch) / Wappen bremen.de
Mehr zur wissenschaftlichen Begleitung und Unterstützung der Realisierung effizienter E-Government-Dienste in der Freien Hansestadt Bremen durch das ifib:
- Wirtschaftlichkeitsanalyse zu Office-Anwendungen
- Kundenzufriedenheit mit der IT in der Bremer Verwaltung
- E-Rechnung in der Freien Hansestadt Bremen
Bei der Implementation von ITIL-Prozessen liegt in der Praxis die Tücke oft im Detail. Unerlässlicher Erfolgsfaktor ist der Austausch und die Diskussion einzelner Aspekte über die Grenzen der eigenen Organisation hinweg, um von Anderen aus der Praxis zu lernen.
Vor diesem Hintergrund hat das ifib gemeinsam mit der itsm consulting einen Erfahrungsaustausch zwischen dem „Gemeenschappelijk Dienstencentrum ICT (GDI)“ als IT-Dienstleister des niederländischen Justizministeriums und dem „Zentralen IT-Betrieb des niedersächsischen Justizministeriums (ZIB“) sowie Vertretern des niedersächsichen Justizministeriums organisiert. Im Dezember fand ein zweitägiger Besuch des GDI in Zoetermeer, Holland, statt. Ermöglicht wurde dies im Rahmen des Projektes „Erfolgreiche Implementierung von ITIL-Prozessen in der öffentlichen Verwaltung am konkreten Beispiel des Zentralen IT-Betriebs der Niedersächsischen Justiz“.
Am ersten Tag wurden zunächst Vorgehen und Stand der Implementation der einzelnen ITIL-Prozesse beim GDI detailliert besprochen. Die Fallstudie des GDI soll Teil des in Arbeit befindlichen internationalen Vergleichs werden. Anschließend konnten im Rahmen eines Workshops Erfahrungen zur Implementation von ITIL-Prozessen zwischen den niederländischen und deutschen Kollegen ausgetauscht werden. Dabei wurden Aspekte zu Erfolgsfaktoren und Hindernissen aus der eigenen Organisation diskutiert und organisatorische Besonderheiten und Gemeinsamkeiten heraus gearbeitet. Am zweiten Tag konnten die einzelnen Abteilungen des GDI vor Ort besichtigt werden. Hierbei bot sich die Möglichkeit zur intensiven Diskussion spezifischer Themen zwischen den Fachteams.
Der Besuch bot für beide Seiten hilfreiche Themen für die eigene Weiterarbeit. Es soll daher eine Fortsetzung des Erfahrungsaustausches erfolgen. Ein Besuch der holländischen Kollegen beim ZIB ist für das Frühjahr 2010 geplant.
Es tut sich viel in der Öffentlichen Verwaltung: Auf allen Ebenen laufen Projekte, um die meist technologiezentrierte IT-Organisation zunehmend kundenorientiert auszurichten. Ein Erfolgsfaktor ist dabei der Prozess Service Level Management (SLM), der für die systematische Gestaltung und Steuerung von IT-Services verantwortlich ist. Service Level Management erfolgreich einzuführen, erweist sich oft als schwierig und anspruchsvoll. Es gilt, die Anforderungen der Kunden (Bund, Länder, Kommunen) in Dienstleistungsprodukte der IT-Organisation umzusetzen, die Services zu planen, verbindlich zu vereinbaren und laufend zu überwachen.
Der itSMF e.V. hat unter Mitwirkung des ifib das Buch “Service Level Management in der Öffentlichen Verwaltung. Diagnose, Planung, Umsetzung” mit dem Ziel herausgegeben, IT-Verantwortlichen in der ÖV die Ideen des SLM-Konzepts zu vermitteln und nützliche Hinweise für ein funktionierendes Service Level Management zu liefern. Überdies bieten ausführliche Checklisten die Möglichkeit, den individuellen Ist-Zustand im Bereich SLM selbst zu ermitteln. 84 gezielte Fragen schärfen dabei das Verständnis für SLM und geben Impulse für die Umsetzung oder Optimierung.
Quelle: Symposion
Weitere Informationen und eine Bestellmöglichkeit finden Sie auf den Webseiten des Symposion Verlags.
Prof. Dr. Andreas Breiter hat auf der Tagung Campus Innovation in Hamburg (http://www.mmkh.de) zum Thema “IT Service Management in Hochschulen im Spannungsfeld zwischen Zentrale und Dezentrale” aktuelle Forschungsergebnisse aus verschiedenen Fallstudien an Universitäten in Deutschland und dem Ausland vorgetragen. Dabei stand die Frage im Vordergrund, wie die IT-Dienstleister in den Hochschulen mit den aktuellen technologischen Herausforderungen und organisatorischen Veränderungen umgehen. Wie kann eine hohe Dienstleistungsqualität und der damit verbundene Kundennutzen bei einer heterogenen Landschaft zwischen dezentraler forschungsnaher IT-Versorgung und zentraler Basisversorgung für Lehre und Verwaltung realisiert werden? Welche Steuerungsinstrumente stehen den IT-Dienstleistern zur Abstimmung zwischen Kunden und Endnutzer/innen zur Verfügung? Der Vortrag beleuchtete intensiv die Möglichkeiten, die in der Nutzung von Servicevereinbarungen für die Abstimmung zwischen erwarteten und zu erbringenden Leistungen liegen. Dabei wurde deutlich herausgestellt, dass der Weg zu fest vereinbarten, sogenannten Service Level Agreements nur über die schrittweise Identifikation von Services in einem Servicekatalog, ihre Definition und der damit verbundenen Leistungsbreite und -tiefe führen kann. An Fallbeispielen wurde abschließend illustriert, welche Ausprägungen von IT-Dienstleistern an Hochschulen zu finden sind.
Die Folien dazu.
Gesendet von Norbert Hayduk
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