Auf dem Medientag des Pädagogischen Instituts in München am 23.5.2012 wurden meine Thesen vom Medienzentrismus der Medienpädagog/innen kontrovers diskutiert. Dabei beteiligten sich viele Lehrkräfte daran, die einerseits mehr Autonomie bezüglich der IT-Infrastruktur (und Beschaffung) forderten, andererseits sich aber lieber auf ihre eigentliche Aufgabe, dem Unterricht, konzentrieren würden. Mit dem Aufkommen von "Bring Your Own Device" und Clouds, so ein gern gehörtes Argument, seien zentrale Angebote von (städtischen) IT-Dienstleistern nicht mehr angemessen. Stattdessen sollten sich die Schulen kümmern. In der Diskussion wurde aber deutlich, dass sich dann die Last des Betriebs und des Umgangs mit heterogener Infrastruktur jeder einzelnen Schülerin auf die Schulen verlagern würde - und nur sehr wenige (zumeist berufliche) Schulen dazu überhaupt in der Lage wären. Eing war man sich am Ende der Veranstaltung, dass es einen neuen Anlauf hinsichtlich einer strategischen Ausrichtung in der Stadt München geben müsse, die nicht von den Medien und Technologie, sondern von den pädagogischen Bedürfnissen in enger Abstimmung mit den Schulen ausgehen muss - so wie es Ende der 1990er mit der Einführung der Pädagogischen Technologieplanung erfolgreich gelungen ist. Wir sind gespannt, wie sich die einstige Vorzeigestadt der schulischen Medienentwicklung weiter positioniert.
Gesendet von Andreas Breiter
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Am 18.01.2012 wurde im Rahmen einer Auftaktveranstaltung die Internetseite zur Bürger-Online-Befragung zur Klimastadt unter Bremerhaven.de freigeschaltet. Bis zum 17.04.2012 konnten die Einwohner Bremerhavens ihre Ideen zur Klimastadt in einem Online-Forum kundtun und die hierzu gesammelten Anregungen bewerten.
In den sechs Wochen der Ideenfindung gingen 264 Vorschläge ein, die insgesamt 202 mal kommentiert wurden. Das Umweltschutzamt Bremerhaven bündelte Vorschläge und Kommentare und formulierte daraus bewertbare Aussagen zu Erwartungen, die an eine Klimastadt gerichtet werden. Die Bewertungen wurden für eine Präsentation der Ergebnisse der Online-Umfrage aufbereitet und werden am
22.05.2012
in der Hochschule Bremerhaven,
Karlsburg, Haus T, Veranstaltungssaal
um 18:00 bis 20:00 Uhr
der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieser, aus den Vorschlägen und Schwerpunktsetzungen am Klimaschutz interessierter Bürger/-innen hervorgegangene Maßnahmenkatalog, wird die bereits verfügbaren Programme zur kommunalen Klimapolitik ergänzen. Er soll den kommunalen Politikern als konkrete Entscheidungshilfe auf dem Weg zur Klimastadt dienen. Aus diesem Grund freuen wir uns, Ihnen die Teilnahme für die Umsetzung des Klimaschutzes in Bremerhaven verantwortlicher Kommunalpolitiker ankündigen zu können, die an diesem Abend, moderiert von Herrn Heigenmooser in einen Diskurs mit Ihnen treten wollen.
Programm:
Anmoderation: Herr Heigenmooser
Begrüßung: Anke Krein, Umweltdezernentin Bremerhaven
Sachstand des Projektes: Prof. Dr. Herbert Kubicek, ifib Bremen
Vorstellung der Auswertung und des Maßnahmenkataloges: Till Scherzinger, Andreas Feddern, Umweltschutzamt
Erörterung mit Kommunalpolitikern - Moderation Herr Heigenmooser
Gesendet von R. Cimander
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Jedes Jahr im Sommer führt der ADFC gemeinsam mit der AOK den Wettbewerb „Mit dem Rad zur Arbeit“ durch. „Das Ziel der Aktion ist es, durch mehr Bewegung im Alltag das Krankheitsrisiko zu minimieren und das Wohlbefinden aktiv zu stärken.“ (https://www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de/bremen-bremerhaven/aktion.php)
Teilnehmen kann jeder, der in diesem Zeitraum an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit fährt. Im ifib /ifib-consult haben sich dieses Jahr fünf Teams aus jeweils drei Leuten gebildet, das bedeutet fast die Hälfte aller Mitarbeiter/innen nimmt teil. Besonders vorbildlich: Die Geschäftsleitung schwingt sich geschlossen aufs Rad.
Als kleinen Anreiz verlost die Initiative unter allen Teilnehmern attraktive Gewinne. Sehr praktisch ist auch der Co2- und Kalorienrechner (https://www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de/bremen-bremerhaven/co2rechner.php), der uns gleich berechnet, wieviel CO2 wir einsparen und wie viele Kalorien wir verbrennen.
Noch paar Zahlen der Aktion aus dem letzten Jahr:
Also rauf aus Rad und losgestrampelt!
Gesendet von Nicole Büsching
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Mehr Demokratie durch IT - Herbert Kubicek und Martin Hagen erhalten Preis der Integrata Stiftung für die (Weiter)Entwicklung des Bremer IFG-Registers
Am vergangenen Freitag war es soweit: Ich durfte in Berlin auf dem Integrata Kongress den schon im Februar von einer Jury vergebenen Wolfgang-Heilmann Preis vom namensgebenden Stifter in Form einer Urkunde und eines Schecks entgegennehmen.
Der seit 1999 jährlich von der Integrata Stiftung in Tübingen vergebene Preis stand in diesem Jahr unter dem Motto „Mehr Demokratie durch IT“. In seiner Laudatio würdigte der inzwischen 82-jährige Wolfgang Heilmann das Bremer Informationsregister und meinen kontinuierlichen Einsatz für die Steigerung der Transparenz der öffentlichen Verwaltung durch die Nutzung des Internets in Kooperation mit dem Referat für zentrales IT-Management und E-Government bei der Senatorin für Finanzen, das von Martin Hagen geleitet wird. Der insgesamt mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde in diesem Jahr auf zwei Preisträger aufgeteilt. Der andere Preisträger ist Abgeordnetenwatch.de.> http://www.abgeordnetenwatch.de/< Zusätzlich wurde ein Sonderpreis für ein demokratieförderndes Produkt vergeben. Ihn erhielt die Firma eOpinio für ihre Module für kommunale Bürgerbeteiligung (eRathaus) >http://www.eopinio.com/buergerbeteiligung<.
Die Jury befand, dass das Register amtlicher Informationen des Landes Bremen den Beitrag der IT für mehr Demokratie besonders gut verdeutlicht, weil es die in anderen Bundesländern und auf Bundesebene bestehenden Zugangsprobleme deutlich verringert. Dort müssen Anträge auf Zugang an die Behörde gerichtet werden, die über die begehrten Informationen verfügt. Die wenigsten Bürgerinnen und Bürger haben ein entsprechendes Vorwissen. Um das zu ändern, hat das Bremische Informationsfreiheitsgesetz erstmals ein zentrales Informationsfreiheitsregister vorgeschrieben. Ich konnte diese Idee 2003 in einen damals von Andreas Bovenschulte und Imke Sommer erarbeiteten Entwurf für ein Bremisches Informationsfreiheitsgesetz einbringen. Aufbauend auf einer Verschlagwortung der zu veröffentlichenden Dokumente kann dieses Register wie ein elektronischer Bibliothekskatalog das Auffinden der nach wie vor bei den einzelnen Behörden verbleibenden Dokumente erleichtern. Es dauerte drei Jahre bis das Brem. IFG verabschiedet wurde und noch einmal fast zwei Jahre bis das Register aufgebaut und bei www.bremen.de in Betrieb gehen konnte.
Zur Zeit sind dort etwas mehr als 4.000 Dokumente registriert. Das ist schon ganz gut, bezogen auf die Menge der nach dem Gesetz zu veröffentlichenden Informationen, aber doch nur ein geringer Anteil. Daher müssen die Bemühungen fortgesetzt werden. Zum einen gilt es, die einzelnen Dienststellen dazu zu bewegen, die Dokumente, die sie auf ihren eigenen Web-Seiten bereitstellen, auch in das Register einzutragen und sicherzustellen, dass die nach anderen Gesetzen zu veröffentlichenden Dokumente ebenfalls eingetragen werden. Dazu müssen einheitliche Metadaten für die nach verschiedenen Gesetzen zu veröffentlichenden Dokumente festgelegt werden. Zum anderen müssen die aktuellen Bemühungen um mehr Transparenz durch offene (Roh-)Daten, wie sie mit dem Wettbewerb Apps4Bremen begonnen wurden, mit einbezogen werden, so dass letztlich ein integriertes Register für amtliche Informationen und Daten entsteht. Daran wird in den nächsten Monaten gemeinsam gearbeitet.
Ich habe bei der Darstellung der bisherigen Entwicklung und der geplanten nächsten Schritte ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dies nicht das Ergebnis der Arbeiten von Martin Hagen und mir ist, sondern dass im Lauf der Zeit, eine ganze Reihe von Personen, zu diesem Erfolg beigetragen haben. Vor dem zu 95% aus Männern bestehenden Publikum konnte ich es mir nicht verkneifen darauf hinzuweisen, dass beim konkreten Aufbau des Registers auf der Seite der Senatorin für Finanzen vier Frauen tätig waren.

Das Preisgeld von 5.000 Euro wird in die Finanzierung der skizzierten nächsten Schritte einfließen.

Gesendet von Herbert Kubicek
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Auf der 7. Ländertagung Bildungsberichterstattung in Hamburg beim Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) habe ich die versammelten Ländervertreter/innen mit meinem Vortrag zu Open Government Data und die Zukunft der Bildungsberichte zumindest kurzzeitig in Aufregung gebracht. Nicht nur die gesetzlichen Regelungen der Informationsfreiheitsgesetze in einigen Bundesländern, sondern insbesondere die gesellschaftliche Entwicklung hin zu mehr Transparenz auch in Bezug auf Verwaltung und Ministerien machen einen Wandel beim Bildungsmonitoring unumgänglich. 360 Seiten deskriptive Daten auf Papier zu allen Bildungsbereichen (oftmals entlang der Struktur des Bundesbildungsberichts) sind zwar interessant für sehr ausgewählte Zielgruppen, aber kaum verständlich für ein breites Publikum. Alle Bildungsberichte werden als PDFs online gestellt, zum Teil mit aufwändigen Tabellenbänden als Begleitmaterial. Im Sinne der Open-Government-Data Idee ist das aber nicht. Es fehlen Rohdaten, eine angemessene Erschließung oder auch die zeitnahe Bereitstellung. Der Tenor der Diskussion war: "wir müssen da ran, wissen aber nicht wie und haben Angst, Daten zu veröffentlichen, die missbräuchlich genutzt werden könnten".
Wir vom ifib bleiben an dem Thema ganz im Sinne der angewandten Forschung dran.
Gesendet von Andreas Breiter
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