Von der Online-Vergabe von Studienplätzen über die Abwicklung des Mensabetriebs und die Zuweisung von Schulen und Schülern bis zur Nutzung von Computern für die Durchführung von Prüfungsverfahren: die Durchdringung der Bildungsinstitutionen mit Informations- und Kommunikationstechnologien ist bereits weit fortgeschritten.
Vom 5.8. bis 8.8. treffen sich im Haus der Wissenschaft in Bremen internationale Forscherinnen und Forscher sowie Expertinnen und Experten aus Bildungsverwaltungen um über aktuelle Ergebnisse und zukünftige Herausforderungen der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien im Bildungswesen zu diskutieren. Die Beiträge reichen von Schulmanagementsystemen bis zur Hochschulverwaltung und beschäftigen sich mit der Frage, welche Bedeutung der Prozess der Mediatisierung für die Planung und Steuerung von Bildungsinstitutionen haben wird. Hierbei kommen Themen wie Datenschutz und Informationssicherheit ebenso zur Sprache wie Architekturmodelle für die Informationssysteme sowie länderbezogene Unterschiede im Management von Bildungsorganisationen.
Die Expertinnen und Experten kommen aus den USA, den Niederlanden, aus Polen, Australien, Norwegen, der Türkei und Deutschland. Veranstalter ist die Arbeitsgruppe "IT in Educational Management" der "International Federation of Information Processing (IFIP)", einer Unterorganisation der UNESCO, die sich der Verbreitung von Erkenntnissen aus Forschung und Praxis über die Informatik widmet. Lokaler Organisator ist die Arbeitsgruppe Informationsmanagement im Fachbereich Mathematik und Informatik der Universität Bremen zusammen mit dem Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH (ifib).
Weitere Informationen zur ITEM 2012 finden Sie hier.
Gesendet von Andreas Breiter
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Die zweite Juli-Woche stand für fünf Kolleginnen und Kollegen von ifib und ifib consult ganz im Zeichen von PRINCE2.
Fünf Tage lang haben wir uns ausschließlich und dementsprechend intensiv mit der Systematik dieses Frameworks für Projektmanagement beschäftigt. Am Mittwoch stand die erste Prüfung für das Foundation-Zertifikat an, am Freitag folgte die zweieinhalbstündige Practitioner-Prüfung. Dass wir die erste Hürde übersprungen hatten, wussten wir schon etwas länger. Heute folgte dann endlich die beruhigende Nachricht: Wir waren auch alle bei der Zertifizierung zum Practitioner erfolgreich. Den Vorsatz, unsere jahrelange Erfahrung im Projektmanagement nun auch mit einer entsprechenden Zertifizierung zum Ausdruck zu bringen, konnten wir somit erfolgreich in die Tat umsetzen. Puh!
PRINCE steht für "Projects in Controlled Environments" und wurde als Standardmethode für Projektmanagement in der britischen Verwaltung entwickelt. Heute wird PRINCE2 weltweit vor allem im Unternehmensbereich genutzt. Die Methode lässt sich selbstverständlich auch in unseren Projekten im öffentlichen Sektor gut umsetzen - dort kommt sie schließlich her.
Für die engagierte und erfolgreiche Schulung danken wir unserem ehemaligen Kollegen Arne Fischer, heute Berater bei der ITSM Consulting AG, Unsere PRINCE2-Zertifizierung wurde von APMG-International abgenommen.
Gesendet von Martin Wind
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Am 10. Juli habe ich im Rahmen des vom Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO) veranstalteten Infotages “Verlässliche IT-Infrastruktur für Schulen und Schulträger” einen Vortrag zur Frage gehalten, wohin sich die Schul-IT vor dem Hintergrund der wachsenden Relevanz von mobiler Endgeräte sowie Cloud Computing bewegt. Die zentrale Botschaft ist klar, pädagogische Herausforderungen lassen sich nicht durch Technikeinsatz lösen und die pädagogischen Anforderungen der Schulen müssen die Richtschnur der Weiterentwicklung schulischer IT-Infrastrukturen sein. Das können Schulträger aber nicht alleine bewältigen und brauchen dafür Unterstützung von verschiedenen Seiten.
Ansonsten wurde auch anhand der anderen Vorträge deutlich, dass wir bezüglich der Frage, wie sich verschiedenste mobile Endgeräte sinnvoll in schulische IT-Infrastrukturen integrieren lassen (BYOD, bring your own device) noch ganz am Anfang stehen. Weitgehende Einigkeit bezüglich der Weiterentwicklung der bestehenden IT-Infrastrukturen herrschte zumindest bezüglich der stärkeren Zentralisierung der Infrastruktur, um den Einsatz der digitalen Medien in der Schule zuverlässiger zu machen und gleichzeitig Wartungs- und Instandhaltungsaufwendungen zu reduzieren. Wie immer steckt natürlich auch hier der Teufel im Detail und es warten noch viele Herausforderungen auf alle Beteiligten im Zuge der weiteren Entwicklung der schulischen Medienintegration. In diesem Kontext sei auch noch mal der Beitrag meines Kollegen Björn Eric Stolpmanns zum Thema zum Lesen empfohlen.
Gesendet von Stefan Welling
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Im Rahmen der BMBF-Förderinitiative „Kompetenzmodellierung und -erfassung im Hochschulsektor“ hat das ifib zusammen mit unseren Partnern von den Universitäten Paderborn und Bochum sowie vom DIPF in Frankfurt ein Teilprojekt zur Messung und Modellierung von medienpädagogischer Kompetenz (M3K) gestartet.
Auf dem Auftaktworkshop am 5. und 6.7. in Mainz konnte ich die Gelegenheit nutzen, den inhaltlichen Austausch im eigenen Projekt, vor allem aber mit den anderen geförderten 22 Projekten zu pflegen. Dabei wurde einerseits deutlich, dass Unterschiede im Verständnis von Kompetenzen, in der Vorstrukturierung des Fachgebietes und bei den methodologischen Ansätzen bestehen. Andererseits erfreuten wir uns in der Diskussion an zahlreichen Gemeinsamkeiten. So wurde deutlich, dass es eine erfreulich friedliche Koexistenz von qualitativen und quantiativen Methoden gibt und auch die Messung in Bezug auf Validität und Reliabilität ambivalent bewertet wird.
Ein weiteres heißes Thema war die Bedeutung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) für die Projekte der Förderinitiative. Hier stellte Prof. Anand Pant vom IQB sehr deutlich heraus, dass es nicht nur einen begrifflichen Unterschied zwischen Qualifikation und Kompetenz gibt und verdeutlicht diese Diskrepanzen an den Bildungsstandards. Ich bin aber sicher, dass uns dies hochschulpolitisch noch häufiger begegnen wird - angedacht ist die Festlegung der Niveaus auch in den Hochschulzertifikaten, um später eine gegenseitige Anerkennung zu ermöglichen. Warten wir's ab!
Gesendet von Andreas Breiter
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Unter dem Titel „Chancen und Risiken von Cloud Computing für die Schul-IT“ haben wir gemeinsam mit den vier hessischen Schulträgern Wetteraukreis, Kreis Bergstraße, Kreis Groß-Gerau und der Stadt Frankfurt sowie dem Amt für Lehrerbildung (AfL) und dem Hessischen Kultusministerium Experten zu unterschiedlichen Themenblöcken eingeladen, um die künftige Weiterentwicklung von schulischen IT-Infrastrukturen durch die Nutzung von Cloud-Technologien zu diskutieren.
In der zweitägigen Veranstaltung ging es zunächst um rechtliche Grundlagenthemen wie Datenschutz und Urheberrecht in der Schul-Cloud. Anschließend wurde aus Cloud-Projekten in den Bereichen Infrastruktur und Standardisierung (CLOUDCYCLE und Logineo) berichtet und das Bündnis für Bildung als bundesweiter Zusammenschluss von Herstellern, Contentanbietern und Kommunen hat seine Bestrebungen für den Aufbau einer einheitlichen Referenzarchitektur vorgestellt. Es folgten Vorträge von verschiedenen Lernplattformherstellen (itslearning, Webweaver, Hessischer Bildungsserver, moodle und lo-net2). Weiterhin wurde ein erster Ausblick auf die kommenden Digitalen Schulbücher gegeben und Apple und Microsoft stellten ihre Philosophien für das digitale Lehren und Lernen vor. Abschließend präsentierte die Firma Antares die Möglichkeiten seiner Online-Mediendistribution.
Ausgehend von der Vision eines mobilen Lehren und Lernens unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen, besteht künftig ein deutliches Interesse an Unterstützungsmöglichkeiten für beliebige mobile Endgeräte (z.B. Laptops, Tablets und Smartphones), die die Schülerinnen und Schüler dann im Sinne von „Bring Your Own Device“ (BYOD) in die Schule mitbringen können. In der gemeinsamen Diskussion wurde daher unter anderem die Frage diskutiert, ob Cloud-Technologien wirklich zur erhofften Unabhängigkeit auf der Endgeräteseite führen, welche Restriktionen bestehen bleiben oder ob eine Homogenisierung der Endgeräte auch bei BYOD aufrecht erhalten werden sollte.
Die Meinungen hierzu gingen noch auseinander. Auf Seiten der Hersteller wird sowohl über Terminalserver, die Applikationen und Inhalte dann über den Browser auf dem Endgerät verfügbar machen oder auch Stick-basierte Lösungen zur Unterstützung heterogener Endgeräte nachgedacht. In anderen Beiträgen wurden aber zumindest auf Klassenebene auch einheitliche Geräte-Ausstattungen aufgrund thematisch fachlicher Schwerpunkte favorisiert.
Generell wird die Aufhebung von spezifischen Hardwarevoraussetzungen als ein klarer Mehrwert der Cloud angesehen. Unklar blieb, ob der Schulträger dafür auf ein einheitliches System (z.B. eine Lernplattform) für alle seine Schulen setzen sollte oder vielmehr die Integration verschiedener Lösungen mit der „App“ als kleinsten gemeinsamen Nenner für den Zugriff das Ziel sein müsste.
Ganz entscheidend ist, dass die zu entwickelnden Lösungen auf die pädagogischen Anforderungen passen müssen. Die Schulträger können das alleine nicht leisten, so dass eine Abstimmung mit den ministeriellen Einrichtungen des Landes erfolgen muss. Ideal – darin waren sich die Beteiligten einig – wären sogar bundesweite Empfehlungen.
Eines wurde aber auch deutlich: Aufgrund der heterogenen infrastrukturellen Anbindung der Schulen wird eine Adhoc-Cloud nicht ohne Weiteres möglich sein. Die Beiträge zeigten vielmehr, dass Cloud-IT sehr eng mit (hohen) Infrastrukturvoraussetzungen verbunden ist. Von den Schulträgern ist daher jetzt der Einstieg in die Planungen für die nächsten Jahre erforderlich, um eine schrittweise und an die infrastrukturellen Möglichkeiten angepasste Verlagerung von Daten, Inhalten und Anwendungen in die Cloud zu erreichen.
Gesendet von B. E. Stolpmann
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