Am 07.05. fand in Paderborn die zweite Dialogtagung des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projektes „Medienbildung entlang der Bildungskette“ statt. Im Zuge des Vorhabens soll aufgezeigt werden, wie die unterschiedlichen Bildungseinrichtungen in der Bildungskette die Medienerfahrungen junger Menschen besser aufgreifen und in Bildungsprozesse integrieren können. Ich habe dazu in der AG zu Medien in der mittleren und späten Adoleszenz einen kurzen Input zum Zusammenhang von Medienbildung und Berufsorientierung gegeben. Dabei wurde u.a. deutlich, dass Medienbildung im Kontext der Berufsorientierung bisher eher eine nachgeordnete Rolle spielt und großer Bedarf besteht, den Begriff der beruflichen Medienkompetenz weiter zu schärfen, wie wir das u.a. im Projekt „LernenPlus“ versuchen.
Gesendet von Stefan Welling
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Am vergangenen Mittwoch stellten Prof. Dr. Andreas Breiter und Prof. Dr. Stefan Aufenanger die Ergebnisse der neuen LfM-Studie zur Medienintegration in der Grundschule in Nordrhein-Westfalen vor, die das ifib gemeinsam mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz durchführte. Dabei wurde insbesondere deutlich, dass der Stellenwert der Förderung von Medienkompetenz in den Grundschulen zwar deutlich zugenommen hat, diese Arbeit aber punktuell und unsystematisch verläuft. Dies liegt nicht zuletzt an den Rahmenbedingungen: In der Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte findet Medienpädagogik und -bildung bislang unverbindlich statt und variiert zudem stark zwischen den Ausbildungsorten und Fachdidaktiken. Auch hinsichtlich der Ausstattung der Schulen bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Grundschulen. Deutlich wurde auch, dass digitale Medien häufiger in Lehrer- als in Schülerhand den Weg in den Unterricht finden.
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Die Studie basiert auf einem Multi-Methoden-Design aus qualitativen und quantitativen Methoden. Neben einer repräsentativen standardisierten Befragung von fast 1.000 Lehrkräften, wurden vier Gruppeninterviews mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulträger und der Kompetenzteams geführt, relevante Dokumente wie z.B. Lehrpläne und Prüfungsordnungen analysiert sowie sechs Schulfallstudien realisiert.
Im Anschluss an die Präsentation der Ergebnisse fand ein Gespräch mit den Autoren und Frau Mechthild Appelhoff (Bereichsleiterin Medienkompetenz und Bürgermedien, LfM) sowie Herrn Prof. Dr. Markus Köster (Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen) über die Schlussfolgerungen aus der Studie statt. Markus Köster betonte in diesem Zusammenhang u.a. den Stellenwert von Medienkonzepten, die ein bedeutendes Instrument zur systematischen Integration von digitalen Medien in den Grundschulen darstellen.
Die Studie Medienintegration ist in der Schriftenreihe der LfM erschienen und kann über den VISTAS Verlag bestellt werden. Ein Video mit Ausführungen von Andreas Breiter zur Studie findet man hier genauso wie die Präsentation zur Vorstellung.
Andreas Breiter, Stefan Aufenanger, Ines Averbeck, Stefan Welling, Marc Wedjelek: Medienintegration in Grundschulen. Untersuchung zur Förderung von Medienkompetenz und der unterrichtlichen Mediennutzung in Grundschulen sowie ihrer Rahmenbedingungen in Nordrhein-Westfalen. Berlin (Vistas), 2013. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), Band 73, ISBN 978-3-89158-587-0, 22,- Euro
Gesendet von Ines Averbeck
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Am 23. April fand in Hamburg zum 6. Mal die Dataport Hausmesse statt. Über 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den norddeutschen Verwaltungen folgten der Einladung ihres Dienstleisters Dataport und dessen Partnerfirmen, um sich über deren innovative Angebote zu informieren, sich untereinander auszutauschen und an dem interessanten Vortragsprogramm teilzunehmen.
Mit der ifib consult als Partner im E-Government-Rahmenvertrag für Dataport und seine Trägerländer waren wir in diesem Jahr erstmals mit einem eigenen Messestand vertreten, den wir unter das Motto „IT, Medien und Bildung“ gestellt und damit als Schwerpunkt unsere Leistungen und Lösungen im Bildungsbereich präsentiert haben. Kurzfristig war dann auch noch mein Vortrag „Und jeder bringt was mit – wohin entwickelt sich die Schul-IT?“ ins Programm gerutscht, der sich mit den aktuell heftig diskutierten Trends „Bring Your Own Devive (BYOD)“ und „Cloud Computing“ sowie deren Perspektiven für den Schulbereich befasste.

Messestand der ifib consult auf der Dataport Hausmesse
Zentrales Highlight an unserem Stand war der interaktive Multitouch-Tisch. Dieser war ursprünglich von dem studentischen Masterprojekt PrIMA (Priming Information for Medical Association) aus dem Studiengang Digitale Medien an der Universität Bremen unter der Betreuung von Prof. Dr. Andreas Breiter entwickelt worden, um fremdsprachlichen Patienten die Kommunikation mit Ärzten zu erleichtern, indem sie mit Hilfe des Multitouch-Tischs bereits im Wartezimmer lernen können, ihre Schmerzen in einer Fremdsprache zu beschreiben.

Staatsrat Hans-Henning Lühr (rechts) und IT-Direktor Dr. Martin Hagen (links) aus dem Finanzressort der Freien Hansestadt Bremen lassen sich unseren Messestand zeigen
Kurzerhand hatten wir den Multitouch-Tisch für die Messe umprogrammiert, um dort in sechs interaktiven Themenbereichen Ergebnisse aus unseren Projekten im Bildungsbereich zu präsentieren. Der Tisch wurde damit zum Anziehungspunkt unseres Messestandes und schnell zeigten sich viele neue Anwendungsmöglichkeiten. Als dann die Messe mit einem DJ auf der Bühne seinen lockeren Ausklang fand, entwickelte sich auch unserer Tisch mit einem darauf laufenden interaktiven Spiel erneut zum Anziehungspunkt.
Insgesamt war es ein erfolgreicher Messeauftritt mit vielen interessanten alten und neuen Kontakten.
Gesendet von B. E. Stolpmann
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Ende März fand im schönen Bern zum ersten Mal die Fachtagung BPM@ÖV statt. Wie das Kürzel schon verrät, ging es um das Geschäftsprozessmanagement in öffentlichen Verwaltungen. Veranstaltet wurde die Tagung von der Berner Fachhochschule Wirtschaft. Der erste Tag war als wissenschaftliche Konferenz angelegt, wobei das Programm ab mittags auch praxisnahe Präsentationen zu BPM-Projekten aus den Nachbarländern der Schweiz vorsah. Am nächsten Morgen ging es mit dem Anwendertag BPM@ÖV weiter.
Ich durfte an beiden Tagen einen Beitrag leisten. Im Rahmen der Präsentationen aus den Nachbarländern habe ich in meinem Vortrag zwei Projekttypen zur interkommunalen Kooperation beim Geschäftsprozessmanagement mit ihren jeweiligen Vor- udn Nachteilen vorgestellt. Daran anknüpfend habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass beim Einstellen von Prozessmodellen in die gegenwärtig so populären Prozessbibliotheken in der Regel der Kontext der ursprünglichen Modellerstellung verloren geht. Um ein Prozessmodell aber zutreffend zu interpretieren und es für die eigene Weiterarbeit nutzen zu können, muss klar sein, ob es z.B. für die Einführung eines IT-Systems, für das interne Wissensmanagement oder für welchen anderen Zweck auch immer erstellt worden ist. Die Darstellung dieses Kontextes wiederum erzeugt beim Autor Zusatzaufwand, was sich hinderlich auf dessen Motivation auswirken könnte, die eigenen Prozesse einer übergeordneten Bibliothek zur Verfügung zu stellen.
Am zweiten Tagen habe ich mit Norbert Ahrend (Nationale Prozessbibliothek), Marc Schaffroth (eCH) und Michael Breidung (Landeshauptstadt Dresden) an einem halbstündigen Roundtable unter Moderation von Konrad Walser (Berner Fachhochschule) über Einführungsvorgehen und Hindernisse beim Geschäftsprozessmanagement im öffentlichen Sektor diskutiert.
Den Kolleginnen und Kollegen aus Bern sei für zwei informative Tage in angenehmer Atmosphäre gedankt. Der Erfolg der Tagung kommt auch darin zum Ausdruck, dass an der Berner Fachhochschule schon die Folgeveranstaltung im kommenden Jahr, voraussichtlich am 9./10. April, geplant wird.
Gesendet von Martin Wind
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Die Aktivitäten von ifib und ifib consult zur Beratung und Unterstützung von Kommunen beim Geschäftsprozessmanagement gehen in die nächste Runde:
Auch bei unserem Projekt zum Rollout des Dokumentenmanagementsystems in der Bremer Verwaltung spielen Prozesse eine wichtige Rolle. Alles in allem wird deutlich: Auch wenn die Entwicklungen manchmal langsamer vorangehen als gedacht oder erhofftt, so ist das "Denken in Prozessen" und das Bewusssein für Optimierungsnotwendigkeiten inzwischen doch weit fortgeschritten.
Gesendet von Martin Wind
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