Mit Beginn des neuen Jahres nimmt die ifib consult GmbH ihre Tätigkeit auf. Die neu gegründete Gesellschaft ist eine 100%-Tochter des Instituts für Informationsmanagement Bremen (ifib). Mit Dr. Martin Wind und Prof. Dr. Andreas Breiter wurden zwei Mitglieder aus der Institutsleitung der Muttergesellschaft als Geschäftsführer bestellt.
Die ifib consult GmbH unterstützt Verwaltungen, Bildungs und Forschungseinrichtungen sowie Vereine und Verbände beim Einsatz von Informationstechnik und der darauf aufbauenden Optimierung von Geschäftsprozessen. Flankiert wird dieses Angebot durch Beratungsangebote zum Projektmanagement und zur Organisationsentwicklung.
Mit der neuen Gesellschaft können wir das Know-how aus unserer Anwendungsforschung noch besser für qualitativ hochwertige Beratungsangebote nutzen, so Geschäftsführer Dr. Wind. Künftig könnten die Beratungsleistungen zudem offensiver kommuniziert und weiter ausgebaut werden als dies einem Forschungsinstitut möglich sei, so Wind weiter.
Auf der anderen Seite kann sich unser Institut dann wieder stärker neuen Forschungsfragen zuwenden, ergänzt Prof. Breiter. Dabei fühlen wir uns sowohl im ifib als auch in der ifib consult GmbH weiterhin der engen Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis verpflichtet. Die Kunden unserer neuen Tochtergesellschaft können sicher sein, stets am aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik teilhaben zu können.
Gesendet von M. Wind
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Immer mehr Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen setzen digitale Medien im Unterricht und zur Förderung der Medienkompetenz ein. Knapp über die Hälfte (53 Prozent) der rund 1.400 befragten Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen tun dies gelegentlich, d.h. mindestens einmal im Monat. 15 Prozent der Lehrkräfte setzen die digitalen Medien sogar schon mehrmals pro Woche ein, ganz auf ihre Nutzung verzichten nur noch fünf Prozent. Die technischen Rahmenbedingungen sind allerdings stark ausbaufähig. Das sind zentrale Ergebnisse der neuen LfM-Studie “Medienkompetenz in der Schule”, die die Landesanstalt für Medien NRW am 20. November in Essen vorgestellt hat.
Die Lehrkräfte setzen danach die digitalen Medien vor allem zur Vorbereitung und Unterstützung ihres eigenen Unterrichtsvortrags ein oder bedienen sich digitaler Unterrichtsmaterialien. Rund 40 Prozent der befragten Lehrkräfte lassen auch ihre Schülerinnen und Schüler mindestens gelegentlich mit digitalen Medien arbeiten. Art und Umfang des Medieneinsatzes sind jedoch oftmals von persönlichen Vorlieben der Lehrkräfte abhängig. Eine systematische Schulentwicklung unter Berücksichtigung des Medienwandels gibt bisher nur in wenigen Schulen. Leitmedien in der Schule sind nach wie vor die Zeitung und das Fernsehen, die digitalen Medien sind hier aber auf dem Vormarsch. Die überwiegende Mehrheit der Lehrkräfte nimmt eine skeptische Perspektive gegenüber den Medieneinflüssen auf die Schülerinnen und Schüler ein und sieht vor allem Risiken - während die Lehrkräfte ihre eigenen Kompetenzen durchschnittlich als gut einschätzen. “Die Medienintegration wird aus Sicht der Lehrkräfte höchst ambivalent bewertet. So wissen sie zwar über die Potenziale der digitalen Medien Bescheid, ihre Umsetzung in den Unterricht fällt ihnen aufgrund von Zugangsbarrieren und fehlender didaktischer Konzepte aber eher schwer”, stellte Prof. Dr. Andreas Breiter als wissenschaftlicher Leiter der Studie fest.
LfM-Direktor Dr. Jürgen Brautmeier sagte, dass die Studie zeige, dass die Integration der digitalen Medien in den schulischen Alltag noch ausgebaut werden müsse: “Die Verbesserung der technischen Rahmenbedingungen sowie die verstärkte Qualifizierung der Lehrkräfte sind hierfür wesentliche Voraussetzungen.” Die LfM, die in der Lehrerqualifikation seit langem tätig sei, sei bereit, sich in diesem Bereich noch stärker zu engagieren.
Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat bereits vielfältige Aktivitäten zur Förderung von Medienkompetenz im schulischen Kontext entwickelt. So werden in Projekten wie Klicksafe, Internet-ABC oder Auditorix Beratungs- und Informationsangebote wie Lehrerhandbücher, CD-Roms und andere Materialien erstellt, die konkrete didaktische Konzepte für die Umsetzung im Unterricht enthalten.
Auch Dr. Ulrich Heinemann, Abteilungsleiter im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, sieht Handlungsbedarfe: “Wir alle, die wir in Schule organisatorisch und pädagogisch Verantwortung tragen, haben die pädagogischen Chancen der Neuen Medien und deren Relevanz für die Lebenswelt der heutigen Schülerinnen und Schüler noch längst nicht in vollem Umfang erkannt. Damit wir auch auf diesem Feld Medienkompetenzland Nr. 1 werden, werden wir die Fortbildung intensivieren und ich plädiere an die Schulträger, die technischen Rahmenbedingungen an unseren Schulen weiter zu verbessern.”
Die neue LfM-Studie (Durchführung: Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH - ifib - unter Leitung von Prof. Andreas Breiter) listet zentrale Handlungsfelder auf, u.a. den weiteren Ausbau der Lehrerbildung, eine verbesserte Ausstattung mit PC-Infrastruktur und eine stärkere Einbeziehung der Eltern. Bei der Umsetzung dieser Handlungsfelder handele es sich um eine Gemeinschaftsaufgabe von Land und Kommunen, Universitäten und Studienseminaren sowie von Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften, so die Wissenschaftler.
Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden in der LfM-Schriftenreihe Medienforschung publiziert.
Andreas Breiter, Stefan Welling, Björn Eric Stolpmann: Medienkompetenz in der Schule. Integration von Medien in den weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen. Berlin (Vistas) 2010. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), Band 64. ISBN 978-3-89158-539-9, 343 Seiten, 22,-Euro.
Gesendet von C. Hanken
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Web 2.0, Breitband-Internet, elektronische Mediendistribution oder Cloud Computing: Die Ausstattung der Schulen mit Computern, Software und Internetanschlüssen hat mittlerweile einen Umfang erreicht, der großen Unternehmen ähnelt. Die Beschaffung, der Betrieb und die Wartung obliegen den Städten, Kreisen und Gemeinden als Schulträger, die durch die rasante technische Entwicklung vor großen Herausforderungen stehen.
Das ifib hat gemeinsam mit dem IT Service Management Forum Deutschland e.V. (itSMF e.V.) am 23. September 2010 im Haus der Wissenschaft in Bremen einen Fachtag zum Thema IT Service Management für Schulträger und Bildungsorganisationen aus dem öffentlichen Bereich veranstaltet. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Forums für IT Service Management in der öffentlichen Verwaltung (FIT-ÖV) statt.
In verschiedenen Fachvorträgen aus Forschung, Anwendung und Praxis wurden mit den 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern von rund 50 kommunalen Schulträgern sowie aus verschiedenen Serviceorganisationen aus ganz Deutschland der Stellenwert des Einsatzes digitaler Medien im Unterricht und die daraus entstehenden Herausforderungen an das IT Service Management für Schulträger und öffentliche Bildungsorganisationen dargestellt und Lösungsansätze diskutiert.
Die Vorträge der Veranstaltung sind in Kürze im Internet unter der Adresse http://www.fit-oev.de/bremen.html abrufbar.
Gesendet von B. E. Stolpmann
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Das ifib hat zusammen mit dem Duisburger Lehrstuhl für Mediendidaktik und Wissensmanagement und dem Dortmunder Institut für Schulforschung den Workshop “Lerninfrastruktur an Schulen” im Rahmen der DeLFI 2010 durchgeführt. Auf der Grundlage mehrerer Vorträge wurde eine facettenreiches Bild vom aktuellen Stand des Aufbaus digitaler Lerninfrastrukturen an Schulen gezeichnet und Perspektiven für die Weiterentwicklung dieser Infrastrukturen diskutiert. Das ifib wird dieses Thema auch zukünftig weiter bearbeiten.
Gesendet von C. Hanken
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IMKI und ifib erforschen gemeinsam “mediatisierte Welten”.
Dass sich unsere gegenwärtige Kultur und Gesellschaft mit dem aktuellen Medienwandel durch die Digitalisierung nachhaltig wandelt, erleben wir alle täglich. Doch welche Veränderungen sind dies genau? Und wie sind diese zu bewerten? Dies soll im Schwerpunktprogramm “Mediatisierte Welten: Kommunikation im medialen und gesellschaftlichen Wandel” in den kommenden sechs Jahren untersucht werden. Eingerichtet wurde das Programm von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auch auf Anregung des IMKI (Institut für Medien, Kommunikation und Information) der Universität Bremen. An der nun beginnenden Forschung des Schwerpunktprogramms ist die Universität Bremen mit zwei Forschungsprojekten im Gesamtumfang von über 450.000 Euro in den kommenden beiden Jahren beteiligt. Erforscht wird die Veränderung des Gemeinschaftslebens von jungen Erwachsenen mit der Verbreitung von Web 2.0 bzw. Handy und der Wandel der Kommunikation mit digitalen Medien in der Schule.
Das von Prof. Dr. Andreas Hepp (IMKI) geleitete Forschungsprojekt “Mediatisierte Alltagswelten translokaler Vergemeinschaftung” befasst sich damit, wie digital natives ortsübergreifend Gemeinschaft erleben. Als digital natives werden Jugendliche und junge Erwachsene bezeichnet, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind. Ziel des Projekts ist es, deren alltagsweltliche Vernetzung und Gemeinschaftsbildung durch Medien zu untersuchen. Im Mittelpunkt der Forschung steht folgende Frage: Welche neuen Formen von ortsübergreifender Vergemeinschaftung ermöglichen digitale Medien? Und haben die dabei bestehenden Vergemeinschaftungen wie Autorengruppen von Wikipedia, Fangruppen/Followers in Facebook oder Twitter bzw. ähnliche webbasierte Vergemeinschaftungen wirklich das zivilgesellschaftliche Potenzial, das ihnen immer unterstellt wird?
In dem von Prof. Dr. Andreas Breiter am Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) geleiteten Forschungsprojekt “Mediatisierte Organisationswelten in Schulen” geht es um den möglichen Wandel von Schulen zu Netzwerkorganisationen. Mit der zunehmenden Verbreitung digitaler Medien in der Schule sind große Erwartungen verknüpft, die sich bisher aber nur teilweise erfüllt haben. Ziel des Projektes ist es, die Mediatisierungsprozesse in Schulen zu erforschen. Im Vordergrund stehen dabei Fragen, die sich mit den organisatorischen Rahmenbedingungen in der Schule beschäftigen: Wie verändert sich die Schule, wenn das Kollegium, die Schulverwaltung und die Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden zunehmend über digitale Medien organisiert ist? Und welche Chancen und Risiken sind damit verbunden?
Mit den beiden geförderten Projekten wird die seit Jahren erfolgreiche Forschung am Institut für Medien, Kommunikation und Information (IMKI) der Universität Bremen und am Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) zum aktuellen Medien- und Kommunikationswandel fortgeführt. Die Beteiligung an der Einrichtung des Schwerpunktprogramms “Mediatisierte Welten” wie auch die nun erfolgreichen Projekteinwerbungen unterstreichen dabei die Qualität der bisher geleisteten Arbeit.
Gesendet von C. Hanken
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