22.07.2010

Veranstaltungsankündigung: IT Service Management für Schulträger

Das ifib veranstaltet gemeinsam mit dem IT Service Management Forum Deutschland e.V. (itSMF) im Rahmen des Forum für ITSM in der öffentlichen Verwaltung (FIT-ÖV) am

23. September 2010

im

Haus der Wissenschaft in Bremen

eine eintägige Fachveranstaltung zum Thema „IT Service Management für Schulträger und Bildungsorganisationen aus dem öffentlichen Bereich“.

In verschiedenen Fachvorträgen wird Ihnen sowohl aus Sicht von Praxis und Forschung durch
• die Landeshauptstadt München,
• die Senatorin für Bildung und Wissenschaft Bremen,
• die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin und
• die Universität Bremen (ifib),

als auch aus Sicht von Expert/innen von verschiedenen Hersteller-, Beratungs- und Serviceorganisationen wie
• dem Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO),
• dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg,
• der Univention GmbH und
• der ITSM Consulting GmbH,

der Stellenwert und die Herausforderungen des IT Service Managements für Schulträger und Bildungsorganisationen dargestellt und diese Ansätze mit Ihnen diskutiert. Erfolgversprechende Lösungsansätze von Herstellern können Sie neben den Fachvorträgen auch in Gesprächen an den Ständen der begleitenden Fachausstellung vertiefen. Darüber hinaus bietet das Format genügend Raum, um mit Vertreter/innen von anderen Schulträgern und Bildungsorganisationen ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung ist für Mitarbeiter/innen aus Einrichtungen der Öffentlichen Verwaltung kostenfrei.

Details zur Veranstaltung, zum Programm und Anmeldung finden Sie unter http://www.fit-oev.de/bremen.html.

Wir würden uns freuen, Sie am 23.09.2010 in Bremen begrüßen zu können.

03.09.2009

Tablet PCs in Schülerhand

Die Integration von digitalen Medien in den Unterricht verläuft schleppend. Zwar kommt es teilweise schon zu einer Veränderung der unterrichtlichen Lernkultur dahingehend, dass Schülerinnen und Schüler stärker eigenaktiv tätig sind, häufiger zusammenarbeiten und die Lehrkräfte verstärkt individuell beraten und unterstützen. Gleichwohl nutzt nur ein relativ geringer Teil der Lehrkräfte die digitalen Medien regelmäßig im Unterricht und dann vor allem, um etablierte Unterrichtsmethoden zu unterstützen.

Neben vielen inhaltlichen und organisatorischen Problemen wie unterschiedliche unterrichtliche Überzeugungen der Lehrkräfte, unzureichende Aus- und Fortbildungsangebote, fehlende didaktische Konzepte, eingeschränkter technischer und pädagogischer Support oder mangelndes Engagement der Schulleitung wird auch immer noch der unzureichende Zugang zu digitalen Medien in den Schulen als Ursache dafür genannt. Die individuelle Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit mobilen Endgeräten kann dabei Abhilfe schaffen.

Untersuchungen von verschiedenen nationalen und internationalen Laptop-Projekten zeigen, dass sich der Einsatz mobiler Endgeräte positiv auf die Motivation und die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler auswirkt. Die Ergebnisse hinsichtlich der Veränderung des Unterrichts sind in den verschiedenen Projekten jedoch uneinheitlich. Unabhängig davon gibt die zunehmende Verbreitung relativ kostengünstiger Netbooks der individuellen Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit mobilen Endgeräten neuen Auftrieb. Somit besteht nach wie vor erheblicher Forschungsbedarf hinsichtlich der Herausforderungen der Medienintegration im Allgemeinen und zum Einsatz mobiler Endgeräte im Unterricht im Besonderen.

Das ifib hat eine Studie über einen Schulversuch zur Einführung von Tablet PCs an einer gymnasialen Oberstufe durchgeführt. Darin wurden die Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe in der 11. Klasse sowie drei ihrer Lehrkräfte, die die Gruppe in den Fächern Mathematik, Biologie und Geografie unterrichten, Anfang 2008 mit jeweils einem Tablet PC ausgestattet. Das Projekt wurde mit dem Ziel durchgeführt, u.a. mehr darüber zu lernen, wie solche Geräte im Unterricht eingesetzt werden, wie sie die Lern- und Lehrpraxis verändern und welche Konsequenzen das für die Handlungspraxis der Lernenden und Lehrenden hat.

Die Ergebnisse zeigen u.a., dass sich der unterrichtliche Einsatz der digitalen Medien in der Lerngruppe im Vergleich zur restlichen Schülerschaft erheblich intensiviert hat. Der Einsatz des Tablet PCs eröffnet den Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten der Rationalisierung und Flexibilisierung ihrer Lernpraxen. Die Bedeutung einzelner Medienpraxen bemisst sich für die Schülerinnen und Schüler dabei primär anhand deren Nützlichkeit und den damit einhergehenden Rationalisierungseffekten, die in dem Versuch nur von einer kleinen Gruppe primär männlicher Schülerinnen und Schüler realisiert wurden. In dem Projekt wurden auch Widersprüche zwischen der Medienintegration und bestimmten Rahmenbedingungen bzw. Vorgaben des Unterrichts offenbar. Als einschränkend erweisen sich vor allem Beeinträchtigungen der Medienpraxis, die auf fortwährende Medienbrüche innerhalb der Schule zurückzuführen sind. Der konsequente Einsatz des Tablet PCs würde aus Sicht der meisten Schülerinnen und Schüler eine Reorganisation der Lehr- und Lernpraxis erfordern, der Unterricht bietet aber kaum Experimentierräume dafür. Hoher Bewertungsdruck führt zudem an vielen Stellen zu einer konservativen Praxis der Schülerinnen und Schüler, die auf den etablierten Lernpraxen basiert.

Insgesamt wird damit deutlich, dass die Medienintegration eine Gemeinschaftsaufgabe mit offenem Ausgang ist, an der Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte in gleichberechtigter Weise beteiligt werden müssen.

Sie können die Studie als PDF herunterladen icon_pdf.gif border=0

01.07.2009

Runder Tisch Digitale Kultur und Schule

Der Runde Tisch Digitale Kultur und Schule vereint Akteure aus unterschiedlichen Gruppen und Institutionen, die sich primär mit der Frage befassen, wie insbesondere Schulen, Eltern und Freizeiteinrichtungen, sich vorbereiten, um dem Bildungsauftrag unter den veränderten Bedingungen gerecht werden und Medienkompetenz für Lebens- und Arbeitswelt zu fördern. Ziel ist es, Vorschläge, Empfehlungen und Strategien zu erarbeiten, die den gegenwärtigen und zukünftigen Bildungserfordernissen und den beruflichen Anforderungen gerecht werden. Im Zuge seines Engagements im Bereich schulischer Medienbildung beteiligt sich das ifib auch am Runden Tisch Digitale Kultur und Schule. Mehr Informationen unter: http://dimeb.informatik.uni-bremen.de/rundertisch-digitale_kultur_und_schule/

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Foto: David Spender bei flickr unter CC

27.01.2009

Projekt “Medienkompetenz in der Schule”

Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) hat das Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH mit der Durchführung des Forschungsprojektes “Medienkompetenz in der Schule” beauftragt.

Ziel des Projektes ist es, den aktuellen Stand des Einsatzes digitaler Medien als Lehr- und Lernmittel sowie der Medienbildung in weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen zu erheben. Dabei werden sowohl eine repräsentative Befragung von Lehrkräften als auch qualitative Fallstudien in ausgewählten Schulen durchgeführt. Kernfrage des Projektes ist es, die fördernden und hindernden Faktoren für die Nutzung digitaler Medien in der Schule zu identifizieren. Die Ergebnisse sollen ermöglichen, die Medienkompetenzförderung in Schulen zu optimieren und besser an den Bedürfnissen der Schulen, Lehrkräfte und Schüler(innen) auszurichten.

20.06.2008

Was kostet ein PC-Arbeitsplatz in der öffentlichen Verwaltung?

Auf dem KGSt-Forum haben wir ein Spiel daraus gemacht: Standbesucher durften schätzen, was ein Rechnerarbeitsplatz in der öffentlichen Verwaltung monatlich kostet (und konnten dabei unter anderem einen iPod gewinnen). Die Spannbreite der Tipps reichte von 40 bis 10.501 Euro pro Verwaltungs-PC im Monat. Zwei Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer schätzten die Kosten auf weniger als 1.000 Euro/Monat, ein Drittel der Schätzungen lag darüber.
Bedenkt man die Unterschiede, die hinsichtlich der Ausstattung von PC-Arbeitsplätzen vorstellbar sind, kann es hier eine einzige, “richtige” Antwort selbstverständlich nicht geben. Wir haben diese Frage gestellt, um auf die Schwierigkeiten bei der Ermittlung solcher Kosten aufmerksam zu machen.
Untersuchungen aus verschiedenen Bereichen kommen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen:
In einer Studie, die das ifib im Auftrag von Schulen ans Netz e.V. im Jahr 2006 zu den Kosten der pädagogisch genutzten IT-Infrastruktur in Schulen bei vier deutschen Schulträgern durchgeführt hat, wurden für einen Schul-PC monatliche Kosten zwischen 38 und 64 Euro ermittelt. Für die öffentliche Verwaltung gibt es ältere Zahlen, die die KGSt für die IT-Unterstützung eines Büroarbeitsplatzes ermittelt hat und die sich auf 10.200 Euro pro Jahr belaufen (KGSt-Bericht 7/1996). Auch Zahlen von Unternehmensberatungen aus den USA zu den Kosten für einen “Standard Business PC” variieren mit Werten von 6.400 bis hin zu 13.000 $ pro PC und Jahr deutlich in Abhängigkeit von getroffenen Annahmen und verwendeten Berechnungsmodellen.
Personal Computer
(Foto: mwichary bei flickr unter CC)

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