Auf der 9. e-Learning Fachtagung Informatik (DeLFI 2011) in Dresden wurde der Beitrag über „Organisationslücken bei der Implementierung von E-Learning in Schulen“ von Louisa Karbautzki und Andreas Breiter mit dem 2. Platz des Best Paper Award ausgezeichnet.
Es beschreibt eine empirische Studie, in der zentrale Faktoren für den Erfolg oder Misserfolg für die Implementierung von Lernplattformen in Schulen identifiziert wurden. Bei einer Fallstudie wurden Schulleitungen, Lehrkräfte und IT-Beauftragte, die an einem Pilotvorhaben in einer Bildungsregion zur Einführung von Lernplattformen beteiligt waren, befragt. Die Analyse der erhobenen quantitativen und qualitativen Daten beschreibt die Rahmenbedingungen an den beteiligten Schulen und identifiziert konkrete Handlungsfelder für den erfolgreichen Einsatz von Lernplattformen im Unterricht.
Die LOG IN hat die Auszeichnung und damit einhergehende Empfehlung zur Veröffentlichung zum Anlass genommen, ihre neue Rubrik „Aus Wissenschaft & Praxis“ mit einer überarbeiteten Fassung des DeLFI-Beitrags zu eröffnen. Artikel, die in dieser Rubrik Platz finden, zeichnen sich dadurch aus, dass sie „wissenschaftliche Erkenntnisse über die Schulpraxis aufzeigen und zugleich eine eindeutige schul- und unterrichtspraktische Relevanz besitzen.“ (LOG IN Nr. 169/170 (2011), S. 72).
Gesendet von L. Karbautzki
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Die Anfang 2011 geggründete Tochtergesellschaft des Instituts für Informationsmanagement Bremen, die ifib consult GmbH, ist als Subunternehmer am Rahmenvertrag für E-Government-Dienstleistungen für Dataport und seine Trägerländer beteiligt.
Dataport, der gemeinsame IT-Dienstleister der Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen, hatte im Februar 2011 den Rahmenvertrag für die Erbringung von E-Government-Dienstleistungen neu ausgeschrieben. Der Vertrag läuft vom 1.10.2011 bis zum 30.9.2014 und beinhaltet eine Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr. Mit einem Volumen von bis zu 24.000 abrufbaren Personentagen dürfte es sich um einen der größten Rahmenverträge für Dienstleistungen dieser Art in Deutschland handeln.
Aus einem zweistufigen Verfahren ging die CSC Deutschland Solutions GmbH als Sieger hervor. Die ifib consult GmbH ist nun als Subunternehmer in die Bearbeitung des Auftrags eingebunden. Damit können die bisherigen Projektaktivitäten zu E-Government in Bremen und zur Schul-IT in Bremen und Hamburg künftig mit neuer Ausrichtung und in neuer Organisation über den Dataport-Rahmenvertrag fortgesetzt werden.
Weitere Informationen über die Leistungen von CSC, ifib consult und den weiteren Subunternehmern sind auf einem eigens hierzu eingerichteten Informmationsportal des "CSC-Plus-Teams" zu finden.
Gesendet von M. Wind
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Am 29. November 2011 fand die vom ifib in Zusammenarbeit mit dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) organisierte bundesweite Tagung IT-Innovationswerkstatt für Schulträger in Karlsruhe statt. An der Veranstaltung haben ca. 140 Entscheidungsträger aus dem öffentlichen Bereich, vor allem aus den Schulverwaltungen, teilgenommen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf Zukunftsthemen, die in den nächsten Jahren auf Schulträger zukommen und die IT-Systemlandschaft sowie die dazugehörigen IT-Services verändern werden. So befassten sich die Referentinnen und Referenten mit Themen zur Integration von Smartphones und Tablets in die IT-Infrastrukturen der Schulen, mit Cloudlösungen oder dem Mehrwert der IT für Lehrkräfte.
Wie viel IT-Infrastruktur braucht eine Schule überhaupt und welche Herausforderung stellt der Medienwandel für Betrieb und Support? Das waren zentrale Fragen, für die Antworten und Lösungsansätze aufgezeigt wurden.
Im Verlauf der Veranstaltung hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zudem die Gelegenheit, sich mit anderen Schulträgern, Landesinitiativen und Anbietern auszutauschen.
Die Beiträge der Referentinnen und Referenten bietet das LMZ zum Download an:
http://www.support-netz.de/newsletter-artikel/it-innovationswerkstatt.html
Gesendet von B. E. Stolpmann
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Der erfolgreiche Einsatz von Informationstechnik erfordert die angemessene Berücksichtigung jeweils spezifischer sozialer, politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen im Anwendungsfeld. Doch noch immer scheitern IT-Projekte auch an einer Verkürzung auf technische Sachverhalte. Die Beiträge in vorliegendem Sammelband setzen sich mit unterschiedlichen Varianten solcher Organisationslücken die Bezeichnung geht auf Arbeiten von Herbert Kubicek zurück auseinander.
Aus Anlass des Wechsels in der Leitung des ifib haben Andreas Breiter und Martin Wind einen aktuellen Sammelband mit zahlreichen Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis zu den sozialen, politischen und rechtlichen Dimensionen des IT-Einsatzes zusammengestellt.
Aus dem Inhalt:
Erscheinungsformen der Organisationslücke: Perspektiven auf die Einbettung der Informationstechnik
Martin Wind & Andreas Breiter
Teil I
Organisationen und ihre IT
Treffpunkt Kooperationsplattform
Ralf Armbruster & Reinhard Jonas
Von freien Informationen und transparenten Organisationen
Claas Hanken
Die Organisatorische Brücke Ein Ansatz zur Bewältigung or-ganisatorischer Lücken in IT-Projekten am Beispiel des Elektronischen Gerichts- und Verwaltungspostfachs
Stephan Klein & Jan Windheuser
Organisation der IT-Unterstützung schulischer Bildungsprozesse dargestellt am Beispiel eines großen Schulträgers
Horst Tahetl-Matheis
Web 2.0-Technologien und Organisationsarbeit: wird die Lücke größer?
Marianne Wulff
Teil II
Politische Initiativen und ihre Umsetzung
Anschluss oder Ausschluss?
Jutta Croll
Medien- und IT-Management in Schulen am Scheideweg
Rudolf Peschke
eLearning: Vision und Wirklichkeit.
Ulrich Schmid
Teil III
Die Rolle der Wissenschaft für die Praxis
Was hat die Wissenschaft für E-Government getan?
Martin Hagen
Hypothesengeleitete Technikgestaltung als Grundlage einer kontextuellen Informatik
Reinhard Keil
Informationstechnik, Beratung und Innovation
Alfred Kieser
Learning Communities und Praktiksonden als Instrumente der Analyse und Entwicklung IndustrieweiterInformationsinfrastrukturen
Kai Reimers
Über das Bauen von Brücken und das Füllen von Lücken
Arno Rolf
Pilotierungsforschung
Gerhard Schwabe
Teil IV
Die Organisationslücke und der Datenschutz
Zukunftsfähiges Datenschutzrecht für Deutschland und Europa
Alexander Roßnagel
Informationstechnik und Privacy by Design: Eine Win-Win-Situation
Peter Schaar
Datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit Anspruch und Wirklichkeit
Thilo Weigert
Verlagsinformationen und Bestellmöglichkeit
Gesendet von M. Wind
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Der schulische Einsatz der digitalen Medien findet bisher zumindest an den weiterführenden Schulen in Deutschland vor allem an stationären Computern im Computerraum statt. Viele Lehrkräfte sehen diesen begrenzten Zugang als Einschränkung in Hinblick auf Flexibilität und Spontanität für den Medieneinsatz im Fachunterricht. Die Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler mit mobilen Endgeräten (1:1 Computing) könnte diese Probleme lösen. International (vor allem in den USA und in Großbritannien) lassen sich gute Beispiele für eine flächendeckende Ausstattung der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte mit mobilen Endgeräten (z.B. Laptops, Tablet?PCs, Netbooks) finden. In Deutschland bleiben entsprechende Lösungen meist auf Modellversuche mit so genannten Laptop?Klassen beschränkt, deren Anteil noch weit hinter stationären Lösungen zurück bleibt. Die Ausstattung ganzer Schulen geschweige denn aller Schulen einer Kommune scheiterte bislang u.a. an der Frage der Finanzierung. Gerade für Laptops gilt zudem, dass sie häufig zu schwer und zu sperrig sind, um sie in der Schule immer dabei zu haben. Außerdem wirkt sich offensichtlich auch die hohe Relevanz der materiellen Anteile der Handlungspraxis (Lehrkräfte, aber auch die Schülerinnen und Schüler lieben Papier) einschränkend auf die Aneignung mobiler Endgeräte durch Lernende und Lehrende aus. Medienbrüche tun ein weiteres, um deren unterrichtliche Nutzung einzuschränken.
Aktuell boomt jedoch mit den sogenannten Tab(let)s eine neue Geräteklasse, die sich auch in der Schule zunehmender Beliebtheit erfreut. Diese unterscheiden sich von herkömmlichen mobilen Endgeräten dadurch, dass sie ausschließlich über ein berührungssensitives Display verfügen und keine physische Tastatur mehr besitzen. In der Regel sind sie mit stromeffizienten Prozessoren aus dem Smartphone?Bereich ausgerüstet und werden mit einem entsprechend schlanken Betriebssystem (z.B. Googles Android oder Apples iOS) betrieben. Grundlegende Eigenschaften dieser Medien wie vergleichsweise geringes Gewicht und Größe, relativ günstige Anschaffungskosten, lange Akkulaufzeiten und natürlichere Eingabemöglichkeiten per Multitouch-Fingerzeit sowie der Verfügbarkeit einer Vielzahl kostengünstiger Softwareprodukte (sogenannte Apps) und verschiedener internetbasierter Dienste scheinen sie für den unterrichtlichen Einsatz zu empfehlen.
Verschiedene Indikatoren deuten also darauf hin, dass jetzt die nächste Technikwelle auf die Schulen zurollt, die geplant, implementiert sowie gesteuert und evaluiert werden muss, um die damit einhergehenden Versprechungen für die Verbesserung von Lern? und Lehrprozessen auch nur ansatzweise zu realisieren. Dafür sind zum einen verschiedene technisch-organisatorische Herausforderungen zu bewältigen: Geräte, die eigentlich für die private Multimedianutzung konzipiert wurden, müssen in die IT?Infrastrukturen der Schulen integriert werden. Das betrifft u.a. Lösungen für die Installation und Aktualisierung der Apps genauso wie das Zusammenspiel mit Interaktiven Whiteboards (IWBs), Lernmanagementsystemen (LMS) und Systemen für die Mediendistribution. Hier birgt vor allem die eingeschränkte Schnittstellenausstattung der Tablets Probleme. Dies führt zwangsläufig zu einer Verlagerung bzw. den Austausch von (Schüler?)Daten im bzw. über das Internet. Eine rechtliche Bewertung in Hinblick auf den Datenschutz hierzu steht noch aus. Dazu kommen zum anderen die (berufs?)biografischen Orientierungen der Lehrkräfte in Verbindung mit ihren Kompetenzen, die zentralen Anteil daran haben, wie Medien in der Schule eingesetzt werden. Die dabei auftretenden Schwierigkeiten sind nur eingeschränkt an technische Voraussetzungen gebunden.
Letztlich stellt sich auch die Frage der Finanzierung: Eine vollständige 1:1-Ausstattung über die Kommunen scheint auch in diesem Fall illusorisch. Auf der anderen Seite wächst die private Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit solchen Geräten kontinuierlich und es stellt sich die Frage, ob die Geräte bei einem weiteren Preisverfall irgendwann so selbstverständlich werden, wie der Taschenrechner oder das Handy. In diesem Szenario entfällt für die Schulträger dann zwar die Investition in die Gerätehardware. Sie sind auf der anderen Seite aber gefordert, die notwendigen Infrastrukturen und Schnittstellen für die Integration der Tablets in die Medienwelt der Schulen bereitzustellen bzw. die vorhandenen auszubauen und zu betreiben.
Gesendet von B. E. Stolpmann
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