Gestern fand in Berlin die zweite jährliche Open Government D-A-CH-LI Konferenz statt, auf der Akteure im Bereich Open Government Data aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Lichtenstein über Ihre Aktivitäten berichten und Erfahrungen austauschen.
Ich habe in einem Forum einen Vorschlag zur besseren Nutzerorientierung und konkreteren Bestimmung von Transparenz fördernden Angeboten vorgetragen.
Denn zur Zeit klaffen Angebot und Nachfrage in inhaltlicher Hinsicht enorm auseinander. Nach einer von TSN Emnid im Auftrag des Arbeitskreises Open Government Partnership Deutschland 2012 durchgeführten Befragung liegen auf der Wunschliste der Bürgerinnen und Bürger Veröffentlichungen der Ergebnisse von amtlichen Lebensmittel- und Hygienekontrollen (94%), Daten zu Umweltbelastungen (89%) und Veröffentlichungen von Einnahmen und Ausgaben der Verwaltung (82%) noch vor den Nebeneinkünften der Politiker (73%).
Eine Zählung der Datensätze auf den Datenportalen von Berlin, Bremen, Hamburg und Baden-Württemberg alleine nach Schlagworten führt nur zu wenigen Treffern bei diesen Themengebieten:

Bei den entsprechenden Datensätzen es sich fast ausschließlich um Bestandsdaten und nicht um die begehrten Messwerte (dynamische Daten).
Insofern ist im Sinne einer stärkeren Nutzerorientierung und Qualitätsverbesserung noch einiges zu tun.
Auf einen konkreten Schritt auf diesem Weg im Bremer Daten-Portal konnte ich in einem Diskussionsbeitrag in einem anderen Forum hinweisen, wo es darum ging, wie man Anreize für einzelne Dienststellen schaffen kann, Datensätze bereitzustellen.
Im Zusammenhang mit dem Apps4Bremen Wettbewerb im November 2011 wurde die Möglichkeit geboten, Datensätze für diesen Wettbewerb vorzuschlagen. Sie wurde anschließend auf www.daten.bremen.de fortgeführt, um Ideen für weitere Datenbestände zu sammeln, die Bremen bisher noch nicht anbietet. Das zuständige Referat für E-Government bei der Senatorin für Finanzen leitet diese Vorschläge an die Daten haltende Stelle weiter und veröffentlicht die Anfrage gleichzeitig mit dem Datum des Eingangs und einem Ampelsymbol. Diese steht zunächst auf „Rot“ und springt erst auf „Grün“, wenn die Daten bereit gestellt worden sind.

So sehen nicht nur die Vorschlagenden, was aus Ihrer Anfrage wird, sondern die für das Portal zuständige Stelle hat gegenüber der Datenhaltenden Stelle auch ein stärkeres Argument. Bisher sind dort 45 Vorschläge registriert. Bei 29 steht die Ampel Grün und bei 16 auf Rot.
Die Liste insgesamt zeigt auch anderen Datenportalen, woran konkretes Interesse besteht. In Bremen sieht man, welche Behörden wie schnell und wie positiv auf solche Anfragen reagieren und welche (noch) nicht. Eine entsprechende Rangliste der Offenheit einzelner Behörden kann man leicht aus dieser Liste erstellen.
Gesendet von Herbert Kubicek
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Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat beschlossen, einen Medienentwicklungsplan für den Einsatz digitaler Medien im pädagogischen Bereich für die allgemein bildenden Schulen in Hannover zu erarbeiten. Die ifib consult wurde beauftragt, den Schulträger bei diesem Prozess der Medienentwicklungsplanung zu unterstützen.
An der Erstellung des Medienentwicklungsplans sollen auch Vertreterinnen und Vertreter der Schulen aktiv beteiligt werden, um die Anforderungen der Schulen und der Lehrkräfte an die künftige Ausstattung mit digitalen Medien, insbesondere auch in Hinblick auf pädagogische Inhalte, die Förderung von Medienkompetenz und den Einsatz von Software und Lernmedien einzubeziehen.
Dafür haben wir diese Woche eine Online-Befragung aller Hannoveraner Schulen gestartet, um zu erfahren, wie die derzeitige IT-Ausstattung der Schulen aussieht, wie der Support dafür geregelt ist und welche Schwerpunkte die Schulen künftig setzen wollen. Desweiteren interviewen wir in einer zweiten Online-Befragung alle Lehrkräfte dazu, wie sie digitale Medien aktuell nutzen, wie sie die Rahmenbedingungen für den Medieneinsatz bewerten und welche Anforderungen und Bedarfe sie für die künftige Ausrichtung der IT-Ausstattung haben.
Heute haben wir dann zusammen mit 25 Lehrkräften einen halbtägigen Workshop durchgeführt. Dazu haben wir in drei parallelen Themenblöcken (1) die pädagogischen Anforderungen, (2) die Festlegung der technischen Ausstattung sowie (3) die künftige Bereitstellung von Software und Content gemeinsam mit den Lehrkräften aufgenommen und diskutiert. Anschließend haben wir die Themenblöcke in neuer Besetzung wiederholt, so dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit hatten, sich jeweils in zwei Themenbereiche einzubringen.
Wir haben dabei engagierte und motivierte Lehrkräfte erlebt, die ein starkes Interesse daran haben, die künftige Ausrichtung des Medieneinsatzes an ihren Schulen aktiv mitzugestalten. Dafür bedanken wir uns bei allen Beteiligten!
Gesendet von B. E. Stolpmann
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Am vergangenen Mittwoch stellten Prof. Dr. Andreas Breiter und Prof. Dr. Stefan Aufenanger die Ergebnisse der neuen LfM-Studie zur Medienintegration in der Grundschule in Nordrhein-Westfalen vor, die das ifib gemeinsam mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz durchführte. Dabei wurde insbesondere deutlich, dass der Stellenwert der Förderung von Medienkompetenz in den Grundschulen zwar deutlich zugenommen hat, diese Arbeit aber punktuell und unsystematisch verläuft. Dies liegt nicht zuletzt an den Rahmenbedingungen: In der Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte findet Medienpädagogik und -bildung bislang unverbindlich statt und variiert zudem stark zwischen den Ausbildungsorten und Fachdidaktiken. Auch hinsichtlich der Ausstattung der Schulen bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Grundschulen. Deutlich wurde auch, dass digitale Medien häufiger in Lehrer- als in Schülerhand den Weg in den Unterricht finden.
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Die Studie basiert auf einem Multi-Methoden-Design aus qualitativen und quantitativen Methoden. Neben einer repräsentativen standardisierten Befragung von fast 1.000 Lehrkräften, wurden vier Gruppeninterviews mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulträger und der Kompetenzteams geführt, relevante Dokumente wie z.B. Lehrpläne und Prüfungsordnungen analysiert sowie sechs Schulfallstudien realisiert.
Im Anschluss an die Präsentation der Ergebnisse fand ein Gespräch mit den Autoren und Frau Mechthild Appelhoff (Bereichsleiterin Medienkompetenz und Bürgermedien, LfM) sowie Herrn Prof. Dr. Markus Köster (Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen) über die Schlussfolgerungen aus der Studie statt. Markus Köster betonte in diesem Zusammenhang u.a. den Stellenwert von Medienkonzepten, die ein bedeutendes Instrument zur systematischen Integration von digitalen Medien in den Grundschulen darstellen.
Die Studie Medienintegration ist in der Schriftenreihe der LfM erschienen und kann über den VISTAS Verlag bestellt werden. Ein Video mit Ausführungen von Andreas Breiter zur Studie findet man hier genauso wie die Präsentation zur Vorstellung.
Andreas Breiter, Stefan Aufenanger, Ines Averbeck, Stefan Welling, Marc Wedjelek: Medienintegration in Grundschulen. Untersuchung zur Förderung von Medienkompetenz und der unterrichtlichen Mediennutzung in Grundschulen sowie ihrer Rahmenbedingungen in Nordrhein-Westfalen. Berlin (Vistas), 2013. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), Band 73, ISBN 978-3-89158-587-0, 22,- Euro
Gesendet von Ines Averbeck
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Am 23. April fand in Hamburg zum 6. Mal die Dataport Hausmesse statt. Über 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den norddeutschen Verwaltungen folgten der Einladung ihres Dienstleisters Dataport und dessen Partnerfirmen, um sich über deren innovative Angebote zu informieren, sich untereinander auszutauschen und an dem interessanten Vortragsprogramm teilzunehmen.
Mit der ifib consult als Partner im E-Government-Rahmenvertrag für Dataport und seine Trägerländer waren wir in diesem Jahr erstmals mit einem eigenen Messestand vertreten, den wir unter das Motto „IT, Medien und Bildung“ gestellt und damit als Schwerpunkt unsere Leistungen und Lösungen im Bildungsbereich präsentiert haben. Kurzfristig war dann auch noch mein Vortrag „Und jeder bringt was mit – wohin entwickelt sich die Schul-IT?“ ins Programm gerutscht, der sich mit den aktuell heftig diskutierten Trends „Bring Your Own Devive (BYOD)“ und „Cloud Computing“ sowie deren Perspektiven für den Schulbereich befasste.

Messestand der ifib consult auf der Dataport Hausmesse
Zentrales Highlight an unserem Stand war der interaktive Multitouch-Tisch. Dieser war ursprünglich von dem studentischen Masterprojekt PrIMA (Priming Information for Medical Association) aus dem Studiengang Digitale Medien an der Universität Bremen unter der Betreuung von Prof. Dr. Andreas Breiter entwickelt worden, um fremdsprachlichen Patienten die Kommunikation mit Ärzten zu erleichtern, indem sie mit Hilfe des Multitouch-Tischs bereits im Wartezimmer lernen können, ihre Schmerzen in einer Fremdsprache zu beschreiben.

Staatsrat Hans-Henning Lühr (rechts) und IT-Direktor Dr. Martin Hagen (links) aus dem Finanzressort der Freien Hansestadt Bremen lassen sich unseren Messestand zeigen
Kurzerhand hatten wir den Multitouch-Tisch für die Messe umprogrammiert, um dort in sechs interaktiven Themenbereichen Ergebnisse aus unseren Projekten im Bildungsbereich zu präsentieren. Der Tisch wurde damit zum Anziehungspunkt unseres Messestandes und schnell zeigten sich viele neue Anwendungsmöglichkeiten. Als dann die Messe mit einem DJ auf der Bühne seinen lockeren Ausklang fand, entwickelte sich auch unserer Tisch mit einem darauf laufenden interaktiven Spiel erneut zum Anziehungspunkt.
Insgesamt war es ein erfolgreicher Messeauftritt mit vielen interessanten alten und neuen Kontakten.
Gesendet von B. E. Stolpmann
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Im vergangenen Jahr wurde das vom ifib entwickelte und u.a. in Wennigsen erprobte Konzept für die lokale Bürgerbeteiligung mit dem Preis für Online-Partizipation des Behördenspiegels und der init AG ausgezeichnet. Wir kennzeichnen dieses Konzept mit der kurzen Formel „2 x 2“ und meinen damit Beteiligung in zwei Phasen auf jeweils zwei Wegen: In einer ersten möglichst offenen Phase werden Ideen gesammelt – auf einer Bürgerversammlung und online. Diese werden von Verwaltung und Rat auf ihre Machbarkeit geprüft. Die als machbar angesehenen Vorschläge werden dann in einer zweiten Phase bewertet, per Stimmzettel und online in einem kontrollierten Verfahren. Eine begleitende Evaluation hatte eine hohe Zufriedenheit bei Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern gezeigt.
Aber auch das Gute kann noch verbessert werden. Am vergangenen Freitag ist nach diesem Konzept eine Bürgerbeteiligung zur Weiterentwicklung des Zentrums in Bremen-Vegesack mit einigen Verbesserungen gestartet.
Die Norddeutsche und der Weser-Kurier haben schon am vergangenen Donnerstag dieses Angebot positiv gewürdigt. Der Weser Report (Nord-Ausgabe) hat gestern ein Interview mit mir dazu veröffentlicht.
Mal sehen, wie die Auftaktveranstaltung verläuft. Wir werden darüber berichten.
Gesendet von Herbert Kubicek
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