Das ifib begleitet das Beteiligungsverfahren für Bürgerinnen und Bürger zur Aufstellung des neuen Regierungsprogramms der SPD im Land Bremen. Im direkten Dialog mit den Menschen, für die die SPD auch in Zukunft Politik machen möchte, geht die SPD neue Wege, für mehr Bürgernähe. Vor dem Hintergrund der vergleichenden Forschung von Online- und Offline-Beteiligung, stellt das ifib das Online-Kommentierungssystem zur Verfügung und wertet die Ergebnisse aus.
Am 25. Oktober hat die SPD im Land Bremen ein öffentliches Beteiligungsverfahren zur Entwicklung ihres Regierungsprogramms für die nächste Legislaturperiode 2011-2015 gestartet: Mit einer Reihe öffentlicher Dialogveranstaltungen und einem parallel stattfindenden Online-Forum zu den Kernthesen und Eckpunkten, lädt die SPD - neben ihren Mitgliedern - auch interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung ein. Mit der intensiven Beteiligung breiter gesellschaftlicher Schichten geht die SPD in Bremen neue Wege, um im direkten Kontakt die Bedürfnisse und Interessen der Menschen zu diskutieren, für die sie auch in Zukunft Politik machen will.
Das ifib begleitet im Rahmen eines international vergleichenden Forschungsprojekt zur Bedeutung von Bürgerbeteiligung über Internet und auf tradtionellen Wegen diesen Dialog. Es stellt das Online-Kommentierungssystem zur Verfügung und vergleicht die Online- und Offline-Diskussionen hinsichtlich Qualität und Wirksamkeit. Teilnehmende können zu Beginn in einem Fragebogen ihre Erwartungen an den Dialog formulieren und nach Ende des gesamten Verfahrens - also nach der Beschlussfassung des Regierungsprogramms am 26. Februar 2011 - mitteilen, ob sie sich im Regierungsprogramm wiederfinden und wie zufrieden sie ingesamt mit dem Beteilgungsverfahren sind. Die Beteiligung ist noch bis 12. November auf der Webseite des Programmdialogs für Ihre Diskussionsbeiträge geöffnet.
Anschließend werden die Beiträge aus dem Internetforum und den öffentlichen Dialogveranstaltungen ausgewertet und ein erster Textentwurf für das Regierungsprogramm erstellt. Dieser wird von Mitte Dezember bis Ende Januar erneut zur Online-Kommentierung für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger und andere gesellschaftlichen Kräfte auf oben genannter Webseite freigeschaltet.
Kontakt:
Ralf Cimander
Institut für Informationsmanagement Bremen
Tel.: 0421/218-7375
E-Mail:.(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)
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Im Rahmen des Projektes draufhaber.tv standen wir vor einigen Monaten vor der Frage, welche Videoportale mit Upload-Möglichkeit außer dem Platzhirschen YouTube als relevant anzusehen sind. Hierzu habe ich im Juni eine kleine Übersicht erstellt, die vielleicht auch heute noch für den einen oder die andere von Interesse ist. Als Relevanzkriterien habe ich mich für die Sichtbarkeit im Netz (Google PageRank, Alexa.com Traffic-Wert), die Zahl öffentlich abgelegter Bookmarks (bei delicious.com, misterwong.de) und zusätzlich einen verbreiteten Wert für Nutzervertrauen (Web of Trust, WOT) entschieden. Google-Rang und Alexa-Wert sind im Suchmaschinen-Optimierungs-Bereich (Search Engine Optimization - SEO) gebräuchliche Kennzahlen.
Ausgangsdaten waren die Top 100 Google- und Bing-Suchergebnisse zu den Begriffen “Video” und “Upload” zusammen mit populären Einträgen in öffentlichen Bookmarkverzeichnissen (delicious.com, misterwong.de). Die Gesamtmenge wurde bereinigt (Entfernung von Dublikaten, 404 - über W3C Link Check, Streichung von Adult Content Websites) und die verbliebenen Seiten - immerhin noch über 250 - nach Google Pagerank und Alexa-Wert sortiert. Für Angebote mit hohem Google Pagerank habe ich zusätzlich die Zahl der delicious- und misterwong.de-Bookmarks und den WOT-Vertrauenswert als Sortierkriterien herangezogen.
An der Spitze der auf diese Weise zusammengestellten Liste waren neben YouTube auch Facebook und Flickr zu finden. Von den drei Plattformen ist YouTube die einzige, die ausschließlich auf Bewegtbild-Inhalte festgelegt ist. Facebook dürfte als multifunktionales soziales Netzwerk als wichtige Verteilplattform für Video-Inhalte dienen. Das Hochladen von Clips ist hier keine Kernfunktionalität. Bei Flickr steht Fotografie im Mittelpunkt, Filme werden nur als “bewegte Fotos” angesehen (mit Zeitlimit von 90 Sekunden).
Kurz dahinter folgten die Video-Portale Vimeo und Yahoo Video, die in direkter Konkurrenz zu Youtube stehen.
Der danach in der Liste zu findende englischsprachige Dienst eHow hat sich auf Clips spezialisiert, in denen erklärt wird, wie man ein Problem löst (z.B. Rotweinflecken entfernen, Festplatte partitionieren, Schrank aufräumen).
Der “Community Video”-Bereich des “Internet Archive” enthält Filme, die unter Lizenzbestimmungen stehen, die eine freie Weiterverbreitung ermöglichen.
Auch MySpace, ein Social Network für Musik, bietet die Möglichkeit zum Hochladen eigener Inhalte.
Es gibt also eine Handvoll von Videoportalen mit Upload-Möglichkeit, die die Relevanzkriterien in hohem Maße erfüllen. Bei einigen ist das Hochladen von Videos nur eine Funktion unter vielen (Facebook, Flickr, Myspace), andere haben sich spezialisiert (eHow auf Erklär-Clips, Internet Archive auf freie Inhalte). YouTube, Vimeo und Yahoo Video sind im Internet prominent platziert und bieten Video-Upload für jedermann.

Abbildung: Videoportale 6/2010, C. Hanken unter CC
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IMKI und ifib erforschen gemeinsam “mediatisierte Welten”.
Dass sich unsere gegenwärtige Kultur und Gesellschaft mit dem aktuellen Medienwandel durch die Digitalisierung nachhaltig wandelt, erleben wir alle täglich. Doch welche Veränderungen sind dies genau? Und wie sind diese zu bewerten? Dies soll im Schwerpunktprogramm “Mediatisierte Welten: Kommunikation im medialen und gesellschaftlichen Wandel” in den kommenden sechs Jahren untersucht werden. Eingerichtet wurde das Programm von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auch auf Anregung des IMKI (Institut für Medien, Kommunikation und Information) der Universität Bremen. An der nun beginnenden Forschung des Schwerpunktprogramms ist die Universität Bremen mit zwei Forschungsprojekten im Gesamtumfang von über 450.000 Euro in den kommenden beiden Jahren beteiligt. Erforscht wird die Veränderung des Gemeinschaftslebens von jungen Erwachsenen mit der Verbreitung von Web 2.0 bzw. Handy und der Wandel der Kommunikation mit digitalen Medien in der Schule.
Das von Prof. Dr. Andreas Hepp (IMKI) geleitete Forschungsprojekt “Mediatisierte Alltagswelten translokaler Vergemeinschaftung” befasst sich damit, wie digital natives ortsübergreifend Gemeinschaft erleben. Als digital natives werden Jugendliche und junge Erwachsene bezeichnet, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind. Ziel des Projekts ist es, deren alltagsweltliche Vernetzung und Gemeinschaftsbildung durch Medien zu untersuchen. Im Mittelpunkt der Forschung steht folgende Frage: Welche neuen Formen von ortsübergreifender Vergemeinschaftung ermöglichen digitale Medien? Und haben die dabei bestehenden Vergemeinschaftungen wie Autorengruppen von Wikipedia, Fangruppen/Followers in Facebook oder Twitter bzw. ähnliche webbasierte Vergemeinschaftungen wirklich das zivilgesellschaftliche Potenzial, das ihnen immer unterstellt wird?
In dem von Prof. Dr. Andreas Breiter am Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) geleiteten Forschungsprojekt “Mediatisierte Organisationswelten in Schulen” geht es um den möglichen Wandel von Schulen zu Netzwerkorganisationen. Mit der zunehmenden Verbreitung digitaler Medien in der Schule sind große Erwartungen verknüpft, die sich bisher aber nur teilweise erfüllt haben. Ziel des Projektes ist es, die Mediatisierungsprozesse in Schulen zu erforschen. Im Vordergrund stehen dabei Fragen, die sich mit den organisatorischen Rahmenbedingungen in der Schule beschäftigen: Wie verändert sich die Schule, wenn das Kollegium, die Schulverwaltung und die Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden zunehmend über digitale Medien organisiert ist? Und welche Chancen und Risiken sind damit verbunden?
Mit den beiden geförderten Projekten wird die seit Jahren erfolgreiche Forschung am Institut für Medien, Kommunikation und Information (IMKI) der Universität Bremen und am Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) zum aktuellen Medien- und Kommunikationswandel fortgeführt. Die Beteiligung an der Einrichtung des Schwerpunktprogramms “Mediatisierte Welten” wie auch die nun erfolgreichen Projekteinwerbungen unterstreichen dabei die Qualität der bisher geleisteten Arbeit.
Gesendet von C. Hanken
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Das ifib sucht Interviewpartner für die Evaluierung des Deutschen Bildungsservers.
Das ifib evaluiert derzeit im Auftrag des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) den Deutschen Bildungsserver (DBS) hinsichtlich seiner Nutzungs- und Entwicklungspotentiale. Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei natürlich die Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer des DBS. Das ifib sucht daher Interessierte, die in kurzen Telefoninterviews über ihre Erfahrungen und Eindrücke mit den verschiedenen Informationsangeboten und Suchmöglichkeiten innerhalb des DBS Auskunft geben möchten. Ihre Angaben werden selbstverständlich vertraulich behandelt.
Über eine rege Beteiligung würden wir uns sehr freuen! Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Björn Eric Stolpmann vom ifib: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen), ++49 421 218 4564.
Weitere Informationen zum Auftrag finden Sie auf der Projektseite.
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Das Institut für Informationsmanagement Bremen evaluiert das Pilotprojekt “hessen.eEducation”
In den Bundesländern wird seit einigen Jahren an Konzepten zur Förderung von E-Learning im Schulbereich gearbeitet. Darunter wird im engeren Sinne der zeit- und ortsunabhängige Zugriff auf und das Arbeiten mit Lern- und Lehrmaterialien durch Schüler/innen und Lehrkräfte verstanden, sowie die Möglichkeit in “virtuellen Klassenräumen” oder “virtuellen Lehrerzimmern” zu kommunizieren und zu kooperieren. Als informationstechnische Basis dient dafür ein sogenanntes Lernmanagementsystem (LMS) bzw. eine Lernplattform, die in der Regel über das Internet zur Verfügung gestellt wird. Ein zweiter Kernbereich ist die Bereitstellung von digitalen Materialien (Content) für Lern- und Lehrprozesse über geeignete Mediendistributionsverfahren.
Im Sommer 2009 startete das Land Hessen gemeinsam T-Systems das Pilotprojekt hessen.eEducation als Public-Private-Partnership, um die Lernplattform Edunex zu erproben. Insgesamt 100 Schulen wurden in das Projekt aufgenommen - darunter eine Vielzahl von Schulformen und Klassenstufen: Grundschulen, Förderschulen, Haupt- und Realschulen, Gymnasien, Gesamt- und Berufsschulen, Abendschulen uvm.
Das Institut für Informationsmanagement Bremen hat vom Hessischen Kultusministerium den Auftrag erhalten, das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Lehrerbildung wissenschaftlich zu evaluieren mit dem Ziel, den Entwicklungsstand der 100 teilnehmenden Schulen mit E-Learning und Lernplattformen mit Abschluss des Pilotprojektes kennen zu lernen und Orientierungshilfen und Entscheidungskriterien für Land und Schulträger zu gewinnen. Dazu wird auf verschiedene quantitative wie auch qualitative Methoden zurückgegriffen. Nach Gesprächen mit Projektinitiatoren und -koordinatoren wird derzeit eine Onlinebefragung der Lehrkräfte, Administrator/innen und Schulleitungen durchgeführt. Im kommenden Herbst werden Fallstudien an mehreren Projektschulen stattfinden.
Gesendet von L. Karbautzki
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