Das ifib ist erneut Mitveranstalter der Bremer Konferenz “E-Government in medias res”, die am 17. und 18. Januar 2011 stattfinden wird.
In Vorträgen und Diskussionen wird wieder eine breite Palette von Themen rund um die Informationstechnik in der öffentlichen Verwaltung angesprochen.
Das Eröffnungsplenum widmet sich dem Thema “Ungestillter Datenhunger ungeliebter Datenschutz?” mit Beiträgen von
Dr. Imke Sommer, Landesdatenschutzbeauftragte der Freien Hansestadt Bremen und Per Meyerdiercks, Beauftragter für Datenschutz, Google Deutschland.
Karoline Linnert, Senatorin für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen wird die Veranstaltung am Montag, den 17. Januar um 14 Uhr eröffnen.
Fachforen bieten Informationen zu den Themenbereichen
- Der neue Personalausweis
- Bessere Geschäftsprozesse durch interkommunale Kooperation
- IT im Grundgesetz - was ändert sich für die Kommunen?
- Open Data - öffentliche Daten: frei und kostenlos?
- Sichere Kommunikation mit E-Postbrief, De-Mail und EGVP
- Cloud Computing in der öffentlichen Verwaltung
Veranstaltungsorte sind das Rathaus Bremen und die Bremische Bürgerschaft.
Partner der Veranstaltung sind
- Freie Hansestadt Bremen, Senatorin für Finanzen
- Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH (ifib)
- Virtuelle Region Nordwest (ViR Nordwest)
- Die Fachzeitschrift “innovative Verwaltung”
- Dataport
Nähere Informationen werden auf den Seiten der Senatorin für Finanzen unter http://www.finanzen.bremen.de/info/inmediasres veröffentlicht.

Foto: Cloud Computing von Kevin Krejci bei Flickr unter CC
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Immer mehr Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen setzen digitale Medien im Unterricht und zur Förderung der Medienkompetenz ein. Knapp über die Hälfte (53 Prozent) der rund 1.400 befragten Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen tun dies gelegentlich, d.h. mindestens einmal im Monat. 15 Prozent der Lehrkräfte setzen die digitalen Medien sogar schon mehrmals pro Woche ein, ganz auf ihre Nutzung verzichten nur noch fünf Prozent. Die technischen Rahmenbedingungen sind allerdings stark ausbaufähig. Das sind zentrale Ergebnisse der neuen LfM-Studie “Medienkompetenz in der Schule”, die die Landesanstalt für Medien NRW am 20. November in Essen vorgestellt hat.
Die Lehrkräfte setzen danach die digitalen Medien vor allem zur Vorbereitung und Unterstützung ihres eigenen Unterrichtsvortrags ein oder bedienen sich digitaler Unterrichtsmaterialien. Rund 40 Prozent der befragten Lehrkräfte lassen auch ihre Schülerinnen und Schüler mindestens gelegentlich mit digitalen Medien arbeiten. Art und Umfang des Medieneinsatzes sind jedoch oftmals von persönlichen Vorlieben der Lehrkräfte abhängig. Eine systematische Schulentwicklung unter Berücksichtigung des Medienwandels gibt bisher nur in wenigen Schulen. Leitmedien in der Schule sind nach wie vor die Zeitung und das Fernsehen, die digitalen Medien sind hier aber auf dem Vormarsch. Die überwiegende Mehrheit der Lehrkräfte nimmt eine skeptische Perspektive gegenüber den Medieneinflüssen auf die Schülerinnen und Schüler ein und sieht vor allem Risiken - während die Lehrkräfte ihre eigenen Kompetenzen durchschnittlich als gut einschätzen. “Die Medienintegration wird aus Sicht der Lehrkräfte höchst ambivalent bewertet. So wissen sie zwar über die Potenziale der digitalen Medien Bescheid, ihre Umsetzung in den Unterricht fällt ihnen aufgrund von Zugangsbarrieren und fehlender didaktischer Konzepte aber eher schwer”, stellte Prof. Dr. Andreas Breiter als wissenschaftlicher Leiter der Studie fest.
LfM-Direktor Dr. Jürgen Brautmeier sagte, dass die Studie zeige, dass die Integration der digitalen Medien in den schulischen Alltag noch ausgebaut werden müsse: “Die Verbesserung der technischen Rahmenbedingungen sowie die verstärkte Qualifizierung der Lehrkräfte sind hierfür wesentliche Voraussetzungen.” Die LfM, die in der Lehrerqualifikation seit langem tätig sei, sei bereit, sich in diesem Bereich noch stärker zu engagieren.
Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat bereits vielfältige Aktivitäten zur Förderung von Medienkompetenz im schulischen Kontext entwickelt. So werden in Projekten wie Klicksafe, Internet-ABC oder Auditorix Beratungs- und Informationsangebote wie Lehrerhandbücher, CD-Roms und andere Materialien erstellt, die konkrete didaktische Konzepte für die Umsetzung im Unterricht enthalten.
Auch Dr. Ulrich Heinemann, Abteilungsleiter im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, sieht Handlungsbedarfe: “Wir alle, die wir in Schule organisatorisch und pädagogisch Verantwortung tragen, haben die pädagogischen Chancen der Neuen Medien und deren Relevanz für die Lebenswelt der heutigen Schülerinnen und Schüler noch längst nicht in vollem Umfang erkannt. Damit wir auch auf diesem Feld Medienkompetenzland Nr. 1 werden, werden wir die Fortbildung intensivieren und ich plädiere an die Schulträger, die technischen Rahmenbedingungen an unseren Schulen weiter zu verbessern.”
Die neue LfM-Studie (Durchführung: Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH - ifib - unter Leitung von Prof. Andreas Breiter) listet zentrale Handlungsfelder auf, u.a. den weiteren Ausbau der Lehrerbildung, eine verbesserte Ausstattung mit PC-Infrastruktur und eine stärkere Einbeziehung der Eltern. Bei der Umsetzung dieser Handlungsfelder handele es sich um eine Gemeinschaftsaufgabe von Land und Kommunen, Universitäten und Studienseminaren sowie von Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften, so die Wissenschaftler.
Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden in der LfM-Schriftenreihe Medienforschung publiziert.
Andreas Breiter, Stefan Welling, Björn Eric Stolpmann: Medienkompetenz in der Schule. Integration von Medien in den weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen. Berlin (Vistas) 2010. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), Band 64. ISBN 978-3-89158-539-9, 343 Seiten, 22,-Euro.
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Am 5. November, 16:00 Uhr wird der offizielle Startschuss für ein zweijähriges Beteiligungsverfahren für Bremerhavenerinnen und Bremerhavener und aus Umzu gegeben, in dem neue Wege zur Motivation und Erfolgskontrolle des individuellen Klimaschutzverhaltens erprobt werden. Im Mittelpunkt steht ein Panel für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Stadt, in dem sich diese gemeinschaftlich verpflichten, eine bestimmte Menge an CO2 bzw. Energie in 2011 und 2012 einzusparen, und dies auch auf transparente Weise überprüfen lassen.
Am Freitag, 5. November 2010 startet die neue Klimaschutzinitiative “Bremerhaven kann mehr Klimaschutz!” mit einer Auftaktveranstaltung im Dienstleistungszentrum Grünhöfe, Auf der Bult 5, in 27574 Bremerhaven. Start ist um 16:00 Uhr; Dauer, ca. 2 Stunden.
“Bremerhaven kann mehr Klimaschutz!” ist eine gemeinsame Initative der Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens, dem Umweltschutzamt Bremerhaven und dem ifib.
Ziel der auf knapp zwei Jahre angelegten Initiative zum Klimaschutz ist es, die Bevölkerung in Bremerhaven und umzu, die Wirtschaft und öffentliche Verwaltung in Fragen Energieeinsparung und CO2-Reduktion zu sensibilisieren und in ihren Anstrengungen für mehr Klimaschutz zu unterstützen. Im Mittelpunkt der Initiative steht ein Panel für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und städtische Behörden, in dem sich diese gemeinschaftlich verpflichten, eine bestimmte Menge an CO2 bzw. Energie in 2011 und 2012 einzusparen. Doch nicht nur das Bekenntnis zur Einsparung wird gegeben, die Teilnehmenden stimmen auch zu, ihre Bemühungen und Erfolge auf transparente Weise überprüfen zu lassen.
Ein wichtiges Instrument das hierzu eingesetzt wird, ist ein sog. CO2-Kalkulator, der von Bürgerinnen und Bürgern regelmäßig auszufüllen ist, indem diese dort ihre verbrauchsbezogenen Daten von z.B. Strom, Heizenergie und Wasser, aber auch ihre zurückgelegten Kilometer im öffentlichen wie privaten Verkehr sowie ihre Ernährungs- und Konsumgewohnheiten eintragen.
Versierte Internetnutzer können dies online erledigen, andere, die eher den persönlichen Kontakt bevorzugen, können tradtionell auf Papier und Datenabgabe über Telefon am Verfahren teilnehmen. Auf Basis der so erhaltenen Angaben, wird im 2-monatlichen Rhythmus die CO2-Bilanz der Teilnehmenden errechnet, grafisch aufbereitet und den Teilnehmenden zurückgespiegelt. Darüber hinaus können sie sich mit den Ergebnissen der anderen am Projekt beteiligten vergleichen, aber auch mit dem Bundesdurchschnitt. Bürgerinnen und Bürger erhalten so einen Überblick darüber, in welchen Lebensbereichen sie gut und in welchen Sie auch im Vergleich zu anderen schlecht liegen.
Über themenbezogene Veranstaltungen, regelmäßige Newsletter, Klimaschutztipps auf der Projektwebsite, Diskussionsangebote und telefonische Beratung erhalten die Teilnehmenden Möglichkeiten, sich über ihre CO2-bezogenen Defizite zu informieren und gezielt beraten zu lassen. Somit werden sie in die Lage versetzt, ihre persönliche CO2-Bilanz zu verbessern. Dies müssen im übrigen nicht immer nur kostspielige Investitionen in das eigene Wohnumfeld sein, Sie werden überrascht sein, wie viele einfache und wirkungsvolle Möglichkeiten es gibt, die weder viel kosten oder von großen Verhaltensänderungen abhängen.
Über einen längeren Zeitraum lassen sich so Veränderungen in den individuell unterschiedlichen CO2-Bilanzen ablesen und damit untersuchen, ob eine solche Art der Beteiligung dauerhaft eine Veränderung im Verhalten der Beteiligten erzielt werden kann. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Untersuchung, welchen Einfluss die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern generell auf die Erreichung von Klimaschutz-bezogenen Zielen hat und ob es einen Unterschied hinsichtlich Qualität und Wirkungen von elektronisch gestützter Partizipation und tradtionell durchgeführten Beteiligungsmaßnahmen gibt.
In der ca. 2-stündigen Veranstaltung am 5. November wird die Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens - die derzeit ein neues Büro in Bremerhaven einrichtet - die Wichtigkeit des Themas Klimaschutz vorstellen und erste wertvolle Tipps bereithalten. Anschließend stellt das ifib kurz das Forschungsprojekt vor und führt in getrennten Gruppen in die Bedienung des Online-CO2-Kalkulators und Offline-CO2-Kalkulators, das sog. CO2-Haushaltsbuch, ein. In der Pause können bei Snacks und Getränken bereits erste Kontakte mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Veranstaltern geknüpft werden.
Bürgerinnen und Bürger aus Bremerhaven und umzu können sich unter http://www.e2democracy.eu/ichmachemit für die Teilnahme anmelden. Sie erhalten dann automatisch eine Einladung zur Auftaktveranstaltung am 5. November und weitere Informationen zum Verfahren. Aber auch ohne Anmeldung sind Sie herzlich eingeladen, die Auftaktveranstaltung zu besuchen und bei Gefallen und Interesse, Ihre Registrierung im Anschluss vorzunehmen.
Wir freuen uns auf Sie!
Kontakt:
Ralf Cimander
Institut für Informationsmanagement Bremen
Tel.: 0421/218-7375
E-Mail: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)
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Das ifib begleitet das Beteiligungsverfahren für Bürgerinnen und Bürger zur Aufstellung des neuen Regierungsprogramms der SPD im Land Bremen. Im direkten Dialog mit den Menschen, für die die SPD auch in Zukunft Politik machen möchte, geht die SPD neue Wege, für mehr Bürgernähe. Vor dem Hintergrund der vergleichenden Forschung von Online- und Offline-Beteiligung, stellt das ifib das Online-Kommentierungssystem zur Verfügung und wertet die Ergebnisse aus.
Am 25. Oktober hat die SPD im Land Bremen ein öffentliches Beteiligungsverfahren zur Entwicklung ihres Regierungsprogramms für die nächste Legislaturperiode 2011-2015 gestartet: Mit einer Reihe öffentlicher Dialogveranstaltungen und einem parallel stattfindenden Online-Forum zu den Kernthesen und Eckpunkten, lädt die SPD - neben ihren Mitgliedern - auch interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung ein. Mit der intensiven Beteiligung breiter gesellschaftlicher Schichten geht die SPD in Bremen neue Wege, um im direkten Kontakt die Bedürfnisse und Interessen der Menschen zu diskutieren, für die sie auch in Zukunft Politik machen will.
Das ifib begleitet im Rahmen eines international vergleichenden Forschungsprojekt zur Bedeutung von Bürgerbeteiligung über Internet und auf tradtionellen Wegen diesen Dialog. Es stellt das Online-Kommentierungssystem zur Verfügung und vergleicht die Online- und Offline-Diskussionen hinsichtlich Qualität und Wirksamkeit. Teilnehmende können zu Beginn in einem Fragebogen ihre Erwartungen an den Dialog formulieren und nach Ende des gesamten Verfahrens - also nach der Beschlussfassung des Regierungsprogramms am 26. Februar 2011 - mitteilen, ob sie sich im Regierungsprogramm wiederfinden und wie zufrieden sie ingesamt mit dem Beteilgungsverfahren sind. Die Beteiligung ist noch bis 12. November auf der Webseite des Programmdialogs für Ihre Diskussionsbeiträge geöffnet.
Anschließend werden die Beiträge aus dem Internetforum und den öffentlichen Dialogveranstaltungen ausgewertet und ein erster Textentwurf für das Regierungsprogramm erstellt. Dieser wird von Mitte Dezember bis Ende Januar erneut zur Online-Kommentierung für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger und andere gesellschaftlichen Kräfte auf oben genannter Webseite freigeschaltet.
Kontakt:
Ralf Cimander
Institut für Informationsmanagement Bremen
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Ab 1. November 2010 wird ein neuer Personalausweis ausgegeben. Er ist nicht nur kleiner als der alte, sondern enthält auch einen Chip mit Identitätsdaten, mit denen man sich nicht nur bei Grenzkontrollen, sondern auch im Internet sicher identifizieren können soll. In den vergangenen Wochen ist die technische Sicherheit dieses elektronischen Identitätsnachweises mehrfach in Frage gestellt worden. Wo und wie diese neue Funktion überhaupt eingesetzt wird, welchen Nutzen sie tatsächlich stiftet, ob sie Bedenken der Nutzer in Bezug auf Sicherheit und Datenschutz ausräumen kann, wird bisher nicht diskutiert. Dies ist jedoch maßgeblich für die Entscheidung jedes Einzelnen, ob er das Angebot, den elektronischen Identitätsnachweis freischalten zu lassen, annimmt. Zu Beginn einer solchen Innovation kann man über solche Fragen zumeist nur spekulieren. Da Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern mit der Einführung eines solchen elektronischen Identitätsnachweises relativ spät beginnt, kann man sich in diesem Fall jedoch an den Erfahrungen anderer Länder orientieren, die damit teilweise schon vor mehr als zehn Jahren begonnen haben.
Genau dies ermöglicht eine Studie von sieben europäischen Ländern, die der Bremer Informatikprofessor Herbert Kubicek und Torsten Noack rechtzeitig zum Start des neuen deutschen Personalausweises vorlegen und die im LIT-Verlag in Münster in der Reihe Kritische Informatik gerade erschienen ist.
In Kooperation mit nationalen Forschungspartnern in Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Österreich, Schweden und Spanien wurden die technischen, organisatorischen und rechtlichen Charakteristika der elektronischen Identitätsnachweise verglichen, die Entstehungsprozesse nachgezeichnet und die Nutzung am Beispiel der Identifizierung bei der elektronischen Steuererklärung gegenübergestellt. Dabei wurden erhebliche Unterschiede in der technischen Gestaltung und organisatorischen Regelung deutlich. Keineswegs alle Länder nutzen den Personalausweis als Trägermedium für den elektronischen Identitätsnachweis. Die relativ größte Nachfrage und Nutzung fanden die Forscher in den Ländern, die keine Chipkarte und Kartenleser einsetzen, sondern Software-Zertifikate oder die PIN-TAN-Lösung der Banken auch für Online-Behördengänge nutzen. Stärkere technische Datenschutzvorkehrungen wie beim deutschen elektronischen Identitätsnachweis werden von den Nutzern nicht honoriert.
Kubicek und Noack erklären diese Befunde mit einer Differenz zwischen der Expertensicht der Entwickler und Herausgeber auf der einen Seite und dem alltäglichen Verhalten der Internetnutzer. Während die Experten sich an technischen Sicherheitsstandards orientieren, wollen die Nutzer vor allem einfache Lösungen. Schon ein Kartenleser und mehrere zusätzliche Dialogschritte bei jeder Online-Transaktion werden als Belastung empfunden. Zumal man sich damit ja nur dem Diensteanbieter gegenüber identifiziert und selbst nichts über dessen Zuverlässigkeit erfährt. So lange die alten angeblich weniger sicheren Identifizierungsverfahren noch angeboten werden, gibt es keinen Druck für diesen Aufwand. Und die alten Verfahren werden noch viele Jahre angeboten werden müssen, weil erst in zehn Jahren der letzte alte Personalausweis seine Gültigkeit verliert.
Kubicek verweist noch auf einen weiteren Befund: Die größte Nachfrage fanden sie in Dänemark, Estland, Finnland und Schweden, wo der elektronische Identitätsnachweis von staatlichen Stellen in Kooperation mit Banken oder sogar von Banken in staatlicher Lizenz herausgegeben wird. In Deutschland zeigen sich die Banken gegenüber dem elektronischen Identitätsnachweis abwartend distanziert und führen gerade das mobile TAN-Verfahren zur Erhöhung der Sicherheit im Online-Banking ein. Kubiceks Empfehlung an den Innenminister: Versuchen Sie die Banken zu überzeugen oder lassen Sie sich von denen überzeugen und übernehmen wie Finnland das mobile TAN-Verfahren für die Erhöhung der Transaktionssicherheit im E-Government.
Die Bundeszentrale für politische Bildung startet in Kürze ein Online-Forum zu den Befunden und Thesen der Studie.
Kontakt:
Prof. Dr. Herbert Kubicek
Institut für Informationsmanagement Bremen
Tel.: 0421/218-2830
E-Mail: kubicek@ifib.de
Das Buch können Sie hier bestellen.
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