Am 1. Februar hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im Internet einen Bürgerdialog begonnen. Auf www.dialog-ueber-deutschland.de lädt sie ein, Vorschläge zu drei Fragenkomplexen zu machen:
Dem nun eröffneten Bürgerdialog war bereits ein Expertendialog vorgeschaltet. Zu jedem der drei Themenbereiche wurden mehrere Expertengruppen eingeladen, Vorschläge zu erarbeiten.
Ich selbst war eingeladen, in der Arbeitsgruppe "Chancen und Grenzen der Bürgerbeteiligung" mitzuarbeiten, die von dem Politikwissenschaftler Oscar Gabriel geleitet wird. Mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Disziplinen und Praktikern der Bürgerbeteiligung wurden zunächst rund ein Dutzend Vorschläge für Maßnahmen und Projekte auf Bundesebene formuliert, schriftlich ausgearbeitet, zur gegenseitigen Kommentierung weitergegeben und schließlich mit Prioritäten versehen. (Zu den Expertinnen und Experten dieser AG -> http://dialog-ueber-deutschland.de/DE/10-Dialog/10-Wie-Leben/wielebennode.html).
Ich habe in diese Gruppe fünf Vorschläge eingebracht.
Bei der Priorisierung haben die Vorschläge 1 und 2 das höchste Ranking bekommen. 3 wurde in 2 als Unterfall der Informationsbereitstellung integriert, 4 wurde mit dem Vorschlag eines Kollegen zur Zusammenfassung unterschiedlicher Vorschriften zur Bürgerbeteiligung zusammengefasst, und Vorschlag 5 ist auf der Reserveliste gelandet.
Einige dieser Vorschläge haben ifib und zebralog schon früher in einer Auftragsstudie des Bundesministeriums des Innern zur E-Partizipation 2008 gemacht (http://www.ifib.de/publikationsdateien/ifib-zebralog-e-partizipation-lang.pdf). Damals ist bis auf eine kleine Konsultation zu einem Gesetzentwurf keiner der Vorschläge aufgegriffen worden. Insbesondere Projekte, die mehrere Bundesministerien betreffen und eine Koordination erfordern, haben es schwer. Auf einen entsprechenden Vorbehalt erklärten die Betreuer aus dem Kanzleramt, dass die Koordination ihre gemeinsame Aufgabe sei und dies auch umso besser gelinge, je wichtiger der Kanzlerin ein Projekt ist. Vielleicht gehört die Verbesserung von Transparenz unter dem Eindruck der Erfolge der Piraten zu den Themen, die sie als wichtig einschätzt.
Im Mai wird eine konsolidierte Liste der Handlungsvorschläge erstellt. Dann sieht man schon etwas mehr und ich werde im Sinne von mehr Transparenz berichten.
Ich bin aber auch sehr an Kommentaren zu den Vorschlägen hier im ifib-Blog interessiert.
Herbert Kubicek
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Auf der 9. e-Learning Fachtagung Informatik (DeLFI 2011) in Dresden wurde der Beitrag über „Organisationslücken bei der Implementierung von E-Learning in Schulen“ von Louisa Karbautzki und Andreas Breiter mit dem 2. Platz des Best Paper Award ausgezeichnet.
Es beschreibt eine empirische Studie, in der zentrale Faktoren für den Erfolg oder Misserfolg für die Implementierung von Lernplattformen in Schulen identifiziert wurden. Bei einer Fallstudie wurden Schulleitungen, Lehrkräfte und IT-Beauftragte, die an einem Pilotvorhaben in einer Bildungsregion zur Einführung von Lernplattformen beteiligt waren, befragt. Die Analyse der erhobenen quantitativen und qualitativen Daten beschreibt die Rahmenbedingungen an den beteiligten Schulen und identifiziert konkrete Handlungsfelder für den erfolgreichen Einsatz von Lernplattformen im Unterricht.
Die LOG IN hat die Auszeichnung und damit einhergehende Empfehlung zur Veröffentlichung zum Anlass genommen, ihre neue Rubrik „Aus Wissenschaft & Praxis“ mit einer überarbeiteten Fassung des DeLFI-Beitrags zu eröffnen. Artikel, die in dieser Rubrik Platz finden, zeichnen sich dadurch aus, dass sie „wissenschaftliche Erkenntnisse über die Schulpraxis aufzeigen und zugleich eine eindeutige schul- und unterrichtspraktische Relevanz besitzen.“ (LOG IN Nr. 169/170 (2011), S. 72).
Gesendet von L. Karbautzki
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Die Anfang 2011 geggründete Tochtergesellschaft des Instituts für Informationsmanagement Bremen, die ifib consult GmbH, ist als Subunternehmer am Rahmenvertrag für E-Government-Dienstleistungen für Dataport und seine Trägerländer beteiligt.
Dataport, der gemeinsame IT-Dienstleister der Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen, hatte im Februar 2011 den Rahmenvertrag für die Erbringung von E-Government-Dienstleistungen neu ausgeschrieben. Der Vertrag läuft vom 1.10.2011 bis zum 30.9.2014 und beinhaltet eine Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr. Mit einem Volumen von bis zu 24.000 abrufbaren Personentagen dürfte es sich um einen der größten Rahmenverträge für Dienstleistungen dieser Art in Deutschland handeln.
Aus einem zweistufigen Verfahren ging die CSC Deutschland Solutions GmbH als Sieger hervor. Die ifib consult GmbH ist nun als Subunternehmer in die Bearbeitung des Auftrags eingebunden. Damit können die bisherigen Projektaktivitäten zu E-Government in Bremen und zur Schul-IT in Bremen und Hamburg künftig mit neuer Ausrichtung und in neuer Organisation über den Dataport-Rahmenvertrag fortgesetzt werden.
Weitere Informationen über die Leistungen von CSC, ifib consult und den weiteren Subunternehmern sind auf einem eigens hierzu eingerichteten Informmationsportal des "CSC-Plus-Teams" zu finden.
Gesendet von M. Wind
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Die internationale Wissenschaftskonferenz zum Nachhaltigen Konsum fand jetzt in Hamburg statt. Forscher aus der sozial-ökologischen Forschung präsentierten und diskutierten über drei Tage ihre Methoden, Instrumente und Erkenntnisse mit dem internationalen Publikum. Das e2democracy-Projekt des ifib war ebenfalls eingeladen, das Forschungsdesign und die vorläufigen Ergebnisse auf der vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft veranstalteten Konferenz vorzustellen und mit Teilnehmer/-innen zu diskutieren. e2democracy erforscht u.a., ob und welchem Ausmaß die Beteiligung von Bürger/-innen einen Effekt auf das persönliche Klimaschutzverhalten ausüben kann.
Wie viele Initiativen, die sich mit Lebensstiländerungen befassen, steht auch e2democracy vor dem Phänomen oder ungelösten Problem der sog. Attitude-Behaviour-Gap. Also der Lücke (gap) zwischen der individuellen Einstellung von Menschen gegenüber einem Thema wie dem Klimaschutz (attitude) und dem individuellen Verhalten für den Klimaschutz (behaviour). Trotz einem sehr hohen Grad an Klimawissen in der Bevölkerung und der Erkenntnis, dass Klimaschutz sehr wichtig ist (in internationalen Ranglisten liegt Deutschland diesbezüglich auf den vorderen Plätzen) ist der Großteil nicht bereit oder fähig, der eigenen Erkenntnis Folge zu leisten und sein Verhalten entsprechend zu überprüfen und anzupassen.
Dies hat vielschichtige Ursachen, für deren Überwindung es kein Patentrezept gibt. Ein großes Hindernis ist beispielsweise die fehlende direkte Betroffenheit des Einzelnen. Obwohl wir in Europa für einen Großteil der gefährlichen CO2-Emissionen verantwortlich sind, kann der daraus resultierende Klimawandel hierzulande kaum wahrgenommen werden. Leidtragende sind erst mal die Bewohner in anderen Erdteilen, die allerdings kaum oder gar nicht zum Treibhauseffekt beitragen. Zudem sind die Auswirkungen des Klimawandels stark zeitverzögert. Die persönliche Risikobewertung fällt somit niedriger aus, genauso wie der wahrgenommene Schweregrad einer potenziellen Gesundheitsgefährdung. Handlungen müssen somit auch über andere Anreizsysteme stimuliert werden. Gegenseitige Unterstützung und Gemeinschaftsgefühl können eine Möglichkeit sein, denn in der Gruppe ist man mutiger und lässt sich leichter inspirieren. Aber es benötigt auch Vorbilder, die voraus gehen. Auch wenn dies bedeutet, unbequeme Wege beschreiten zu müssen.
Ausführliche Informationen zur Konferenz erhalten Sie hier: http://www.sustainableconsumption2011.org
Die Posterpräsentation hier: http://www.ifib.de/publikationen.html?suche=go&id_pub=1041
Gesendet von R. Cimander
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Am 29. November 2011 fand die vom ifib in Zusammenarbeit mit dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) organisierte bundesweite Tagung IT-Innovationswerkstatt für Schulträger in Karlsruhe statt. An der Veranstaltung haben ca. 140 Entscheidungsträger aus dem öffentlichen Bereich, vor allem aus den Schulverwaltungen, teilgenommen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf Zukunftsthemen, die in den nächsten Jahren auf Schulträger zukommen und die IT-Systemlandschaft sowie die dazugehörigen IT-Services verändern werden. So befassten sich die Referentinnen und Referenten mit Themen zur Integration von Smartphones und Tablets in die IT-Infrastrukturen der Schulen, mit Cloudlösungen oder dem Mehrwert der IT für Lehrkräfte.
Wie viel IT-Infrastruktur braucht eine Schule überhaupt und welche Herausforderung stellt der Medienwandel für Betrieb und Support? Das waren zentrale Fragen, für die Antworten und Lösungsansätze aufgezeigt wurden.
Im Verlauf der Veranstaltung hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zudem die Gelegenheit, sich mit anderen Schulträgern, Landesinitiativen und Anbietern auszutauschen.
Die Beiträge der Referentinnen und Referenten bietet das LMZ zum Download an:
http://www.support-netz.de/newsletter-artikel/it-innovationswerkstatt.html
Gesendet von B. E. Stolpmann
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