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    <title>ifib Weblog</title>
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    <description></description>
    <dc:language>de</dc:language>
    <dc:creator>hayduk@ifib.de</dc:creator>
    <dc:rights>Copyright 2010</dc:rights>
    <dc:date>2010-08-25T07:47:00+01:00</dc:date>
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    <item>
      <title>Neuer Personalausweis bringt Nachteile für Blinde und macht das Internet nicht sicherer</title>
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      <dc:creator>Norbert Hayduk</dc:creator>
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      <description>Bremer Informatikprofessor Herbert Kubicek korrigiert ARD&#45;Magazin Plusminus


Das ARD&#45;Magazin Plusminus sorgte gestern (24.8.2010) durch eine Vorabveröffentlichung für Schlagzeilen, indem es den Nachweis von gravierenden Mängeln im Sicherheitssystem des ab November ausgegebenen neuen Personalausweises ankündigte. Für Betrüger sei es problemlos möglich, geheime Daten inklusive der PIN abzufangen. Dies habe ein mit dem Chaos Computer Club durchgeführter Test mit den vorgesehenen Basislesegeräten gezeigt.


In der Sendung buten un binnen vom 24.08.2010 stellte der Bremer Informatikprofessor Herbert Kubicek schon vor der Sendung klar, dass es sich bei dieser angeblichen Sicherheitslücke nicht um ein Problem des neuen Ausweises handelt, sondern um ein generelles Sicherheitsproblem von Online&#45;Transaktionen und dass der Ausweis dieses Problem sehr wohl reduziere. Der von Plusminus gezeigte Test fand mit so genannten Basislesegeräten statt, die keine eigene Tastatur haben. Die PIN, die den Zugriff auf die Daten des Personalausweises freigibt, muss über die Tastatur des Computers eingegeben werden, an den das Lesegerät angeschlossen wird. Im Test wurde gezeigt, dass man mit einem Spionageprogramm die Eingaben der Tastatur und die Darstellungen auf dem Bildschirm abfangen und einsehen kann. Nicht erwähnt wurde, dass dies mit anderen Lesegeräten nicht der Fall ist, dass diese Spionageangriffe auch für die derzeitigen Verfahren des Identifizierens und Einloggens mit Benutzername und Passwort gelten und dass der neue Personalausweis demgegenüber das Missbrauchsrisiko deutlich reduziert.


Kubicek zeigt in buten un binnen neben dem kritisierten Kartenleser der Klasse B (Basic) einen Leser der Klasse S (Standard) mit eigener Tastatur (Foto in der Anlage). Damit wird die PIN direkt an den Server des Dienstleisters übertragen, bei dem man sich identifizieren will. Und selbst wenn die PIN abgefangen wird, so Kubicek, kann der Angreifer damit nichts anfangen, wenn er nicht gleichzeitig auch den Ausweis in seinen Besitz bringt. Denn in den neuen Online&#45;Verfahren wird zunächst eine Verbindung zwischen dem Chip des Ausweises und dem Server hergestellt und dann erst nach der PIN gefragt. Der in der Plusminus&#45;Sendung gemachte Hinweis, der Angreifer könne neben der PIN auch die Adresse des Inhabers in Erfahrung bringen und dann den Ausweis stehlen, erscheint etwas weit hergeholt. Das Risiko, dass auf dem häuslichen Rechner ein Spionageprogramm platziert wird, hält er zudem auch für gering, wenn regelmäßig ein Virenschutzprogramm aktualisiert wird. Wie bisher sollte man auch mit dem neuen Ausweis in fremden Umgebungen keine Online&#45;Transaktionen mit PINs durchführen. 


Weniger Sicherheit für Blinde



In der von Plusminus ausgelösten Diskussion wird das Problem inzwischen überwiegend auf die Angreifbarkeit der einfachen Kartenleser reduziert. In ergänzenden Stellungnahmen wirft der Chaos Computer Club dem BMI vor, aus Kostengründen Sicherheitsrisiken in Kauf zu nehmen. Auch der Bundesdatenschutzbeauftragte empfiehlt, die sichereren Kartenleser mit Tastatur einzusetzen. Kubicek weist jedoch auf ein daraus resultierendes Folgeproblem hin: der elektronische Identitätsnachweis muss barrierefrei sein, das heißt, er muss auch von Menschen mit Behinderungen nutzbar sein. Beim Einsatz der einfachen und riskanten Kartenleser erfolgt die Benutzung über die Tastatur und Blinde können ihre Vorleseprogramme, die so genannten Screen Reader, einsetzen. Bei den sichereren Kartenlesern mit eigener Tastatur geht dies nicht. Kubicek, der die Bremer Firma bremen online services dabei berät, den so genannten Bürgerclient, die Software für den elektronische Identitätsnachweis, barrierefrei zu machen, weist auf die Konsequenz hin: Mehr als 1 Mio. Blinde müssten die geschilderten Sicherheitsrisiken in Kauf nehmen, weil es für sie keine Alternative gibt. Er hat das BMI schon vor einem Jahr darauf hingewiesen, dass es bisher nur Kartenleser für Blinde für kontaktbehaftete Chipkarten gibt, aber nicht für kontaktlose RFID&#45;Chips, und entsprechende Anforderungen oder Fördermaßnahmen angeregt.


Sicherer Ausweis macht Internet und Online&#45;Transaktionen nicht generell sicherer



Kubicek wies in buten un binnen auf andere Probleme des neuen Personalausweises hin, die er aus einer gerade abgeschlossenen Studie von sieben ähnlichen Systemen in anderen europäischen Ländern ableitet. Dort habe sich gezeigt, dass die Anbieter von Online&#45;Diensten die bisherigen Formen der Online&#45;Registrierung und des Log&#45;In mit Benutzername/Passwort oder PIN&#45;TAN weiterhin anbieten und die Mehrheit der Nutzerinnen und Nutzer daher keinen Grund sieht, sich einen Kartenleser zuzulegen und die erforderliche Software zu installieren.


Im Zielkonflikt Sicherheit versus Bequemlichkeit entscheide sich die Mehrheit hier wie auch in vielen anderen Bereichen für die Bequemlichkeit. Auch die im deutschen System vorbildlichen Datenschutzregelungen werden daran nichts ändern. In dem im November erscheinenden Buch mit dem Titel „Mehr Sicherheit im Internet durch elektronischen Identitätsnachweis? Der neue Personalausweis im europäischen Vergleich“ (LIT&#45;Verlag) zeigen Kubicek und sein Co&#45;Autor Torsten Noack an konkreten Zahlen, dass die Verfahren der Online&#45;Authentisierung in Schweden und Estland die höchsten Nutzungsraten bei elektronischen Steuererklärungen haben, jedoch gleichzeitig technisch niedrigere Sicherheitsstufen aufweisen und keine besonderen Datenschutzvorkehrungen beinhalten. Die erfolgreichen elektronischen Identitätsnachweise wurden in Kooperation mit den Banken eingeführt. In Deutschland sieht es derzeit nicht so aus, als würden die Banken den neuen Personalausweis für das Einloggen akzeptieren. Sie setzen auf die mobile TAN. Darin sieht Kubicek eine Quelle für Verunsicherung. Da der elektronische Identitätsnachweis auf dem neuen Personalausweis nur auf Antrag frei geschaltet wird, erwartet er, dass die meisten Personen abwarten und zumindest zunächst darauf verzichten. Erst wenn es attraktive Anwendungen gibt, die man nur mit dem neuen Ausweis nutzen kann, könnte sich das ändern.





Foto: ifib/Norbert Hayduk</description>
      <dc:subject>Kommentare, Nachrichten, Öffentliche Verwaltung, E&#45;Government</dc:subject>
      <dc:date>2010-08-25T07:47:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Gute Noten für das Bremische Informationsfreiheitsgesetz</title>
      <link>http://www.ifib.de/blog/index.php/site/gute_noten_fuer_das_bremische_informationsfreiheitsgesetz/</link>
      <dc:creator>B. Lippa</dc:creator>
      <guid>http://www.ifib.de/blog/index.php/site/gute_noten_fuer_das_bremische_informationsfreiheitsgesetz/#When:12:39:00Z</guid>
      <description>Herbert Kubicek und Barbara Lippa haben am 5. Juli auf der Tagung des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg&#45;Vorpommern „Informationsfreiheit – die nächste Generation“ im Schweriner Schloss die Ergebnisse ihrer Evaluation des Bremischen Informationsfreiheitsgesetzes vor mehr als 100 Fachleuten, darunter der Bundesbeauftragte für Informationsfreiheit sowie viele Landesbeauftragte, präsentiert. 

Das ifib hat die im zunächst befristeten BremIFG vorgesehene Evaluation von Oktober 2009 bis Februar 2010 im Auftrag der Senatorin für Finanzen und in enger Abstimmung mit der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit durchgeführt. Dazu wurden sowohl die betroffenen Behörden befragt als auch Bürgerinnen und Bürger in einer repräsentativen telefonischen Bevölkerungsumfrage sowie die Nutzer des IFG&#45;Portals und des zentralen Informationsregisters.

Die Bewertung ist überwiegend positiv ausgefallen. Es wird eine unbefristete Fortführung mit einigen Verbesserungen empfohlen. Bemerkenswert ist als Ergebnis der Bevölkerungsumfrage, dass mehr Menschen das zentrale Informationsregister kennen als das ihm zugrunde liegende Informationsfreiheitsgesetz, und dass sehr viel mehr Menschen bereits das Register zum Herunterladen von Informationen nutzen als einen Antrag nach dem IFG gestellt haben. Daher wird empfohlen, die proaktive Veröffentlichungspflicht auszuweiten und so die Transparenz der Verwaltung gezielt zu fördern und zu fordern, indem die Behörden halbjährlich bestimmte Veröffentlichungsschwerpunkte festlegen und die entsprechenden Dokumente öffentlich machen. Denn bisher gibt es noch einige Vollzugsdefizite bei der Erfüllung der gegenwärtigen Veröffentlichungspflichten. Der Vorschlag für eine Verpflichtung zur Planung von Veröffentlichungsschwerpunkten beruht auf der Annahme, dass Transparenz der Verwaltung sich nicht darauf beschränken darf zu warten, bis jemand kommt, der etwas wissen will, sondern eine Bringschuld der Verwaltung ist. Da die zu veröffentlichenden Dokumente auf etwaige Kollisionen mit Rechten von Betroffenen geprüft und ggf. bearbeitet werden müssen, bietet sich ein schrittweises themenbezogenes Vorgehen an.

Die Senatorin für Finanzen hat den Evaluationsbericht des ifib mit einer eigenen Stellungnahme inzwischen an die Bremische Bürgerschaft weitergeleitet. Dort wird nach der Sommerpause auf dieser Grundlage eine eigene Evaluation vorgenommen, und dann soll bis Ende des Jahres, auf jeden Fall noch in dieser Legislaturperiode, die Novellierung erfolgen.

Noch nicht in der schriftlichen Evaluation angesprochen, aber in den bevorstehenden Beratungen zu klären ist, ob die Forderung der Open&#45;Data&#45;Bewegung (so z.B. das Open Data Network e.V.) nach Lieferung von Informationen in weiter verarbeitbaren Formaten einer besonderen gesetzlichen Erwähnung bedarf oder durch die bestehenden Formulierungen abgedeckt ist und eventuell in der Verordnung zur Veröffentlichungspflicht zu konkretisieren ist. Vielfach entsteht der gesellschaftliche Nutzen von Informationen erst durch Aufbereitung und Verknüpfung, die die Verwaltung selbst nicht leisten kann, andere Organisationen jedoch sehr wohl. Eine weitere in diesem Zusammenhang noch zu klärende Frage betrifft das Verhältnis zwischen dem BremIFG und dem Informationsweiterverwendungsgesetz des Bundes.</description>
      <dc:subject>Studien, Vorträge, Öffentliche Verwaltung, E&#45;Democracy, E&#45;Government, Informationsfreiheit</dc:subject>
      <dc:date>2010-07-13T12:39:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Bremens befreite Behördendaten</title>
      <link>http://www.ifib.de/blog/index.php/site/bremens_befreite_behoerdendaten/</link>
      <dc:creator>C. Hanken</dc:creator>
      <guid>http://www.ifib.de/blog/index.php/site/bremens_befreite_behoerdendaten/#When:20:19:00Z</guid>
      <description>Als ich vor einigen Tagen über Bemühungen des Open Data Network e.V. zur Befreiung deutscher Behördendaten berichtete, habe ich es versäumt, einige Worte zum Stand der Dinge in Bremen anzufügen. Das möchte ich kurz nachholen.


Die Freie Hansestadt Bremen ist dank des zentralen Informationsregisters für Bremen und Bremerhaven (http://www.informationsregister.bremen.de) anderen Verwaltungen in Sachen Informationsfreiheit einen großen Schritt voraus. In diesem Register werden amtliche Dokumente bereitgestellt, die nach dem Bremer Informationsfreiheitsgesetz (BremIFG) freigegeben sind. Mir wurde durch die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit und bremen.online bestätigt, dass sich der urheberrechtliche Schutz an den IFG&#45;Dokumenten auf ein Änderungsverbot und die Pflicht zur Namensnennung der Behörde beschränkt (wohl Behandlung als &#8220;amtliche Werke, die im amtlichen Interesse zur allgemeinen Kenntnisnahme veröffentlicht worden sind&#8221; gemäß § 5 UrhG).

Gesetze, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften, auf die im Informationsregister verwiesen wird, stehen leider nur unter restriktiveren Bedingungen im Gesetzesportal bereit, da die konsolidierten Fassungen durch den Verlag C.H. Beck erstellt werden.

Unter den Dokumenten im Register sind mehr als 1.000 PDFs aus Senat, Deputation und Ausschüssen. Die Veröffentlichung von elektronischen Dokumenten im Informationsregister ist in Bremen heute nichts Ungewöhnliches mehr (der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, die Senatorin für Finanzen und die SAFGJS &#45; sind bisher die größten Inhaltslieferanten).

Dreißig im Register aufgeführte Geschäftsverteilungs&#45;, Organisations&#45; und Aktenpläne liegen nur in Papierform vor und lassen sich in der entsprechenden Behörde vor Ort einsehen.

Das Informationsregister ist eine großartige Quellensammlung für Journalisten, Wissenschaftler und Personen, die sich für detaillierte Verwaltungsinformationen zu einem bestimmten Thema interessieren.


Das Informationsfreiheitsgesetz könnte in einem nächsten Schritt als Katalysator für die offene Bereitstellung von Verwaltungsdaten wirken.

Bisher werden im IFG&#45;Register überwiegend zum Lesen aufbereitete PDFs veröffentlicht, deren Inhalte teilweise nicht ohne Texterkennungs&#45;Einsatz für Rechner auslesbar sind (es wurden zahlreiche Scans in Faxqualität eingestellt).

In Dokumenten enthaltene Daten sind derzeit nicht mit Zusatzinformationen zum maschinellen Auslesen und Verlinkungen versehen. Daher ist eine strukturierte Zusammenstellung enthaltener Daten &#45; etwa zur Darstellung in einem neuen Kontext &#45; und eine Weiterverwendung in Datenbanken wie CKAN (Comprehensive Knowledge Archive Network) unmöglich.

Die offene Bereitstellung von Daten mit Geobezug ist für verknüpfende Anwendungen besonders spannend und sollte vorangetrieben werden. (Als positives Beispiel kann ein Dokument mit Gauss&#45;Krüger&#45;Koordinaten für Fluglärmschutzzonen im Informationsregister genannt werden.)

Zudem sollte geprüft werden, wie die Datenbanken des Statistischen Landesamts Bremen sich mit den IFG&#45;Informationen zusammenbringen lassen.


Vielleicht kann ja der eine oder andere dieser Gedanken noch im Rahmen der aktuellen Evaluierung des BremIFG eine Rolle spielen. A propos: Aktuelle Informationen zur IFG&#45;Evaluierung gibt es am 5.7. in Schwerin, Anmeldungen beim Veranstalter sind noch bis zum 24.6.2010 möglich.




Foto: C. Hanken unter CC by&#45;3.0&#45;de &#45; &#8220;Transparenz&#8221;


Update: Dieser Artikel ist am 13.08.2010 &#45; mit Anpassungen &#45; auch im Open Data Blog erschienen. http://opendata&#45;network.org/2010/08/freier&#45;informationszugang&#45;in&#45;bremen/</description>
      <dc:subject>Kommentare, Öffentliche Verwaltung, E&#45;Government</dc:subject>
      <dc:date>2010-06-20T20:19:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Keine guten Aussichten für den neuen Personalausweis</title>
      <link>http://www.ifib.de/blog/index.php/site/keine_guten_aussichten_fuer_den_neuen_personalausweis/</link>
      <dc:creator>Herbert Kubicek</dc:creator>
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      <description>Ergebnisse eines internationalen Vergleichs: Sicherheit und Datenschutz werden nicht honoriert


Im November 2010 wird erstmals der neue, nun elektronische Personalausweis ausgegeben. Wie der Reisepaß enthält auch er einen RFID Chip, der jedoch nicht nur bei Grenz&#45; und Polizeikontrollen eingesetzt wird. Auf ihm kann – auf Antrag &#45; zusätzlich ein elektronischer Identitätsnachweis freigeschaltet werden, mit dem man sich im Internet gegenüber berechtigten Stellen identifizieren kann. Das Verfahrens entspricht hohen technischen Sicherheitsanforderungen, bietet ein Maximum an Datenschutz und   als einziges in Europa eine wechselseitiges Authentifizierung, weil die Stelle, die auf die Identitätsdaten zugreifen will, sich zunächst selbst authentifizieren und die entsprechende Berechtigung nachweisen muß. Von dieser eID Funktion wird eine Verbesserung der Internetsicherheit, insbesondere in Bezug auf Identitätsdiebstahl und damit auch eine stärkere Nutzung von E&#45;Government und E&#45;Commerce&#45;Anwendungen erwartet. 

Andere Länder haben bereits früher solche eID Verfahren eingeführt. In einem von der Volkswagen Stiftung geförderten Projekt wurden zusammen mit jeweiligen nationalen Partnern acht Länderfallstudien nach einem gemeinsamen Konzept erstellt. Zunächst wurden die den deutschen Planungen ähnlichen eID Systeme in Belgien, Österreich und Spanien verglichen,  und anschließend die mehr oder weniger abweichenden Systeme in Dänemark, Estland. Finnland und Schweden.


In keinem der untersuchten Länder hat die Einführung der eID zu einer nachweisbaren Steigerung der Online&#45;Nutzung im E&#45;Government und/oder E&#45;Commerce geführt. Die höchsten Nutzungsraten bei der elektronischen Steuererklärung erreichen die Länder, die mit Software&#45;Zertifikaten arbeiten, keine Datenschutzbedenken gegen die Verwendung des einheitlichen Personenkennzeichens haben, das Alter und Geschlecht offenbart und die das eID&#45;Management mit den Banken abstimmen und teilweise an diese in Lizenz vergeben haben.


Die acht Länderstudien und die vergleichenden Beiträge sind in der Zeitschrift Identity in the Information Society erschienen.


Die Darstellung der Methode und des theoretischen Ansatzes sowie die beiden vergleichenden Analysen können auch hier nach dem Open Access Prinzip heruntergeladen werden:


Herbert Kubicek

Introduction: conceptual framework and research design for a comparative analysis of national eID Management Systems in selected European countries

DOI: 10.1007/s12394&#45;010&#45;0052&#45;0


Herbert Kubicek und Torsten Noack

The path dependency of national electronic identities

A comparison of innovation processes in four European countries

DOI: 10.1007/s12394&#45;010&#45;0050&#45;2


Herbert Kubicek und Torsten Noack

Different countries &#45; different paths. 

Extended comparison of the introduction of eIDs in eight European countries.

DOI: 10.1007/s12394&#45;010&#45;0063&#45;x




Bildquelle: Bundesministerium des Innern</description>
      <dc:subject>E&#45;Government</dc:subject>
      <dc:date>2010-06-17T07:14:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>OpenData Hackday</title>
      <link>http://www.ifib.de/blog/index.php/site/opendata_hackday/</link>
      <dc:creator>C. Hanken</dc:creator>
      <guid>http://www.ifib.de/blog/index.php/site/opendata_hackday/#When:13:36:00Z</guid>
      <description>Am Wochenende konnte ich am ersten OpenData Hackday in Berlin teilnehmen. Das vom Open Data Network e.V. organisierte barcampartige Event am Veranstaltungsort der re:publica und re:campaign (Kalkscheune in Berlin) sollte Akteure zusammenführen, die daran interessiert sind, den Zugang zu offenen und gemeinfreien Verwaltungsinformationen zu verbessern. Die Veranstaltung richtete sich insbesondere an Programmierer, die sich damit beschäftigen, Verwaltungsdaten durch eigene Anwendungen und Visualisierungen für Bürger zu erschließen und in Form von Mashups neue Nutzungsmöglichkeiten auszuloten.


Da es in der Regel keinen direkten Zugang auf die bei Behörden gespeicherten Rohdaten gibt, müssen sich Anwendungen derzeit häufig mit dem Auslesen von Inhalten aus Webseiten behelfen (screen scraping auf Präsentationsebene). Ein solches Vorgehen kann jedoch in Konflikt mit dem Urheber&#45; und Datenbankrecht stehen (Hören, Skriptum Internetrecht, Februar 2010, S. 124 ff.; Schulzki&#45;Haddouti, KoopTech, 2008, Abschnitt 3.1.3.3) und ist &#45; verglichen mit der Datenübergabe über vereinbarte Schnittstellen &#45; fehleranfällig.


Die Arbeit mit Verwaltungsinformationen wäre deutlich einfacher, wenn mehr Behörden einige der folgenden Anregungen für die Veröffentlichung von Informationen aufgreifen würden (ähnlich auch Eaves, 2009):

&#45; Gemeinfreie Inhalte der Öffentlichkeit bereitstellen,

&#45; bei der Auftragsvergabe Veröffentlichung unter freien Lizenzen einfordern,

&#45; bei der Veröffentlichung Probleme mit Rechten Dritter ausräumen,

&#45; Rohdaten frei bereitstellen,

&#45; strukturierte Datenformate nutzen und

&#45; freie APIs zu Verfügung stellen.


Mittelfristig wünschenswert wäre sicherlich ein offizielles Datenportal der öffentlichen Verwaltungen in Deutschland auf Bundes&#45;, Landes&#45; und kommunaler Ebene. Planungen für ein solches Portal dürften in den Aufgabenbereich des IT&#45;Planungsrats fallen.


Auf dem Hackday wurden bereits viele spannende Projekte vorgestellt und weiterentwickelt:

&#45; Offene Daten (http://offenedaten.de &#45; offene Daten der öffentlichen Verwaltung), 

&#45; Deutschland API (http://deutschland&#45;api.de &#45; Daten strukturiert und maschinenlesbar zur Verfügung stellen),

&#45; Frankfurt gestalten (http://frankfurt&#45;gestalten.de &#45; lokale Partizipation in FFM), 

&#45; Mapnificent (http://mapnificent.de &#45; Datenvisualisierung auf der Berliner Stadtkarte), 

&#45; Bundestagger (http://bundestagger.de &#45; Dokumente des Deutschen Bundestags mit Zusatzinformationen anreichern) &#45; und

&#45; SteuernSteuern (http://steuernsteuern.org &#45; interaktiver Bundeshaushalt),

um nur Beispiele herauszugreifen.


Auf den Weg gebracht wurde darüber hinaus der erste deutsche Apps4Democracy&#45;Wettbewerb, der den Wettstreit um bürgerfreundliche Anwendungen vorantreiben soll. Der Wettbewerb der Ideen soll im Mai eröffnet werden.


Nebenbei nehmen meine Planungen für einen Sammelband zum Thema &#8220;Offene und freie Verwaltungs&#45;Inhalte in Deutschland&#8221; konkrete Formen an. Weitere Anregungen nehme ich gern auf.</description>
      <dc:subject>Kommentare, Veranstaltungen, E&#45;Democracy, E&#45;Government</dc:subject>
      <dc:date>2010-04-19T13:36:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>ifib begleitet PC&#45;Standardisierung in der bremischen Verwaltung</title>
      <link>http://www.ifib.de/blog/index.php/site/standard_pc_fuer_die_bremische_verwaltung/</link>
      <dc:creator>B. E. Stolpmann</dc:creator>
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      <description>Auf Basis eines Senatsbeschlusses aus dem Jahr 2009 sollen die Büroarbeitsplätze der bremischen Verwaltung mit einem standardisierten Verwaltungs&#45;PC ausgestattet werden.


Am 12. März 2010 wurde zur Umsetzung dieses Vorhabens ein Pilotprojekt mit drei senatorischen Behörden, dem IT&#45;Dienstleister Dataport und dem ifib gestartet. Zunächst sollen mit drei Pilotbehörden die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen für die Umstellung auf den Verwaltungs&#45;PC festgestellt und Migrationskonzepte erarbeitet werden. Auf Grundlage dieser Konzepte will die Freie Hansestadt Bremen eine Entscheidung über die Umsetzung der Migration in den Pilotbehörden sowie die Übertragbarkeit auf die mehr als 8.000 Verwaltungsarbeitsplätze der bremischen Verwaltung treffen.


Das Institut für Informationsmanagement Bremen war an der vorausgehenden Untersuchung und Konzeptualisierung beteiligt. In der Hauptuntersuchungsphase unterstützt das ifib in erster Linie das Referat &#8221;Zentrales IT&#45;Management und E&#45;Government&#8221; bei der Senatorin für Finanzen und begleitet das Projekt wissenschaftlich. Zu den ifib&#45;Arbeitsbereichen zählen hierbei insbesondere Wirtschaftlichkeit, nachhaltige IT&#45;Personalentwicklung und IT&#45;Management.


An der Auftakt&#45;Sitzung des Projektes (&quot;Kickoff&quot;) nahmen u. a. die Staatsräte Henning Lühr und Wolfgang Golasowski, die IT&#45;Direktorin Gisela Schwellach, die Dataport&#45;Vorstände Matthias Kammer und Andreas Reichel sowie die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Dr. Imke Sommer teil.


In ihren Vorträgen wurde deutlich, dass die Einsparpotenziale der IT am Arbeitsplatz noch nicht komplett erschlossen sind und durch eine länderübergreifende Zusammenarbeit mit einem gemeinsamen IT&#45;Dienstleister Synergien geschaffen werden können. Ebenso deutlich wurde herausgestellt, dass die Auslagerung von IT&#45;Aufgaben auf einen zentralen Dienstleister umfangreiche Personalentwicklungskonzepte für die IT&#45;Mitarbeiter der bremischen Verwaltung erfordern.


Der standardisierte Verwaltungs&#45;PC Bremen soll auf dem BASIS&#45;Standard (BASIS: Büroarbeitsplatz Standard Infrastruktur Service) der Freien und Hansestadt Hamburg aufbauen. Durch diesen Standard wird eine gemeinsame Ausgangsplattform für die bremische Verwaltung ermöglicht.




Quelle: Bild ifib (ch) / Wappen bremen.de


Mehr zur wissenschaftlichen Begleitung und Unterstützung der Realisierung effizienter E&#45;Government&#45;Dienste in der Freien Hansestadt Bremen durch das ifib:

&#45; Wirtschaftlichkeitsanalyse zu Office&#45;Anwendungen

&#45; Kundenzufriedenheit mit der IT in der Bremer Verwaltung

&#45; E&#45;Rechnung in der Freien Hansestadt Bremen</description>
      <dc:subject>Nachrichten, Projekte, Öffentliche Verwaltung, E&#45;Government, IT&#45;Management</dc:subject>
      <dc:date>2010-03-19T13:57:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Startschuss für Bürgerbeteiligungsprojekt zum Klimaschutz in Bremen</title>
      <link>http://www.ifib.de/blog/index.php/site/startschuss_fuer_buergerbeteiligungsprojekt_zum_klimaschutz_in_bremen/</link>
      <dc:creator>R. Cimander</dc:creator>
      <guid>http://www.ifib.de/blog/index.php/site/startschuss_fuer_buergerbeteiligungsprojekt_zum_klimaschutz_in_bremen/#When:08:15:01Z</guid>
      <description>Mit einer gemeinsamen Pressekonferenz von der Bremer Klimaschutzagentur Energie&#45;Konsens, dem  Bremer Umweltsenator Dr. Reinhard Loske und dem ifib wurde am 3. Februar der offizielle Startschuss für ein zweijähriges Beteiligungsverfahren für Bremerinnen und Bremer gegeben, in dem neue Wege zur Motivation und Erfolgskontrolle des individuellen Klimaschutzverhaltens erprobt werden. Im Mittelpunkt steht ein Panel für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Stadt, in dem sich diese gemeinschaftlich verpflichten, eine bestimmte Menge an CO2 bzw. Energie in 2010 und 2011 einzusparen, und dies auch auf transparente Weise überprüfen lassen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Untersuchung, welchen Einfluss die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern generell auf die Erreichung von Klimaschutz&#45;bezogenen Zielen hat und ob es einen Unterschied hinsichtlich Qualität und Wirkungen von elektronisch gestützter Partizipation und tradtionell durchgeführten Beteiligungsmaßnahmen gibt. 


Bremerinnen und Bremer können sich ab sofort unter http://www.e2democracy.eu/ichmachemit für die Teilnahme anmelden. Sie erhalten dann automatisch eine Einladung zur Auftaktveranstaltung am 3. März und weitere Informationen zum Verfahren.


In der Pressekonferenz wurden die Eckpunkte des zweijährigen Forschungsprojekts zum Klimaschutz präsentiert und ausgewählte Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter mehr als 800 Bremerinnen und Bremern zu deren Klimaschutz&#45;bezogenem Verhalten berichtet, die zur Vorbereitung des Beteiligungsverfahrens durch die Forschungsgruppe Wahlen im Rahmen des Projekts durchgeführt wurde. Wir berichteten am 4.12.2009.


„Die Studie zeigt, dass die Bremerinnen und Bremer die Zeichen der Zeit erkannt haben und bereit sind, selber für den Klimaschutz aktiv zu werden“, freute sich Umweltsenator Dr. Reinhard Loske bei der Vorstellung der Ergebnisse. Bereits jetzt handeln viele Bremer klimafreundlich – dies legen jedenfalls die Ergebnisse nahe: So achten rund 88 Prozent nach eigenen Angaben auf den Energieverbrauch, 79 Prozent verzichten auf Stand&#45;By und 73 Prozent bevorzugen im Nahverkehr umweltfreundliche Verkehrsmittel. Jeder fünfte gibt an, Bio&#45;Lebensmittel zu kaufen. Laut Umfrage sind auch neun von zehn Bremerinnen und Bremer der Meinung, dass neben Politik und Wirtschaft vor allem die Verbraucher gefordert sind, um die Klimaziele bis zum Jahr 2020 zu erreichen.&amp;nbsp; „Die Ergebnisse zeigen, dass die Bremer in vielen Bereichen schon sehr sensibilisiert sind“, so Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der Bremer Energie&#45;Konsens. „Sie zeigen aber auch die Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln. So halten knapp 80 Prozent öffentliche Verkehrsmittel für eine wichtige Maßnahme zur Bekämpfung des Klimawandels, doch nur knapp 50 Prozent lassen das Auto stehen und nutzen die Bahn für Fernreisen. Deutlich werde durch die Studie auch, so Rasmussen, dass klimafreundliches Handeln oft mit anderen positiven Effekten einhergeht oder dadurch angeschoben wird: „Rund die Hälfte der Befragten sagt, dass sie ihren Fleischkonsum verringert haben  &#45; der Grund ist jedoch nur selten der Klimaschutz, sondern vor allem Gesundheitsbewusstsein.“ 

Rund drei Viertel aller Befragten gaben an, dass sie bereit sind, weiter CO2 einzusparen. Jetzt soll erforscht werden, ob ein mehr an Information auch zu einem mehr an Handlungen führt und welche Informationswege dabei besonders gut funktionieren. Über zwei Jahre wird daher das ifib unter der Leitung von Prof. Dr. Herbert Kubicek in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt Bremerinnen und Bremer begleiten, die ihre CO2&#45;Bilanz verbessern wollen. Gesucht werden dazu jetzt mindestens 400 Bremerinnen und Bremer. Sie werden durch regelmäßige Informationen und Veranstaltungen von der Bremer Energie&#45;Konsens mit praktischen Tipps zur Verkleinerung des CO2&#45;Rucksacks versorgt. Die Hälfte erhält die Informationen dabei nur via Internet, die andere Hälfte „klassisch“ über Papier und Veranstaltungen. 


Gut die Hälfte der Befragten fühlt sich beim Thema Klimaschutz sehr gut oder gut informiert – die andere Hälfte nicht. „Aber nur etwa acht Prozent kennen das Bremer CO2&#45;Einsparziel von 40 Prozent bis 2020 – die allermeisten setzen es sehr viel niedriger an und glauben auch nicht, dass 40 Prozent zu erreichen sind“, so Kubicek. „Dies zeigt uns einmal mehr, dass wir uns ein ebenso notwendiges wie ambitioniertes Ziel gesetzt haben“, so Senator Loske. Es sei noch viel Informationsarbeit zu leisten. Vor diesem Hintergrund begrüßt Loske das kommende Forschungsprojekt: „Mit den Ergebnissen werden wir hoffentlich die Bremerinnen und Bremer noch besser zum Thema Klimaschutz ansprechen und überzeugen können.“ 


In den kommenden Tagen werden 4.000 Bremerinnen und Bremer angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. Aber auch wer keine Post erhält kann mitmachen und sich im Internet unter http://www.e2democracy.eu/ichmachemit oder unter Tel.: 0421/218 7375 (ifib) anmelden.


Die am 3. Februar vorgestellten Ergebnisse finden Sie auf dieser Website unter den Aktuellen Publikationen. Weitere Dokumente und Informationen zum Forschungsprojekt können Sie auf der Internetseite e2democracy.eu abrufen und die Videobeiträge des Weser&#45;Kurier vom 4. Februar von Dr. Cornelis Rasmussen sowie von Prof. Dr. Herbert Kubicek können Sie hier und hier anschauen. Den Beitrag des Weser&#45;Kurier vom 4. Februar finden Sie hier und den Beitrag von Radio Bremen hier. Hierunter ein Foto der Vortragenden in den Räumen der Bremer Klimaschutzagentur Energie&#45;Konsens.




Umweltsenator Dr. Reinhard Loske, Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der Bremer Energie&#45;Konsens und Prof. Dr. Herbert Kubicek, Geschäftsführer des ifib.

Foto: Ralf Cimander, ifib</description>
      <dc:subject>Nachrichten, Projekte, Öffentliche Verwaltung, Vereine und Verbände, E&#45;Democracy, E&#45;Government</dc:subject>
      <dc:date>2010-02-04T08:15:01+01:00</dc:date>
    </item>

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      <title>&#8220;Kommunale Prozessintelligenz&#8221;: erfolgreicher Start</title>
      <link>http://www.ifib.de/blog/index.php/site/kommunale_prozessintelligenz_erfolgreicher_start/</link>
      <dc:creator>M. Wind</dc:creator>
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      <description>Kommunale Prozessintelligenz hat zwei Seiten: Erstens geht es darum, Geschäftsprozesse in den Kommunen intelligent zu gestalten, so dass sie den Anforderungen der Kunden ebenso wie Kriterien von Wirtschaftlichkeit und Qualität gerecht werden. Zweitens müssen diese Prozesse selbst mit Intelligenz ausgestattet werden, damit erforderliche Informationen schnell, bedarfsgerecht und aktuell zur Verfügung stehen.





Auf der Tagung &#8220;Kommunale Prozessintelligenz&#8221;, die am 29. September 2009 erstmals in Bremen stattfand, informierten sich rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Vorgehensweisen und Ergebnisse abgeschlossener oder laufender Projekte im Zusammenhang mit Geschäftsprozessmanagement in Kommunalverwaltungen. Das Themenspektrum reichte von Darstellungen zu kommunalen Masterplänen, mit denen der Bogen zwischen IT und Prozessen geschlagen wird, über die Optimierung der Rechnungseingangsbearbeitung und Digitales Schriftgutmanagement bis hin zur zwischenmenschlichen Kommunikation als Erfolgsfaktor. Die Vorträge sind online dokumentiert.


Organisiert wurde die Tagung von der  E&#45;Government&#45;Akademie des ifib in Kooperation mit dem Beratungshaus b.i.t.consult und der Fachzeitschrift &#8220;innovative VERWALTUNG&#8221; als Medienpartner. Erste Überlegungen, eine Veranstaltung mit ähnlichem thematischem Zuschnitt im kommenden Jahr zu wiederholen, wurden von den Besucherinnen und Besuchern unterstützt: Über 80% erklärten auf den Feedback&#45;Bögen nach Möglichkeit an einer Folgeveranstaltung teilnehmen zu wollen.&amp;nbsp;</description>
      <dc:subject>Nachrichten, Veranstaltungen, Vorträge, Öffentliche Verwaltung, Dokumentenmanagement, E&#45;Government, Geschäftsprozesse, Interoperabilität, IT&#45;Management, Regionale Kooperationen, Wissensmanagement</dc:subject>
      <dc:date>2009-10-01T10:59:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Barcamp? Socialbar? Offene Veranstaltungen zu Internet&#45;Themen</title>
      <link>http://www.ifib.de/blog/index.php/site/barcamp_socialbar_offene_veranstaltungen_zu_internet_themen/</link>
      <dc:creator>C. Hanken</dc:creator>
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      <description>Seit einiger Zeit engagiert sich das eine oder andere Mitglied des ifib&#45;Teams bei Barcamps oder bei Veranstaltungen, die an dieses Format angelehnt sind (u.a. IdentityCampBremen 2008, E&#45;Government 2.0 Camp Berlin, SocialCamp, Socialbar Bremen). Was ist ein Barcamp? Ich möchte jetzt nicht auf die Herkunft des Namens eingehen (lässt sich bei Wikipedia nachlesen:&amp;nbsp; http://de.wikipedia.org/wiki/BarCamp). Wichtiger ist es, einige wesentliche Merkmale dieser Veranstaltungsform zu skizzieren. Typischerweise werden auf einem Barcamp Themen aus dem Bereich Social Software (landläufig auch Web 2.0) behandelt. Es lassen sich Analogien zur Entwicklung freier, quelloffener Software ziehen. Ein Barcamp lebt von der Partizipation möglichst vieler engagierter Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Trennung zwischen Publikum und Vortragenden soll &#45; soweit möglich &#45; aufgelöst werden. Die Initiatoren einer solchen offenen Veranstaltung setzen im Idealfall nur einen groben Rahmen und geben Anstöße für die Erledigung von organisatorischen Teilaufgaben durch andere Beteiligte. Es existiert kein Veranstaltungsprogramm, das monatelang vorher festgelegt wurde, vielmehr wird das Programm unter Beteiligung aller Teilnehmer im Netz vorbereitet (mit Hilfe eines Wikis) und ist selbst am Veranstaltungstag noch beweglich. Gemeinsam ist den Barcamps, dass Social&#45;Media&#45;Fachleute und &#45;Begeisterte mit Fachleuten aus einem bestimmten Bereich nutzenbringend zusammengebracht werden sollen.


Das unter anderem vom ifib unterstützte Government 2.0 Camp in Berlin am 28.08.2009 kann als ein erfolgreicher Versuch angesehen werden, die Barcamp&#45;Grundlagen auf eine Veranstaltung mit Vertretern aus Regierung und Behörden in Deutschland zu übertragen. Meiner Ansicht nach wurde ein guter Weg gefunden, partizipative Elemente in die Veranstaltungsorganisation einzubringen, ohne dabei die Gepflogenheiten im Umgang mit Verwaltungsvertretern völlig über Bord zu werfen. Dieser Kompromiss war notwendig, um nicht nur Social&#45;Media&#45;Fachleute und &#45;Begeisterte in Berlin zu versammeln, sondern etwa auch das BMI für die Veranstaltung zu gewinnen. Das ausgewogene Mischungsverhältnis zwischen IT&#45; bzw. Web&#45;2.0&#45;Spezialisten und Teilnehmern aus Behörden bildete eine gute Basis für Vernetzung und Austausch. Die spürbare Zutat Vertriebspersonal sehe ich als unvermeidbare Nebenerscheinung an, einen Ausverkauf des BarCamp&#45;Formats kann ich hierin nicht erkennen. Es ist bemerkenswert, dass der Anteil von Teilnehmern aus der öffentlichen Verwaltung in Berlin größer war, als beim Government BarCamp in Washington 2008 (http://gov20camp.eventbrite.com), bei dem Teilnehmer vom &#8220;Capitol Hill&#8221; eher die Ausnahme waren (siehe Dokumentation bei IBM).

Auch wenn die Teilnehmer aus der öffentlichen Verwaltung sich häufig deutlich kritisch geäußert haben (etwa: &#8220;das käme ja einer Revolution gleich&#8221; oder &#8220;wenn wir die bewährten Strukturen übergehen, können die Kontrollmechanismen nicht mehr greifen&quot;) sind doch Samen für eine neue Verwaltungskultur gestreut worden. Die meisten Teilnehmer waren sich darüber einig, dass die Einführung neuer technischer Hilfsmittel sinnlos ist, solange sich nicht das Selbstverständnis der Verwaltung ändert.


Aus der großen Zahl der spannenden Sessions möchte ich das Thema &#8220;Kommunalverwaltung 2.0, Bürgerbeteiligung und die Rolle von Nonprofit&#45;Organisationen auf kommunaler Ebene&#8221; herausgreifen (Folien bei Slideshare). Frau Dr. Brigitte Reiser, die sich seit längerem intensiv mit diesem Themenfeld befasst, hat deutlich gemacht, dass auch zivilgesellschaftliche Organisationen erheblich von den Beteiligungs&#45; und Vernetzungpotentialen neuer technikgestützter Partizipationsmodelle profitieren können. Tatsächlich ist es unausweichlich, dass NGOs und NPOs ihre Verbindung zur Mitgliedsbasis verbessern und themenbezogene Kooperationen mit anderen Organisationen suchen, um zukunftsfähig zu bleiben. Ich habe diese Session herausgegriffen, da sie nahtlos zum Socialcamp am 3. und 4. Oktober in Berlin (http://www.socialcamp&#45;berlin.de) überleitet. Hier sollen nicht Behörden, sondern gemeinnützige Organisationen im Mittelpunkt des Barcamps stehen.


Um den Austausch zwischen Internetexperten und Vertretern gemeinnütziger Organisationen lokal zu fördern, werden als Tochterveranstaltungen des Socialcamps so genannte Socialbars organisiert. Eine solche offene Veranstaltung im kleineren Rahmen bringt einen gewissen Stammtisch&#45;Charakter mit sich. Es wird nicht vom Podium aus doziert, sondern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können &#45; soweit möglich &#45; gleichberechtigt interessante Social Software, Projekte, Kampagnen oder Kooperationsvorhaben vorstellen. Die erste Socialbar Bremen &#45; http://www.socialbar&#45;bremen.de &#45; findet am 1. Oktober 2009 im Alten Fundamt, Auf der Kuhlen 1a, 28203 Bremen, statt. Vielleicht sind auch Sie dabei?




Logo: Socialbar Bremen unter CC 


Themenbezogene ifib Publikationen:


Lippa / Trénel: E&#45;Petitionen. Ein altes Recht im neuen Gewand

http://www.ifib.de/publikationsdateien/E&#45;Petitionen_gov2.0_BarCamp_Lippa_Trenel.pdf


Hanken: E&#45;Government 2.0, Freie Lizenzen und Informationsfreiheit

http://www.ifib.de/publikationsdateien/2009_09_Hanken_ifib.pdf</description>
      <dc:subject>Kommentare, Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Vorträge, Öffentliche Verwaltung, Vereine und Verbände, E&#45;Democracy, E&#45;Government, Regionale Kooperationen</dc:subject>
      <dc:date>2009-09-23T09:16:00+01:00</dc:date>
    </item>

    <item>
      <title>Renaissance des Wissensmanagements</title>
      <link>http://www.ifib.de/blog/index.php/site/renaissance_des_wissensmanagements/</link>
      <dc:creator>M. Wind</dc:creator>
      <guid>http://www.ifib.de/blog/index.php/site/renaissance_des_wissensmanagements/#When:11:48:00Z</guid>
      <description>In seinem Blog verweist Hermann Hill von der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer auf den Beitrag, den Daniela Berger, IT&#45;Leiterin der Stadt Oldenburg, und ich kürzlich in Ausgabe 1/2009 der Schweizer Zeitschrift &#8220;eGov Präsenz&#8221; veröffentlicht haben. Darin haben wir unter anderem auf die Ergebnisse eines Workshops der Virtuellen Region Nordwest hingewiesen, bei dem sich gezeigt hat, dass Themen zum Wissensmanagement gegewärtig wieder steigende Bedeutung zugewiesen wird &#45; auch wenn dieser Begriff angesichts mancher Enttäuschungen aus der Vergangenheit heute vielleicht nicht mehr so gerne gewählt wird. Hermann Hill geht in seinem Beitrag davon aus, dass die Erfahrungen mit dem einheitlichen Behördenruf D115, neue Formen der Bürgerpartizipation und auch die Bewältigung des demografischen Wandels für weitere Impulse in diese Richtung sorgen werden.

Nun gehören die Oldenburger Kolleginnen und Kollegen ja zu den ersten Kommunen, die sich dem D115&#45;Verbund angeschlossen haben. Möglich war dies nur, weil sie bereits 2006 mit den Vorarbeiten für ihr Call Center, dort &#8220;ServiceCenter&#8221; genannt, begonnen haben. Seit Februar 2007 lief die Umsetzungsphase, im Sommer 2008 war das ServiceCenter schließlich einsatzbereit und konnte sich kurze Zeit später in den gerade startenden D115&#45;Verbund integrieren. Die Oldenburger Erfahrungen sind äußerst lehrreich und zeigen einmal mehr, dass der Aufbau eines zentralen Call Centers in der Verwaltung mit einem tief greifenden Kulturwandel einhergehen muss. Wohltuend realistisch hat vor einiger Zeit der Leiter des Oldenburger ServiceCenters, Ingo Tulodetzki, bei einer Präsentation für interessierte Mitglieder der Virtuellen Region Nordwest darauf hingewiesen, dass nicht der Rummel um D115, sondern der  Wunsch nach besserem Service und nach Prozessoptimierung Auslöser für die Einrichtung eines solchen ServiceCenters sein sollte. Werden die damit verbundenen Herausforderungen bewältigt, könne sich eine Kommune auch an D115 beteiligen.

Diese Sichtweise kann gar nicht oft und deutlich genug betont werden. Denn in der Praxis ist nur allzu oft die Tendenz anzutreffen, sich an publicityträchtigen Großprojekten zu beteiligen und die mühsame Veränderungsarbeit vor Ort zu vernachlässigen. Das gilt auch und gerade für das Thema Wissensmanagement.&amp;nbsp;</description>
      <dc:subject>Kommentare, Öffentliche Verwaltung, E&#45;Government, Geschäftsprozesse, Wissensmanagement</dc:subject>
      <dc:date>2009-09-01T11:48:00+01:00</dc:date>
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