NEWS ARCHIV
Fallstudien zu semantischer Interoperabilität
Workshopergebnisse
Im Rahmen der unter Beteiligung des ifib durchgeführten Studie zur Interoperabilität im eGovernment auf lokaler und regionaler Ebene fand am 19. April 2006 ein Workshop zum Thema "Good Practice in Semantic Interoperability" in Prag statt. Neben der Präsentation des aktuellen Stands der Studie zu Erfolgsfaktoren und Barrieren für Interoperabilität in den Europäischen Mitgliedsstaaten und der Vorstellung des e-Citizen Projekts in den Niederlanden wurden vier Fallstudien vorgestellt, die als beispielgebend für das Erreichen von semantischer Interoperabilität in der öffentlichen Serviceerbringung zu betrachten sind. Vorgestellt wurden das OIOXML Projekt aus Dänemark das die Entwicklung und Verbreitung von Standards zum Austausch elektronischer Dokumente und zur Erbringung öffentlicher Dienstleistungen zum Ziel hat.Daneben wurde "Kadaster-on-line" vorgestellt, eine Platform, bzw. ein Projekt das Informationsprodukte für Kunden zusammenstellt, indem beispielsweise Katasterpläne und Real Estate informationen automatisiert aus den dezentralen regionalen Datenbanken gesucht und zusammengestellt werden. Öffentliche Verwaltungen können solche Informationsprodukte auch direkt in ihre laufenden Verfahren zur Information in ihre Internetportale integrieren.
Ein weiterer vorgestellter Service war die Registrierung von Unternehmen in Schweden. Hier wurde die Registrierung die bislang nacheinander beim Gewerbeamt und dann bei der Steuerbehörde vorgenommen werden musste, in einen kombinierten Anmeldeprozess umgestaltet, der mittels gemeinsam verabschiedeter Taxonomien und über Ontologien die Anmeldung nun gleichzeitig sowohl in der Gewerbedatenbank als auch im Steuerregister vornimmt.
Der vierte vorgestellte Service erreichte semantische Interoperabilität bei der Integration von regionalen Gesundheitsservices und deren Anbieter in der Region Friaul-Julisch Venetien, der östlichsten Region Italiens. Ein wesentliches Ergebnis dieses Projekts liegt in der Schaffung einer regionalen Datenbank die die Gesundheitsakten der Einwohner verwaltet und auf die über bestimmte Regelungen zugegriffen werden kann.
Die Fallstudien sind in kürze in einer vorläufigen Fassung auf dem "Good Practice Framework for eGovernment" der Europäischen Kommission im Auswahlmenü "Interoperability" unter "Documents" abrufbar (
Good Practice Framework for eGov of the CEC). Hier finden Sie auch weitere Fallstudien und Informationen sowie die aktuelle Fassung der Interoperabilitätsstudie. Für weitere Fragen kontaktieren Sie uns gerne unter egov-iop@ifib.de.
Projekt:
Study on Interoperability at Local and Regional Level
