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ifib erstellt Studie zur Mediennutzung
Nutzung digitaler Medien in den Schulen im Bundesland Bremen - Ergebnisse und Vergleich der Befragung von Schulen, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern aus dem Frühjahr 2006Die Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien ist in Bremen und Bremerhaven im Vergleich zu anderen Bundesländern sehr gut. Die Nutzung von Computern und Internet nimmt vielfältige Formen an, von einer umfassenden Integration in den Unterricht sowie in andere Bereiche des Schullalltags ist sie aber noch ein gutes Stück entfernt. Um die Potenziale der digitalen Medien in den Schulen voll auszuschöpfen, müssen daher insbesondere die technischen und pädagogischen Unterstützungssysteme für die Nutzung der digitalen Medien weiter verbessert werden. Das sind Ergebnisse einer Befragung von Schulleitungen, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern, die das Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH (ifib) im Frühjahr 2006 zur Medienarbeit und Mediennutzung an den Schulen im Bundesland Bremen im Auftrag der Senatorin für Bildung und Wissenschaft des Landes Bremen durchgeführt und die Ergebnisse jetzt in einer Broschüre veröffentlicht und an die Schulen verteilt hat.
Die aktuelle Ausstattungssituation der Schulen ist mit durchschnittlich acht Schülerinnen und Schülern, die sich einen Computer teilen müssen, bei beiden Schulträgern im Bundesland Bremen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (elf Schülerinnen und Schüler pro Computer) und anderen Großstädten sehr gut und hat sich gegenüber der letzten Studie des ifib aus dem Jahr 2003 noch einmal deutlich verbessert. In rund der Hälfte aller Unterrichtsräume kann inzwischen auf Computer und Internet zugegriffen werden, so dass die Voraussetzungen zur Integration der digitalen Medien in den (Fach-)Unterricht gegeben sind. Immer mehr Schulen entwickeln dafür entsprechende Konzepte und bauen Teamstrukturen für die schulinterne Umsetzung auf.
Die meisten der rund 900 befragten Lehrkräfte in Bremen und Bremerhaven nutzen den Computer und das Internet für Unterrichtszwecke, angeführt von der Unterrichtsvorbereitung. Im Unterricht wird der Computer vor allem als Werkzeug und für die Vermittlung instrumenteller Grundkompetenzen eingesetzt. Außerhalb des (Fach-)Unterrichts bieten unterrichtsergänzende Angebote mit digitalen Medien prinzipiell weitere gute Gelegenheiten zur Förderung der Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern. AGs oder Projekte mit Medienunterstützung und Zugangsmöglichkeiten zur Computerausstattung der Schule außerhalb des Unterrichts bieten etwa die Hälfte aller Schulen an, vor allem die weiterführenden und hier insbesondere die Ganztagsschulen.
Verbesserungsmöglichkeiten liegen insbesondere im Bereich der technischen und pädagogischen Unterstützung für die Schulen. In der Stadtgemeinde Bremen wird ein großer Teil des technischen Supports immer noch von Lehrkräften geleistet. Der Vergleich mit dem stärker zentralisierten und auf die technischen Assistenten in den Schulen setzenden Modells in Bremerhaven zeigt, dass es Gestaltungsspielräume im Supportbereich konsequent zu nutzen gilt, um die Schulen von dieser Aufgabe weitestgehend zu entlasten. Die pädagogische Unterstützung adressiert primär die Qualifizierung der Lehrerinnen und Lehrer. Neben Produkt- und Basisschulungen werden vor allem Schulungen zur methodisch-didaktischen Integration der digitalen Medien in den Unterricht gewünscht. Die Schulen bedürfen weiterer Unterstützung, um noch mehr Lehrkräfte für Fortbildungen zu interessieren und mit einem attraktiven Angebot zur Teilnahme daran zu motivieren.
Das erfolgreiche Lernen mit digitalen Medien hängt immer stärker auch davon ab, welche Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und des –austausches sowie der Kommunikation mit anderen Lernenden und Lehrenden den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen und im Verlauf von Lernprozessen eingesetzt werden. Während das Internet in den Schulen rege genutzt wird, spielt die Nutzung von Lernplattformen in den Schulen bislang so gut wie keine Rolle. Gleiches gilt für den Einsatz von E-Mail.
Erstmals wurden in die Befragung auch Schülerinnen und Schüler einbezogen. Ihre Antworten deuten darauf hin, dass viele von ihnen gerne mit den digitalen Medien arbeiten und sie Schule und Unterricht attraktiver und interessanter machen. Insofern geht es neben der Vermittlung von Medienkompetenz beim Einsatz dieser Medien immer mehr darum, diese als eine Möglichkeit zu begreifen, neue Lernpfade und Bildungsprozesse zu ermöglichen, die den jungen Menschen dabei helfen, die Kompetenzen und Fähigkeiten zu erwerben, die notwendig sind, um das eigene Leben in der Informationsgesellschaft erfolgreich und zufrieden stellend zu gestalten.
Projekt:
eLearning in Bremer Schulen (eLiBS)
Publikation:
