Im Auftrag der Europäischen Kommission untersuchen das Ifib und das Dänische Technologie Institut (DTI) Beispiele gelungener Integration der Backoffices im E-Government. Ergänzend zu dem halbjährlichen quantitativen Benchmarking von Cap Gemini, Ernst & Young hatte die Europäische Kommission eine qualitative vergleichende Studie ausgeschrieben, in der hervorragende Beispiele der Back-Office-Integration in den Mitgliedstaaten identifiziert und als Vorbild für andere aufbereitet und bekannt gemacht werden sollen. In der Bewerbung um diesen Auftrag konnte sich das Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) zusammen mit dem Dänischen Technologie-Institut durchsetzen.
Auf diesem Konzept aufbauend haben 14 Partner in den 15 Mitgliedsländern sowie Norwegen und Island die Fälle aus dem quantitativen Benchmarking, aus verschiedenen E-Government-Wettbewerben und nach ihren eigenen Kenntnissen guter Praxis im jeweils eigenen Land zusammengetragen und zunächst als Nutzer im Internet getestet.
Wenn aufgrund der Angebote ein gewisses Maß an Back-Office-Integration zu vermuten war, wurde per Telefon detaillierter nachgefragt. Auf der Basis von insgesamt 130 Telefoninterviews wurde Anfang Juli in einem nicht-öffentlichen Zwischenbericht an die Kommission eine Liste mit 30 Good-Practice-Fällen der Back-Office-Integration übergeben. Diese Fälle werden in den nächsten drei Monaten in persönlichen Interviews bei allen beteiligten Stellen in mehrstufigen Prozessen im Detail erfasst und dann als Fallstudien aufbereitet. Anders als beim quantitativen Benchmarking geht es hier nicht in erster Linie um die Begründung von Rangordnungen nach Integrationsstufen, sondern darum, wie diese jeweils erreicht wurden.
Die Kooperation des Ifib mit dem DTI knüpft an die erfolgreiche Zusammenarbeit im EU-Projekt PRISMA an.
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