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Das ifib

Medienintegration: Technologieentwicklung erfordert organisatorische Einbettung

Unsere Forschungstätigkeit ist geprägt vom kritischen Hinterfragen der Technologieentwicklung, der Betonung ihrer sozialen und organisatorischen Einbettung und damit ihrer Gestaltbarkeit. Wir forschen über sozio-technische Innovationen und beziehen dabei unterschiedlich Agierende (Stakeholder) in den Prozess mit ein (co-creation). Diese Art zu arbeiten, ist heute im Kontext der digitalen Transformation genauso relevant wie zum Zeitpunkt unserer Gründung in 2002.

Unsere Arbeit fokussiert darauf, wie sich Organisationen wie Schulen, Behörden oder Unternehmen digitale Technologien aneignen und sie nutzen. Wir haben dafür den Begriff der Medienintegration geprägt. Er verweist auf die technische, organisatorische, rechtliche und soziale Einbettung in alle Strukturen und Prozesse der jeweiligen Organisation. Integration verläuft selten gleichmäßig und reibungslos. Wir definieren und analysieren relevante Widersprüche und Hürden, denen institutionelle, rechtliche und finanzielle Rahmen gesetzt sind.

Wir erkennen und erforschen Organisationslücken

Die Fragen im Zusammenhang mit der Integration von Technologien sind vielfältig: Wofür sollen diese eingesetzt werden? Welche Voraussetzungen sind gegeben oder erforderlich? Welche Fähigkeiten braucht es, um sie nutzen zu können? Wie lassen sich die Kompetenzen zielgruppengerecht fördern? Diese Fragestellungen bilden die Grundlage für Handlungsempfehlungen zu sinnvoller und umsetzbarer Technologieentwicklung. Gleichwohl scheitern immer wieder Projekte daran, dass zu kurz gedachte Lösungen für komplexe Problemstellungen angeboten und die Wechselwirkungen mit der Organisationsentwicklung unterschätzt wird. Um diese Lücken zu schließen, arbeiten wir gemeinsam mit allen Beteiligten an geeigneten Lösungsmodellen.

Bedarfsorientierte Forschung entlang der gesamten Bildungskette

Die Anwendungsfelder unserer Forschung richten sich an Menschen aller Altersgruppen und deren Nutzungsbedarfe: Kinder, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende, Beschäftigte, ältere und alte Menschen. Sie beziehen sich außerdem auf Institutionen und Organisationen: Kindertageseinrichtungen, alle Schulformen, Hochschulen, Betriebe, öffentliche Verwaltung, aber auch andere Institutionen mit Bildungsrelevanz.

Von der Grundlagenforschung bis zur wissenschaftsgestützten Beratung

Unsere Forschung und die darin angewandten Methoden decken einen großen Bereich ab. Sie erstrecken sich von der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung bis hin zur Evaluation unterschiedlichster Entwicklungsvorhaben. Unsere Grundphilosophie folgt dabei einem wertschöpfenden Innovationszyklus. Er stellt sicher, dass unsere Arbeitsergebnisse in den entsprechenden Anwendungsfeldern verankert werden und durch Publikationen der wissenschaftlichen Gemeinschaft und allen am Projekt Beteiligten zur Verfügung stehen. Zudem speisen unsere Forschungsergebnisse die Dienstleistungen unserer Tochtergesellschaft, der ifib consult GmbH, was wissenschaftsgestützte Beratung auf höchstem Niveau ermöglicht.

Wissenstransfer mit der Universität Bremen

Wir kooperieren eng mit den Forschenden an der Universität Bremen: der Arbeitsgruppe Informationsmanagement (AGIM) am Fachbereich Mathematik und Informatik und dem Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI). Zudem sind wir als Gründungsmitglied dem Data Science Center verbunden. Als Teil des Wissenschaftsschwerpunkts Minds, Media, Machines tragen wir zu zukunftsweisenden Forschungsergebnissen bei.

Forschen mit interdisziplinären Theorien und Methoden

Mit unserer fächerübergreifenden Forschung verbinden wir kontinuierlich Theorieansätze aus den Bereichen Informatik sowie Wirtschafts-, Sozial- und Erziehungswissenschaften. Damit schaffen wir innerhalb unserer Anwendungsfelder eine Grundlage, die bei unseren Forschungen und Evaluationen die Nutzenden digitaler Technologien in den Mittelpunkt stellt.

Diese Interdisziplinarität hat sich bewährt und spiegelt sich in den von uns eingesetzten Methoden wider. Wir nutzen einerseits etablierte empirische Forschungsverfahren wie z. B. Befragungen, Interviews oder teilnehmende Beobachtungen; andererseits eröffnen sich durch die Digitalisierung und Mediatisierung neue Möglichkeiten. Methoden wie Logfileanalysen, Learning Analytics, Data- und Text Mining, automatisierte Video- und Bildanalysen oder Netzwerkanalysen sowie Informatik-Methoden zum Maschinellen Lernen oder zu Mensch-Computer-Interaktion runden unser Portfolio ab.

Die ifib consult GmbH berät wissenschaftsgestützt

Zielgerichtete, kontextbezogene und prozessspezifische Beratung erbringen wir mit unserer Tochtergesellschaft, der ifib consult. Kontinuierlicher Forschungstransfer ermöglicht, dass wir an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis anwendbare Lösungen entwickeln. Beauftragt werden wir dafür von der öffentlichen Hand, von Regionen, Verbänden sowie Bildungseinrichtungen und Unternehmen.

Gute Forschung seit 2003

Die ifib  wurde am 19.12.2002 gegründet und nahm Anfang 2003 als gemeinnützig anerkannte GmbH seine Arbeit auf. Der Gesellschafter des ifib ist der Verein zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in der Freien Hansestadt Bremen e.V. (VFwF), der von der Universität Bremen und der Senatorin für Wissenschaft und Häfen der Freien Hansestadt Bremen getragen wird. Von der Senatorin werden wir grundfinanziert, unsere Drittmittelquote liegt bei ca. 80 Prozent. Ein achtköpfiger Beirat, unterstützt durch drei beratende Gäste, begleitet unsere Arbeit kontinuierlich.

Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen: 

Vorsitz

  • Staatsrat Dr. Martin Hagen, Senator für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen

Wissenschaftler*innen

  • Prof. Dr. Ines Mergel, Professorin für öffentliche Verwaltung am Institut für Politik und öffentliche Verwaltung der Universität Konstanz
  • Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs, Professorin für Allgemeine Pädagogik mit Schwerpunkt Schulpädagogik an der TU Kaiserslautern
  • Prof. Dr. Andreas Hepp, Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Bremen

Praxis und Verbände

  • Thore Kühn, Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH)
  • Dr. Emese Stauke, Landkreis Rotenburg, Amt für Digitalisierung

Regionale Institutionen

  • Detlef von Lührte, Senatorin für Kinder und Bildung der Freien Hansestadt Bremen, Abteilung 1 "Zentrale Dienste"
  • Daniela Berger, Senator für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen, Referat 42

Beratende Gäste des Beirats

  • Prof. Dr. Jutta Günther, Konrektorin für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und Transfer an der Universität Bremen
  • Carolin Balzer, Senatorin für Wissenschaft und Häfen der Freien Hansestadt Bremen
  • Petra Perplies, Landesinstitut für Schule der Freien Hansestadt Bremen (LIS)