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Landesweiter Medienkompetenztag in Kiel

 

Aus ganz Schleswig-Holstein kamen am Samstag, den 10. November, Lehrpersonen, Erzieher*innen und medienpädagogisch Tätige und Interessierte an die Förde in das Regionale Bildungszentrum Technik in Kiel. Mit über 500 Teilnehmer*innen übernahm die Medienpädagogik für einen Tag das RBZ Technik. Die Organisation teilten sich auch in diesem Jahr das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren, Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein, der Offene Kanal Schleswig-Holstein und der Landesbeauftragte für politische Bildung. In neun Themenbörsen und 24 Workshops an 40 Messeständen konnte jede und jeder ein passendes Angebot finden. Eröffnet wurde der Thementag von Dr. Heiner Garg (Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein). 

 

 

Es folgte ein sehr kurzweiliger Vortrag von Julius van de Laar. Mit dem Titel „Der Kampf um Aufmerksamkeit und Vertrauen“ über den Wahlkampf und politische Kommunikation in Zeiten von Big Data. Mit seinem Vortrag sprach er nicht nur davon wie es mit Erzeugung von Aufmerksamkeit und Vertrauen funktioniert, sondern wendete in seinem hochprofessionellen Auftritt selbst die Zutaten perfekter Inszenierung an. Das Publikum war absolut begeistert von der eloquent dargebotenen Show zur politischen Kommunikation der Gegenwart.

 

Die beiden Fachvorträge in der Mittagszeit waren ebenfalls gut besucht, auch wenn die Themen Datenschutz und Medienbildung nicht ganz so viel Glamour für sich verbuchen konnten. Parallel zum Vortrag der Datenschutzbeauftragten Marit Hansen (Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz), hielt ich den Vortrag zur „Medienbildung in beruflichen Schulen – zwischen Industrie 4.0 und Schulalltag“. Mein Beitrag fokussierte auf die Medienbildung in beruflichen Schulen und stellte diese in den Kontext der KMK-Strategie. Vor dem Hintergrund aktueller Projekte im ifib (Berufsschule digital) wurden Gelingensbedingungen der Medienintegration aufgezeigt und diskutiert. Einige Zuhörer traf ich im Messebereich der Ausstellung wieder, wo die ein oder andere Frage weiter erörtert wurde. Ein Fazit war, dass betriebliches Ausbildungspersonal und Lehrpersonen ihre Aktivitäten stärker aufeinander beziehen sollten!

 

Der Ausstellungsbereich war von Anbieterseite bunt gemischt, sowohl Verlage und Firmen rund um die Schul-IT waren vertreten als auch der Offene Kanal SH mit einem attraktiven Mitmachangebot. Neben einem Tischtennisspiel mit VR-Brillen, einem Videostream aus dem Führerstand einer Modellbahn, wurde auch ein „analoges“ Brettspiel angeboten, mit teils kniffligen Fragen zur komptenten Mediennutzung. Zu spielen ist „Medien deluxe“ in Teams (Kinder ab 8 Jahren) und ergänzt wird es durch Aufgaben, die man sich über QR-Codes und das eigene Smartphone einspielen lassen kann. Ziel des Spiels: "Obermedienchecker*in" werden... Vielleicht das nächste Pflichtspiel für die medienpädagogische Aus- und Fortbildung? Ein umfänglicher Spieletest im eigenen Team steht indes noch aus...



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