Am 27. November fand die diesjährige Ausgabe des Schulträgerkongresses in Düsseldorf statt. Dabei ist die Rolle von Schulträgern aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert worden, eingangs unter anderem durch Jacob Chammon, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung, welcher sich mit der Frage beschäftigte, ob Schulträger zukünftig Dienstleister oder Mitgestalter sind. Dabei wies er unter anderem darauf hin, dass stärker in gemeinsamer Verantwortung statt in Zuständigkeitsfragen gedacht werden sollte und dass Daten als ein Werkzeug für den Dialog genutzt werden sollten. Bei letzterem bezog er sich auf die Möglichkeiten, die sich aus einer datengestützten Schul- und Unterrichtsentwicklung ergeben. Dabei kam auch das Thema KI zur Sprache, welchem er Potenzial als Entlastungstool für die Zukunft zugesprochen hat.
Im Laufe des weiteren Tages gab es verschiedene Workshops, in denen über verschiedene Aufgaben und Herausforderungen bei den Schulträgern gesprochen worden ist. Udo Kempers und Ina Kruwinnus boten den anwesenden Schuträgern ein Dialog-Forum, bei dem über Probleme und mögliche Lösungen gesprochen wurde. Darüber hinaus ist das Thema Verantwortung in den Blick genommen worden, bei dem unter anderem über die Frage der Zuständigkeitsdiffusion gesprochen worden ist. Insgesamt zeigte sich, dass Schulträger ein hohes Interesse am Austausch haben, sie aber weitergehend auch konkrete Lösungsvorschläge brauchen, um einen Mehrwert aus einem solchen Format ziehen zu können.
Darüber hinaus hat das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend zusammen mit dem DLR Projektträger sowie drei Projekten aus der Förderrichtlinie OE_Struktur selbige vorgestellt und Bedarfe und Interessen der Schulträger abgefragt. Dabei wurde deutlich, dass für die Schulträger nicht immer direkt die Unterschiede zwischen den Projekten ersichtlich waren und auch der Mehrwert der jeweiligen Projekte nicht immer auf Anhieb sichtbar wurde. Aus Sicht von ODIkS ist hierbei nochmal deutlich geworden, wie wichtig die Übersetzung von Forschung Richtung Praxis ist, um auch einen sinnvollen Transfer leisten zu können.
Daneben gab es eine Ausstellungsfläche, bei der das Thema KI vielerorts eine Rolle spielte, unter anderem bei der Bearbeitung von Mathe-Aufgaben im schulischen Kontext. Für das Projekt ODIkS konnten zahlreiche Eindrücke und Perspektiven der Schulträger gewonnen werden, welche in die weitere Fortführung des Projektes einfließen werden.