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Medienbildung, Medien- und IT-Kompetenz

Projektdaten

Team:

Auftraggeber:

Landesanstalt für Medien NRW

Laufzeit:

01.03.2020 - 31.07.2020

Ansprechperson

Andreas Breiter

Andreas Breiter

Geschäftsführer / Wissenschaftlicher Direktor

zum Kontakt

Medienscouts NRW

Das Projekt Medienscouts NRW der Landesanstalt für Medien NRW wurde 2011 gestartet. Expert*innen aus Mediendidaktik und -pädagogik bilden seitdem mittels Workshops landesweit Schüler*innen zu Medienscouts und Lehrer*innen zu Beratungslehrer*innen aus. Ein besonderes Merkmal des Projektes liegt jedoch in dem integrierten peer-basierten Lernprozess unter den Schüler*innen. Die erste Generation der Medienscouts wirkt seit der eigenen Ausbildung als Multiplikator*innen und bildet weitere Medienscouts aus. Beide Generationen an Medienscouts beraten und unterstützen ihre Mitschüler*innen in medienpädagogischen Themen (wie bspw. Cybermobbing, Hate-Speech, Datenmissbrauch und exzessive Mediennutzung). Insgesamt über 3.900 Schüler* innen wurden bereits als Medienscouts qualifiziert und beraten ihre Mitschüler* innen in Bezug auf ihre Mediennutzung (Smartphone, soziale Netzwerke etc.).

Derzeit beteiligt an dem Projekt Medienscouts NRW sind 888 Schulen, die sich auf über zehn unterschiedliche Schulformen verteilen. Bis Ende Juni 2020 sollen 277 weitere Schulen eine Projektbeteiligung aufnehmen. Schulformübergreifend richtet sich das Angebot einer Projektteilnahme schwerpunktmäßig an Schüler*innen der Klassenstufe 8 einer Schule der Sekundarstufe I. In der ersten Phase werden je Schule bis zu vier Schüler*innen als Medienscouts und zwei Lehrer*innen als Beratungslehrer*innen qualifiziert.

Ziel des Projektes ist die Etablierung einer peer-to-peer-Beratung zur Förderung der Medienkompetenz unter den Schüler*innen. Medienscouts und Mitschüler*innen sollen einen „sicheren, kreativen, verantwortungsvollen und selbstbestimmten“ Umgang mit digitalen Medien entwickeln. Für die Rolle als Medienscouts von zusätzlicher Bedeutung ist das Kommunikationstraining im Rahmen der Ausbildung sowie die Entwicklung einer eigenen Beratungskompetenz. Die Medienscouts bauen ein Beratungs- und Informationssystem auf und werden durch Beratungslehrkräfte darin unterstützt, die sich wiederum an ein Expert*innenteam der Landesanstalt für Medien NRW wenden können. Letztere geben ebenfalls Auskunft zu Themen wie Datenschutz, Verbraucherschutz und schulpsychologischen Angelegenheiten. Geschaffen werden neue Lern- und Lehrmethoden, die sich an der Lebenswelt der Schüler*innen orientieren.

Die Landesanstalt für Medien NRW plant eine Fortsetzung des Programms und hat das ifib mit einer summativen Programmevaluation beauftragt. Ziel der Evaluation ist die Identifikation von Gelingensbedingungen und möglichen Hindernissen für eine langfristige Implementation der Projektstrukturen.

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