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Klausurtagung 2026: Strg + Alt + Umbau – Neue Räume für neue Perspektiven

Wenn sich die physische Umgebung verändert, bietet das die perfekte Gelegenheit, auch die Prozesse und das Miteinander in einem Unternehmen neu zu denken. Unter diesem Leitgedanken trafen sich die Teams von ifib research, ifib consult und der AGIM zu ihrer diesjährigen Klausurtagung am 23. und 24. Juni 2026 unter dem Motto „Strg + Alt + Umbau“. Unser Ziel war es, gemeinsam zu reflektieren, wie wir in der neuen Umgebung gemeinsam arbeiten wollen, welche Bedürfnisse an unsere Arbeitsumgebung bestehen und wie ein wertschätzendes Miteinander im Alltag gestaltet und gelebt werden kann.
Gleichzeitig blickten wir über den aktuellen Moment hinaus: Ein Rückblick auf die Erfolge der ÖA AG gab uns Einblicke in das, was wir bereits erreicht haben; ebenso konnten wir gemeinsame Zukunftsvisionen entwickeln – sowohl im Hinblick auf unsere Forschungsschwerpunkte als auch auf die strategische Kommunikation unserer Arbeit.

Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? – Gemeinsam das Fundament legen
Den Auftakt der beiden Tage bildete die Auseinandersetzung mit unserem unmittelbaren Arbeitsumfeld. Unterstützt durch Karl Klammer, Cora Codex (ein schöner Throwback zur Klausurtagung 2025 – den Bericht gibt’s hier!) und Sherlock Rooms analysierten wir, welche materiellen Anforderungen noch offen sind, wo sich in den ersten Wochen nach dem Umbau Herausforderungen ergeben haben, wie wir zusammen in unserem neuen Großraumbüro arbeiten wollen und welche Anforderungen sich dabei besonders an ein Buchungssystem ergeben.
Besonders wertvoll war der iterative Prozess: Die am ersten Tag gesammelten Themen wurden von den Kolleg*innen priorisiert, sodass wir uns am zweiten Tag bei einer erneuten Diskussion auf die wichtigsten Punkte konzentrieren konnten. Ergebnis waren konkrete Spezifikationen für unsere Wünsche an unsere Arbeitsumgebung und Arbeitsmaterialien, ein erster Entwurf für gemeinsame Verhaltensregeln im Büro und eine klare Anforderungsliste an ein Buchungssystem. Dabei sind wir in der Diskussion nicht abstrakt geblieben, sondern haben greifbare Outputs generiert, die nun direkt in den Alltag unserer Institutsarbeit einfließen. Diese „konkreten ToDos für das weitere Vorgehen bezüglich Umbau und Raumbuchung“ wurden auch vom Team als positives Resultat hervorgehoben.

„Sprache verändert unsere Wahrnehmung“ – Mit dem F*BK zwischen den Zeilen
Ein zentraler Moment der Klausurtagung war der Beitrag „Zwischen den Zeilen II – Unausgesprochenes und Unsichtbares“ durch das Frauen*Beauftragtenkollektiv. Hier ging es darum, einen Raum zu schaffen, in dem Dinge benannt werden können, die im Arbeitsalltag oft präsent sind, aber selten explizit thematisiert werden.
Nach einem Einblick in die Ergebnisse des aktuellen Jahresberichtes der Antidiskriminierungsstelle des Bundes reflektierten wir gemeinsam über die Macht der Sprache und die darin verborgenen Hierarchien. Wir setzten uns mit Diskriminierungsmechanismen auseinander und überlegten, wie Kommunikation im Rahmen unserer Arbeit wertschätzender gestaltet werden kann.
Ein besonderer Fokus lag auf dem „Unsichtbaren“: den Konzepten von Mental Load, Emotional Load und Office Care Work. Dies wurde unter anderem durch die sogenannte „Fußmetapher“ verdeutlicht, die zeigt, dass oft unbemerkt bleibt, wie häufig einer Person bereits auf den Fuß getreten wurde, bis diese schließlich reagiert – ein Sinnbild für viele Belastungen, die im Alltag ungesehen stattfinden. Mithilfe von Personas machten wir sichtbar, wie ungleich diese unsichtbaren Lasten leider oft verteilt sind.
Die gemeinsame Reflexion unterstrich die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Sensibilisierung für diese Themen. In einem Feedback aus dem Team wurde in diesem Zusammenhang die Bedeutung der „Sensibilität und Rücksichtnahme für individuelle Empfindungen, Wahrnehmungen, Bedürfnisse und Päckchen“ hervorgehoben. Wir danken dem F*BK herzlich für die fundierte Aufarbeitung dieser Themen und den Beitrag zur Sichtbarkeit dieser Prozesse innerhalb unseres Instituts.

„Von Zahlen zu ‚Zitaten‘“ – Die Social Media AG präsentiert ihre Arbeit
Die Social Media AG gab uns einen detaillierten Einblick in die Entwicklung unserer digitalen Präsenz seit der Klausurtagung 2024. Es ist beeindruckend zu sehen, wie unsere Reichweite auf LinkedIn stetig wächst und die Aktivität dort spürbare Wirkung zeigt. Dabei sind auch die Inhalte vielfältiger geworden: Das Team hat in den letzten Jahren unterschiedliche Formate erarbeitet und institutionalisiert, die regelmäßig in gemeinsamer Zusammenarbeit der Social Media AG mit dem Kollegium erarbeitet werden.
Ein Highlight des Vortrags war die Vorstellung eines neuen Formats, das künftig unsere Doktorand*innen stärker in den Fokus rückt, um deren wissenschaftliche Leistungen sichtbarer zu machen. Im Rahmen der Klausurtagung stellten die Doktorand*innen hierfür auch ihre Promotionsprojekte vor und sammelten wertvolles Feedback durch das Kollegium; so hieß es im Nachgang, dass die „Posterpräsentationen der Doktorandinnen tolle Gelegenheit fachlich ins Gespräch zu kommen“ boten.

„KI-Richtlinie, und jetzt?“ – Mit der KI-AG und der Walt-Disney-Methode einen Blick in die Zukunft wagen
Die rasante Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz betrifft auch das ifib. So wurde in den letzten Monaten auch eine erste KI-Richtlinie für das ifib entwickelt. Doch wie gehen wir in der Praxis und in unterschiedlichen Anwendungsfeldern damit um?
Um dies zu explorieren, nutzten wir unter Anleitung der KI-AG die Walt-Disney-Methode. In Gruppen wechselten wir zwischen den Rollen von Träumer*in, Realist*in und Kritiker*in, um uns mit konkreten Use Cases der KI-Anwendung auseinanderzusetzen. Dieser strukturierte Ansatz erlaubte es uns, einerseits visionäre Ideen für den KI-Einsatz zu entwickeln, diese kritisch auf Fallstricke zu prüfen und realistische Umsetzungsschritte zu finden. In der Zukunft sollen diese Use Cases weiter in den Blick genommen werden.

Mittelfristige Forschungsplanung
Abschließend widmeten wir uns der strategischen Ausrichtung unserer Forschung. In verschiedenen Diskussionsrunden reflektierten wir über die zukünftigen Schwerpunkte des ifib und darüber, wie diese Themen in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen werden und wie wir unsere Arbeit in Forschung und Beratung an diesen Themen orientieren können. Die Gespräche haben wertvolle Impulse geliefert, um unsere Forschungsvision an den aktuellen gesellschaftlichen und technologischen Anforderungen auszurichten.

Fazit
Die Klausurtagung 2026 war mehr als nur ein strategisches Meeting – sie war ein Moment des Zusammenkommens, wobei im Feedback betont wurde, dass das „Vor Ort Zusammenkommen macht Spaß“ und der „direkte Austausch im Team vor Ort einfach gut ist“. Ob es um die Gestaltung unserer Büros, die Nuancen unserer Sprache oder den Umgang mit KI ging: Der gemeinsame Wille, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln, sowie ein insgesamt „guter Teamspirit“, sind die wertvollsten Erkenntnisse dieser beiden Tage. Wir danken an dieser Stelle allen, die sich inhaltlich an der Ausgestaltung der Klausurtagung beteiligt haben, der Institutsleitung, die die Ausrichtung der Klausurtagung ermöglicht hat, und natürlich auch allen, die sich so interessiert an den Diskussionen beteiligt haben!




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