Was bedeutet es Junior-Beraterin bei der ifib-consult zu sein und wie sieht der Arbeitsalltag einer Junior-Beraterin eigentlich aus?
ifib Insights ist eine Reihe, die Leser*innen spannende Einblicke in die vielfältigen Tätigkeiten des Forschungs- und Beratungsalltags gibt. Mitarbeiter*innen beantworten in interessanten Interviews Fragen zu ihren beruflichen Werdegängen, aktuellen Projekten, ihrer Arbeit am ifib und vielem mehr!
Stephanie Dohrmann, Mitarbeiterin bei der ifib-consult, gibt einen Einblick in ihre abwechslungsreiche Tätigkeit als Junior-Beraterin, was sie daran besonders schätzt und welche Herausforderungen die Tätigkeit wiederum auch birgt.
Wer bist du und wie bist du zum ifib gekommen?
Stephanie gehört zwar noch nicht zu den Urgesteinen des ifib, ist aber dennoch schon seit knapp vier Jahren in der ifib-consult tätig und kann daher schon auf eine breite Palette an Erfahrungen zurückblicken:
„Angefangen habe ich zunächst als Werkstudentin. Als Studentin der Wirtschaftsinformatik habe ich bei Prof. Dr. Andreas Breiter das Modul IT-Management belegt und dort mein Interesse an diesem Bereich entdeckt, weshalb ich anschließend als Tutorin über mehrere Jahre Studierende in diesem Modul betreut und so daran mitgewirkt habe, dass Studierende der Universität Bremen das Modul ebenso erfolgreich abschließen, wie ich das machen konnte. Im Rahmen dieser Tätigkeit habe ich dann auch durch Andreas von der ausgeschriebenen Werkstudierenden-Stelle der ifib-consult erfahren, auf die ich mich schließlich beworben habe. Das war der Anfang meiner Tätigkeit am ifib, die dann in meiner aktuellen Anstellung als Junior-Beraterin gemündet ist.“
Woran arbeitest du aktuell und was ist daran so spannend?
„Aktuell arbeite ich an einem Evaluationsprojekt der ifib-consult. Das ganze Projekt war insgesamt sehr umfangreich, da insgesamt über 60 Interviews mit unterschiedlichen Personengruppen geführt wurden. Diese Interviewreihe musste natürlich im Vorfeld vorbereitet und im Anschluss nachbereitet, dokumentiert und ausgewertet werden. Aus diesem Grund hat das Projekt auch in den vergangenen Wochen einen Großteil meiner Kapazitäten gefüllt. Auch wenn das Projekt dadurch sehr fordernd war, war es auf der anderen Seite auch sehr spannend und lehrreich. Besonders spannend war zu sehen, wie viele unterschiedliche Erkenntnisse aus ganz vielfältigen Blickwinkeln und von ganz verschiedenen Expert*innen zusammengetragen werden konnten. Aus diesem Grund bin ich auch überzeugt, dass der Bericht zu dem Projekt einen echten Mehrwert bieten und wirklich hilfreich sein wird, Innovationen im Sinne des Projektes voranzutreiben. Das freut mich wirklich”, so Stephanie.
Auf welchen Aspekt deiner bisherigen Arbeit bist du stolz?
„Während meiner Zeit als Werkstudentin sollte ich einmal eine Prozessmodellierung für ein Projekt erstellen. In diesem Rahmen bat man mich die IST-Aufnahme sowie die SOLL-Konzeption im Rahmen mehrerer Workshops allein vorzunehmen. Das war mein erster direkter Kundentermin bzw. Workshop, den ich allein vorbereitet, durchgeführt und aufgearbeitet habe. Einerseits empfand ich den Einstieg als Sprung ins kalte Wasser, andererseits war ich sehr stolz darauf, dass mir diese anspruchsvolle Aufgabe zugetraut wurde. Gekrönt wurde meine Erfahrung dann mit sehr positivem Feedback seitens des Kunden. Das war für mich eine sehr positive und wertschätzende Erfahrung und das erste große Wow-Erlebnis in meiner Tätigkeit am ifib. Von dieser Kultur am ifib, Personen früh Verantwortung zu übertragen, ohne sie aber zu überfordern, kann ich auch heute noch profitieren. So kann ich aktuell viele Erfahrungen im Projekt-Management sammeln und dabei auch gezielt eigene Ideen einbringen. Das ist für mich eine große Bestätigung meiner Arbeit.“
Gibt es auch etwas, dass du bei deiner Arbeit als besonders herausfordernd empfindest?
„Ich räume ein, dass es nicht immer leicht ist, ein positives Mindset zu bewahren, insbesondere dann, wenn Projekte ins Stocken geraten oder Dinge anders verlaufen als erwartet. Dann muss man sich selbst manchmal sagen: Hey, wir kriegen das hin und wir tun unser Bestes. Am Ende stellt man dann immer wieder fest, dass man es ja tatsächlich geschafft hat, nur der Weg bis dahin etwas herausfordernd war und nicht so gradlinig wie zu Beginn gedacht. Solche Phasen sehe ich aber als wertvolle Erfahrung an, die mir helfen, gelassener mit Herausforderungen umzugehen und persönlich wie fachlich zu wachsen.“
Welche Tipps würdest du neuen Werkstudierenden mit auf den Weg geben, die am ifib anfangen?
„Ich bin der Meinung, dass viele Studierende sich selbst unterschätzen und sich zu wenig zutrauen, vor allem wenn sie vor ihrer ersten Anstellung stehen und noch wenig, bis gar keine Berufserfahrung vorweisen können. Diese Erfahrung habe ich auch selbst gemacht, am Anfang meiner Tätigkeit als Werkstudentin bei der ifib-consult. Wenn ich nun zurückblicke, stelle ich jedoch fest: Es hat ja immer geklappt und es hat nicht nur gerade so geklappt, es hat ja gut geklappt. Ich möchte daher Personen, die gerade in die Wissenschaft auf eine Werksstudierendenstelle nachrücken, gerne mit auf den Weg geben, dass es gar nicht schlimm ist, auch mal etwas falsch zu machen, denn genau dafür sind diese Stellen da: In einem kontrollierten Rahmen erste praktische Erfahrungen zu machen und dabei auch Fehler machen zu dürfen und daraus für die Zukunft zu lernen. Künftige Werkstudierende dürfen sich also ruhig mehr zutrauen und mutiger sein sowie für sich und ihre Ideen einstehen.“
Gibt es etwas, das die ifib-consult für dich als Arbeitsplatz besonders macht?
„Also ich finde wir haben ein sehr wertschätzendes Team. Es ist für mich immer wieder schön zu erleben, dass alle auf einem vernünftigen und wirklich guten Level miteinander kommunizieren und dass Arbeiten, die gemacht werden, auch gesehen und wertgeschätzt werden. Für mich ist dabei besonders auch die gute Vereinbarkeit von Uni, Arbeit und Privatleben entscheidend. Im Herbst möchte ich meinen Master an der Universität Bremen beginnen und empfinde dabei besonders die kurzen Wege zwischen der Arbeit am ifib und dem Uni-Campus als besonders positiv. Außerdem habe ich schon als Werkstudentin bei der ifib-consult die Erfahrung gemacht, dass sich Arbeit und Studium am ifib gut miteinander vereinen lassen. Von anderen höre ich oft, dass sie regelmäßig aufgrund ihrer Werkstudent*innentätigkeit Veranstaltungen im Rahmen ihres Studiums ausfallen lassen müssen, was bei mir jedoch in vier Jahren nur ein einziges Mal vorgekommen ist. Auch die gute Vereinbarkeit mit dem Privatleben durch flexibles Arbeiten ist für mich ein Faktor, der meinen Arbeitsplatz bei der ifib-consult wirklich besonders macht. So kann ich nicht nur flexibel einteilen, wann ich arbeite, sondern auch entscheiden, ob ich vor Ort im frisch umgebauten Büro oder im Homeoffice arbeiten möchte. Außerdem ist meiner Erfahrung nach das Mindset bei der ifib-consult sehr positiv. Alle, die dort arbeiten, mögen ihren Job und strahlen dies auch nach Außen aus, was sich dann natürlich auch positiv auf die eigene Person und Stimmung auswirkt.“
In welchen Bereichen würdest du sagen, ist die ifib-consult besonders innovativ?
„Ich finde die Arbeitskultur am ifib sehr modern. Zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten sind für mich ein wichtiger Teil aber ich schätze auch sehr die Organisation als solche. Alle Kolleg*innen und die Institutsleitung sind super engagiert und fördern ein gutes Miteinander, wir haben eine ausgeprägte Gremienstruktur mit unserem Betriebsrat, dem Frauenbeauftragtenkollektiv und vielen internen Arbeitsgruppen. In den internen Arbeitsgruppen werden beispielsweise themenspezifisch aktuelle Entwicklungen betrachtet. Ich selbst beteilige mich in drei internen Arbeitsgruppen. Es ist super, dass wir am ifib die Möglichkeit bekommen, aktiv den Arbeitsalltag und auch die grundlegende Richtung des ifibs mitzugestalten. Das zeigt den wahren Wert des ifibs – gemeinsam Herausforderungen unserer Zeit begegnen und dann unsere Ideen aktiv vorantreiben. Das ist für mich besonders innovativ.“
Herzlichen Dank an Stephanie Dohrmann für die spannenden Einblicke in ihren Arbeitsalltag und Werdegang. Wir freuen uns, deine Laufbahn weiter begleiten zu dürfen!
Du hast die letzte Ausgabe von ifib Insights verpasst? Kein Problem! Hier gelangst du direkt zum Beitrag. In der letzten Ausgabe gewährte uns Stefan Welling einen Einblick seine vielfältigen Aufgaben als stellvertretender Institutsleiter am ifib.