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Partizipation und Teilhabe

Projektdaten

Team:

Partner:

• Lancaster University (ULANCS)
• Tingtun AS (TT)
• AGE Platform Europe (AGE)
• Evangelische Stiftung Volmarstein / Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB)
• Government To You (Gov2U)
• Aristotle University of Thessaloniki (AUTH)
• Universidad Politécnica de Madrid (UPM)
• City administration of Zaragoza (ZGZ)
• Region of Central Macedonia (RCM)

Auftraggeber:

Europäische Kommission H2020 grant agreement number 693319

Laufzeit:

01.02.2016 - 31.01.2019

Ansprechperson

Prof. Dr. Herbert Kubicek

Herbert Kubicek

Dr. rer. pol.

zum Kontakt

MobileAge

Co-created personalised mobile access to public services for senior citizens

MobileAge ist ein drei-jähriges Horizon2020-Projekt der Europäischen Kommission. Das ifib ist Teil des internationalen Konsortiums mit Partnern in Großbritanien, Belgien, Norwegen, Spanien, Griechenland und Deutschland. Im Fokus von MobileAge steht die Verbindung von offenen Daten, Mobiltechnologien und öffentliche Dienstleistungen für Europas Senioren. Der Anteil der Senioren an Europas Bevölkerung wächst stetig und soll 2020 etwa 28% betragen. Ihr Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien und Infrastrukturen ist beschränkt, während gleichzeitig immer mehr Verwaltungen ihnen Dienstleistungen über digitale Plattformen zur Verfügung stellen. Dies birgt Risiken im Hinblick auf die Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe von Senioren und für ein möglichst langes selbständiges Leben.

MobileAge will daher zur Entwicklung von mobil-basierten offenen Verwaltungsdienstleistungen für Senioren beitragen. Wir verfolgen dabei einen partizipativen Designansatz, der Senioren einen substantiellen (Mit)gestaltungsraum gibt. Der Fokus liegt hierbei auf der gemeinsamen Erstellung von Dienstleistungen im Kontext der Produktion und Nutzung von offenen Daten. Dies wird durch vier Ziele erreicht:

i) Erforschung und Durchführung von innovativen Formaten zur Unterstützung von Senioren beim Zugang und der Nutzung von öffentlichen Dienstleistungen durch persönliche, mobile Technologie, basierend auf offenen Daten;

ii) Entwicklung und Durchführung von partizipativen Designansätzen und Methoden zur effektiven Einbindung von Senioren;

iii) Entwicklung eines situativen, handlungstheoretischen Verständnisses von Mobilität, Zugang zu und Nutzbarkeit von öffentlichen Dienstleistungen durch Senioren und

iv) Entwicklung eines Impact-Frameworks zur Evaluierung von partizipativen Designansätzen für die Entwicklung offener Verwaltungsdienstleistungen für eine alternde Gesellschaft.

MobileAge wird in Städten und Regionen durchgeführt, in denen es bereits innovative Projekte zur Partizipation von Senioren gibt: Bremen, South Lakeland, Zaragoza und die Region Zentralmazedonien. Die verschiedenen Szenarios für die konkrete Entwicklung umfassen Themen wie soziale Inklusion, selbstbestimmtes Leben (independent living), Datenbereitstellung und -verarbeitung für eine sichere und zugänglichere Stadt und das Management von persönlichen Gesundheitsdaten.

Das Projekt began im Februar 2016 und läuft über drei Jahre. In MobileAge werden über diesen Zeitraum sowohl innovative Methoden und Prozesse zur Mitgestaltung von offenen Verwaltungsdienstleistungen entwickel und evaluiert, als auch technische mobile Anwendungen. Das ifib leitet die Aktivitäten zur Methodeninnovation. Diese wird in drei Phasen durchgeführt:

• Phase 1 beinhaltet die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses zu Zugang, Mobilität und offenen Daten. Es wird definiert welche Dienstleistungen konkret innerhalb des Projektes berücksichtigt werden und ein Format für die Parztipationsvorhaben entwickelt.

• In Phase 2 werden durch partizipative Methoden offenen Dienstleistungen entwickelt; gleichzeitig werden diese innovativen Methoden erforscht und evaluiert. Die Partizipatitionsvorhaben finden in zwei Zyklen statt, um so einen Best-Practice Transfer zwischen den Partnern zu ermöglichen. Auch dieser Transfer wird evaluiert.

• Die Ergebnisse finden Eingang in den in Phase 3 zu erstellenden Best Practice Guide. Weiterhin wird in dieser Phase ein Rahmen zur Impact Evaluierung entwickelt und für unser Projekt ausgeführt. Wichtig ist die Migration der technischen Lösungen zu den jeweiligen Datenanbieter. Im Falle Bremens wird MobileAge durch bremen.online weitergeführt.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie in unserem Blog.

Publikationen zum Projekt

Jarke, Juliane; Gerhard, Ulrike (2017) Co-creation eines digitalen Stadtteilwegweisers für und mit älteren Menschen in: Gesellschaft für Informatik, Bonn: LNI, 671-675. Konferenz: Informatik 2017


Jarke, Juliane; (2020) Co-creating Digital Public Services for an Ageing Society: Evidence for User-centric Design ISBN: 978-3-030-52873-7
New York: Springer International Publishing,


Jarke, Juliane (2019) Co-creating digital citizenship: Considering the reconfiguration of participation in digital public service design in: Gesellschaft für Informatik, Hamburg: LNI, 24-25. Konferenz: Mensch und Computer, 2019


Jarke, Juliane; Gerhard, Ulrike; Kubicek, Herbert (2019) Co-creating digital public services with older citizens: Challenges and opportunities in: Lecture Notes in Informatics, Kassel: Gesellschaft für Informatik, 51-64. Konferenz: Informatik 2019


Jarke, Juliane (2019) Open government for all? Co-creating digital public services for older adults through data walks Zeitschrift: Online Information Review (online first)


Jarke, Juliane; Gerhard, Ulrike (2018) Using Probes for Sharing (Tacit) Knowing in Participatory Design: Facilitating Perspective Making and Perspective Taking 137-152. Zeitschrift: i-com, 17, 2


Jarke, Juliane; Maaß, Susanne; (2018) Probes as Participatory Design Practice 99-102. Zeitschrift: i-com, 17, 2


Jarke, Juliane; Gerhard, Ulrike; (2018) Mit älteren Menschen einen digitalen Stadtführer entwickeln. Mit Methoden der partizipativen Softwareentwicklung altersfreundliche Städte gestalten 52-57. Zeitschrift: Informationen zur Raumentwicklung


Jarke, Juliane; Gerhard, Ulrike; (2017) Mit älteren Menschen einen digitalen Stadtführer entwickeln. Mit Methoden der partizipativen Softwareentwicklung altersfreundliche Städte gestalten. 64-69. Zeitschrift: IzR Informationen zur Raumentwicklung


Kubicek, Herbert; Jarke, Juliane; Gerhard, Ulrike (2017) Einen digitalen Stadtteilführer für und mit älteren Menschen entwickeln. in: Hartwig, Jürgen; Kroneberg, Dirk Willem, Die Bürgerkommune in der digitalen Transformation., Münster: LIT Verlag, 184 - 207.


Jarke, Juliane; Kubicek, Herbert; Gerhard, Ulrike (2016) Services für Senioren 12-13. Zeitschrift: Kommune21


Jarke, Juliane; Maaß, Susanne; (2017) Anforderungserhebung mit Cultural Probes in: GI, Regensburg: Gesellschaft für Informatik e.V., 61-63. Konferenz: Mensch und Computer 2017, 10.09.2017


Jarke, Juliane; Gerhard, Ulrike; (2017) Using cultural probes for co-creating a digital neighbourhood guide with and for older adults in: GI, Regensburg: Gesellschaft für Informatik e.V., 79-85. Konferenz: Mensch und Computer 2017, 10.09.2017


Jarke, Juliane; (2017) Co-creating public services: From participatory design to participatory open data 22.06.2017, Ottawa, Kanada:


Introna, Lucas; Oliphant, Rachel; Hayes, Niall; Bull, Christopher; Banerjee, Anindita; Jarke, Juliane; Kubicek, Herbert; (2017) Interim Study on Accessibility, Digital Mobility and Open Data (MobileAge Project Report) Lancaster:


Jarke, Juliane; Kubicek, Herbert; Gerhard, Ulrike; Hayes, Niall; Introna, Lucas; Banerjee, Anindita; (2017) Interim Study on Co-Creation Practices Bremen:


Jarke, Juliane; Gerhard, Ulrike; Kubicek, Herbert (2016) Offene Daten, Datenaktivismus und Bürgerbeteilung für den demografischen Wandel Zeitschrift: Soziopolis


Gerhard, Ulrike; Jarke, Juliane (2016) Becoming old in the age of civic technology: Co-creating online public services with and for people in later life Seminar: Becoming old in the age of mediatization, 31.10 - 1.11.16, Kopenhagen:


Jarke, Juliane; Gerhard, Ulrike; Kubicek, Herbert (2016) Re-imagining the city through participatory open data 4S/EASST conference, 31st August - 3rd September 2016, Barcelona:


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